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    Mit Meisterwerken von Sergio Leone & Christopher Nolan sowie "The Batman": Die Lieblingsfilme unseres Schülerpraktikanten
    Von Adi Muslimovic — 02.08.2022 um 19:00

    Aktuell haben wir mal wieder einen Schülerpraktikanten in der Redaktion zu Besuch und wie es Usus ist, baten wir ihn erst mal um seine Lieblingsfilme – und wurden gleich mehrfach überrascht.

    Warner Bros. / AMC / Warner Bros.

    Hallo, ich bin Adi und mache gerade mein Praktikum bei FILMSTARTS.

    Da ich das Kino liebe und für mich seit einigen Jahren feststeht, dass ich mich eines Tages beruflich mit Filmen und Serien auseinandersetzen möchte, ist FILMSTARTS dafür die perfekte Anlaufstelle. Schließlich bin ich nun auch schon seit mehreren Jahren selbst Fan dieser Seite und des dazu gehörenden YouTube-Kanals.

    Ich freue mich nun über die mir gestellte Aufgabe, euch meine Lieblingsfilme vorzustellen (und habe am Ende auch einfach mal noch meine aktuelle Lieblingsserie angehängt).

    "Jurassic Park"

    (Steven Spielberg, 1993)

    Jurassic Park” ist zugegeben alles andere als ein Geheimtipp, aber wie für sicher viele von euch ein essenzieller Bestandteil meiner Liebe für Filme und Kino. Schon als kleines Kind habe ich mich für Dinosaurier begeistert und daran hat sich bis heute nichts geändert. Meine Faszination für Dinos hat sich vor allem durch diesen Film manifestiert - den ich übrigens deutlich früher gesehen habe, als es die Altersempfehlung eigentlich vorsieht.

    Bis zu diesem Film kannte ich Dinosaurier nur aus Büchern, aber Spielberg hat sie eindrucksvoll für mich zum Leben erweckt. Selbst den weitaus weniger beliebten Fortsetzungen kann ich noch viel abgewinnen. Und den Moment, als ich zum ersten Mal den Brachiosaurus sah und die berühmte „Jurassic Park“-Musik erklang, werde ich genauso wenig vergessen wie den ersten Auftritt des Tyrannosaurus Rex.

     

    "Prestige – Die Meister der Magie"

    (Christopher Nolan, 2006)

    Auch wenn “Jurassic Park” ein ganz wesentlicher Grund meiner Liebe für Filme ist, handelt es sich aber nicht um den Titel, der sie so erweckt hat, wie sie heute in mir glüht. Diese Auszeichnung verdient sich „Prestige – Die Meister der Magie”, obwohl ich den erst deutlich später entdeckt habe. Es begann damit, dass ich im Alter von 13 Jahren das erste Mal Christopher Nolans großartigen „The Dark Knight“ sah. Im Anschluss bin ich das erste Mal auf die IMDb gestoßen (die größte Filmdatenbank der Welt). Dort rangiert „The Dark Knight” schon seit mehreren Jahren auf Platz 3 der Liste der 250 besten Filme aller Zeiten. Beim Durchstöbern dieser Liste hörte ich dann das erste Mal von „Prestige“, der mein Interesse weckte, weil er ebenfalls von Nolan ist.

    Aufgrund des deutschen Untertitels „Meister der Magie” dachte ich, einen Fantasy-Film à la „Harry Potter“ oder „Duell der Magier” mit Nicolas Cage zu sehen zu bekommen. Und ein Fantasy-Film vom „Dark Knight“-Macher mit einem guten Cast und einer IMDb-Wertung von 8,5? Das musste ich sehen. Aber was ich stattdessen bekam, hat meine Erwartungen im bestmöglichen Sinne enttäuscht.

     

    Denn es geht „nur“ um Bühnenmagier und ihre aufwändigen Tricks, genauer um die Rivalität zwischen Robert Angier (Hugh Jackman) und Alfred Borden (Christian Bale). „Prestige“ erzählt ein spannendes Duell von Besessenheit und Selbstzerstörung - und dies mit einem Ende, das mir bei der ersten Sichtung den Boden unter den Füßen weggezogen hat.

    Nach „Prestige“ habe ich dann auch angefangen, mir mehr Gedanken zu einem Film zu machen, als mich nur zu fragen: Hat mir das gefallen oder nicht? Ich habe auch richtig begonnen, mich über Schauspieler und Regisseure zu informieren. „Prestige“ gehört aber nicht nur wegen dieser besonderen Rolle beim Entstehen meiner Filmleidenschaft zu meinen Favoriten, sondern ist für mich auch der bei Weitem beste Film von Nolan und einer der besten Filme überhaupt.

    "The Batman"

    (Matt Reeves, 2022)

    Wie eben schon erwähnt, bin ich auch von „The Dark Knight“ sehr begeistert. Dieser hat auch meine Liebe zu Batman entfacht. Nach „The Dark Knight” war ich an allem interessiert, was mit Batman zu tun hat: Filme, Serien, Comics, Spiele, ... So habe ich direkt die Serie „Gotham” geschaut, die ich trotz ihres trashigen Touchs sehr mag, angefangen, die Comics zu lesen und die „Arkham”-Spiele gezockt. Dementsprechend habe ich mich sehr auf Matt Reeves’ neue Interpretation gefreut.

    Ich habe jedoch nicht damit gerechnet, dass „The Batman“ mein neuer Lieblings-Film über den Dunklen Ritter werden würde. Dabei haben mich viele unterschiedliche Facetten begeistert: die Düsternis, die Architektur von Gotham City, das Batmobil, die Schurkenriege oder die Tatsache, dass wir Batman zum ersten Mal in erster Linie als Detektiv erleben.

    Es ist für mich weder der beste Batman-Film, noch die beste Comicverfilmung aller Zeiten (das ist für mich Sam Raimis „Spider-Man 2”), aber „The Batman” fängt für mich alles ein, was ich an der Figur zu lieben gelernt habe.

     

    "Es war einmal in Amerika"

    (Sergio Leone, 1984)

    Zu meinen Lieblingsgenres gehört mittlerweile der Mafiafilm und wenn man sich auch nur ein wenig mit dem Genre beschäftigt, wird man früher oder später auf „Es war einmal in Amerika“ stoßen.

    Meine Neugier weckte nicht nur der beeindruckende Cast, sondern auch der Umstand, dass ich Sergio Leone nur als Western-Regisseur kannte und neugierig war, was er bei einem Gangster-Epos veranstaltet. Und dann ist da noch die unglaubliche Laufzeit von 229 Minuten. Ich musste den Film sehen und herausfinden, was es mit diesem Mafia-Monster auf sich hat. Und ich wurde nicht enttäuscht.

    Die Geschichte von „Es war einmal in Amerika” umspannt mehrere Jahrzehnte: David „Noodles” Aaronson (Robert De Niro) erlebt mit seinen Freunden die Höhen und Tiefen ihres Gangster-Daseins zu Zeiten der Prohibition. Sehr spannend finde ich, wie Sergio Leone viele inszenatorische Mittel aus seinen Western hier anwendet. „Es war einmal in Amerika” ist so eine Gangstergeschichte im Mantel eines Westerns, die auch trotz der langen Laufzeit von 229 Minuten nie langweilig wird. Natürlich merkte ich die Laufzeit von fast vier Stunden (das ist wohl bei der Länge unumgänglich), doch es beeindruckte mich, wie ich stets an den Figuren und ihrer Geschichte interessiert blieb.

     

    "Better Call Saul"

    (Vince Gilligan & Peter Gould, 2015-2022)

    Auch wenn mir die Aufgabe gestellt wurde, über meine Lieblingsfilme zu schreiben, möchte ich euch zum Abschluss dieses Artikels noch meine aktuelle Lieblingsserie vorstellen: „Better Call Saul“. Aktuell ist die Serie noch nicht abgeschlossen, aber sollte ihr mit dem Finale die sich andeutende Punktlandung gelingen, könnte sie zu meiner Lieblingsserie überhaupt avancieren. “Better Call Saul” ist ein Spin-off zu „Breaking Bad“, wo Saul Goodman (Bob Odenkirk) bereits eine wichtige Rolle innehatte.

    In “Better Call Saul” lernen wir ihn erst einmal als Jimmy McGill kennen, der noch zum gewieften Anwalt Saul Goodman wird. Daneben bringt uns die Serie noch weitere Figuren, die man aus Breaking Bad kennt, näher und führt neue, großartige ein: So erfahren wir z. B. noch mehr über Mike Ehrmantraut (Jonathan Banks), die Salamancas oder Gustavo Fring (Giancarlo Esposito) und lernen Kim Wexler (Rhea Seehorn) und Jimmys Bruder Chuck (Michael McKean) kennen.

    Für mich ist „Better Call Saul“ nicht nur mindestens so gut wie „Breaking Bad“, sondern hat sogar das Potential mit den letzten paar Folgen das Original zu übertrumpfen. Bei „Breaking Bad” haben die Verantwortlichen über die Staffeln ihr Können und das Niveau der Serie immer weiter gesteigert. „Better Call Saul” beginnt nun auf dem hohen Niveau der finalen Seasons von „Breaking Bad” - und wird danach sogar immer noch besser.

    Auch wenn die Hauptstory ein Prequel zu „Breaking Bad” ist, gibt es eine im Anschluss an die Mutterserie spielende Rahmenhandlung. Dadurch entstehen eine ganz einzigartige Spannung und Unberechenbarkeit. Deswegen sollte man „Better Call Saul” erst nach „Breaking Bad” schauen. Auch wenn die erste Staffel von “Better Call Saul” noch sehr langsam erzählt ist, empfehle ich dranzubleiben. Wie gesagt: Die Serie wird immer besser. Gerade die letzte Staffel und das nahende Ende sind nun der perfekte Anlass, um die gesamte Serie nachzuholen.

     

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