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Michael Griesmeier
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Serienkritik
0,5
Veröffentlicht am 28. Oktober 2025
Ich habe mich tatsächlich durch die gesamte Serie gequält. Zum einen weil ich den Hauptdarsteller mag, zum anderen da ich dachte, dass die ach so gehypte Serie ja irgendwann mal an Substanz gewinnen oder wenigstens an Fahrt aufnehmen muss. Ich wurde eines Besseren belehrt. Bis auf zwei oder drei einzelne Folgen ist die gesamte Serie ein dahinplätscherndes, langweiliges und größtenteils sinnfreies Gewurschtel mit endlosen Inhaltsfreien Dialogen und lähmender Nichthandlung. Absolute Zeitverschwendung
Starke Serie - sehr authentisch und mitreißend. Hektisch, laut und chaotisch - wie vermutlich in echten Küchen... Die Charaktere und Beziehungen erschließen sich nicht sofort, sondern erst nach einiger Zeit. Sehr spannend eine gute Serie - hoffentlich wird das Niveau auch in Staffel 2 gehalten.
Das "The Beef" ist Geschichte und das "The Bear" soll an dessen Stelle treten. Doch um alle Wünsche der Crew und Vorschriften der Stadt in die Tat umzusetzen bedarf es Geld und Fokus. In einigen Wochen soll bereits eröffnet werden und vom ersten Tag an ausgebucht sein, um dies zu schaffen unternimmt jeder seinen eigenen Arc. Doch können sie am Ende wirklich das unmögliche schaffen?
Diese Serie hat 10 Episoden mit einer Laufzeit je Folge von ca. 30 Minuten, außer Folge 6 die läuft über 1h. Wir bekommen hier die Fortsetzung rund um Carmy und seiner Küchenbrigade. Während ich die erste Staffel so lala fand, da sie zu hektisch und unausgewogen war, gefiel mir die zweite Staffel besser. Jeder einzelne Charakter bekommt hier quasi seine Folge oder zumindest einen Punkt woran er sich entwickelt und wächst, außer Carmy. Jeder ist bestrebt das neue Restaurant mit seinen Fähigkeiten zur Höchstleistung zu bringen, sogar Richi, nur Carmy nicht. Ab Folge 7 verändert sich der Ton der Serie, man wird fokussierter und es wirkt alles nicht mehr so unübersichtlich. Bis dahin jedoch ist es der selbe Brei wie in Staffel 1 mit den unübersehbaren Haken wie etwa Carmy der als einziges nichts sinnvolles tut, Sydney die mit allem überfordert ist und dennoch überall mit reden will und der größte Mist war dann Folge 6. Über 1h sieht man in einem Flashback der Familie von Carmy zu wie sie die wohl anstrengendste Familie der USA sind. Am Ende bleibt eine gute Fortsetzung, da sie in Teilen mehr überzeugt als Staffel 1. Charaktere und Handlung werden runder und besser erzählt. Kranken tut die Serie leider weiterhin an ihrem Stress (was halt die Küchenwelt wiederspiegeln soll) und ihren Hauptfiguren die für mich am schwächsten bleiben.
Von mir bekommt die Serie 7/10 Punkten. Die Planzsequenz in der letzten Folge ist zwar schön gefilmt, dennoch bringt es Unruhe in den Zuschauer. Ich fühlte mich an meine Gastronomie Zeit erinnert, mit einem weinden und lachenden Auge.
Die Uhr ist abgelaufen für das The Bear, doch trotzdem wird weitergekämpft. Ein heftiges Unwetter erschüttert die Stadt, im Restaurant platzen Rohre und Nerven gleichermaßen. Die Reservierungs-App fällt aus, das Lokal ist ausgebucht und in der Küche geht das Essen zur Neige. Kreativität und Teamwork sind gefragt.
The Bear – Staffel 5 auf Disney+ umfasst 8 Episoden mit einer Laufzeit von je ca. 30 Minuten. Lediglich die beiden letzten Folgen bringen es auf rund 1h. Wir haben hier die finale Staffel und ich muss sagen: Endlich hat mir die Serie so richtig gefallen. Das liegt vor allem daran, dass man den ganzen privaten Ballast endlich vor der Küchentür lässt und sich auf das konzentriert, worum es von Anfang an hätte gehen sollen, das Restaurant. In 7 Folgen erleben wir den täglichen Wahnsinn im The Bear. Chaos, Geldprobleme, improvisierte Lösungen und aufgebrochene Hierarchien stehen im Mittelpunkt. Endlich geht es um den Küchenalltag und nicht um privaten Dramen, die außerhalb des Restaurants stattfinden. Die beste Entwicklung macht für mich nach wie vor Richie durch. Was aus dieser Flasche geworden ist, ist fantastisch. Genauso stark ist Chef Sydney, die für mich beste Figur der gesamten Serie und endlich die Anerkennung bekommt, die sie verdient. Statt planlosem Herumbrüllen und Fluchen setzt sie auf Organisation, Ruhe und kluges Handeln. Gerade die Kreativität, mit der das Team die wartenden Gäste trotz strömenden Regens und der zahlreichen Probleme bei Laune hält, ist hervorragend umgesetzt. Carmy wird erfreulicherweise zurückgeschraubt und bekommt erst in der 8 Folge mehr Raum. Unterm Strich bleibt eine letzte Staffel, die vieles besser macht als ihre Vorgänger. Handwerk, Kunst und Teamarbeit stehen endlich wieder im Mittelpunkt und der ganze private Kram bleibt dort, wo er hingehört: vor der Tür.
8/10 Punkten. Wenn wir früher während der Stoßzeit Gäste in unsere Küche gelassen hätten, wäre mein Küchenchef nicht nur im Dreieck gesprungen, der hätte wahrscheinlich alles nach uns geworfen, was nicht festgeschraubt war.