Kritik:
Es ist hinlänglich bekannt, dass die Medien ein verzerrtes Bild der Realität liefern und sich Politiker diese Tatsache zunutze machen, um die Gesellschaft zu manipulieren und für ihre Sache zu gewinnen. 'V for Vendetta' nun handelt vor dem Hintergrund eines fiktiven totalitären Staates Englands, wo die junge Evey (Natalie Portman) auf den Freiheitskämpfer V (Hugo Weaving) trifft und sich im Laufe der Geschichte die Frage beantworten muss, wie weit sie bereit ist, zivilen Ungehorsam zu leisten - ich für meinen Teil begnüge mich im Moment damit, keine Steuern zu zahlen. Durch das Aufgreifen aktueller Themen stellt sich nämlich die Frage, inwiefern reelle gesellschaftspolitische Entwicklungen faschistoide Züge aufweisen. Vieles mag comichaft überzeichnet und auch plakativ sein, was wohl an der Vorlage liegt. Ich betrachte 'V for Vendetta' auch nicht als Spiegel der Gesellschaft, sondern vielmehr als einen symbolischen Akt, als eine Idee, der wir gedenken sollen. Und da 'V' für mich nicht für 'Vendetta' sondern für 'Valerie' steht, möchte ich mit ihren Worten schliessen:
"Unsere Integrität hat einen so geringen Preis. Aber eigentlich ist sie alles, was wir haben. Sie ist das allerletzte Bisschen von uns. Aber innerhalb dieses Bisschens sind wir frei. [....]
Ich werde hier sterben. Jedes Bisschen von mir wird zugrunde gehen, jedes Bisschen, bis auf eins. Ein Bisschen, es ist klein und zerbrechlich und das Einzige auf der Welt, dass das Leben lebenswert macht. Wir dürfen es niemals verlieren oder verschenken, wir dürfen niemals dulden, dass sie es uns nehmen.
Ich hoffe, dass Du, egal wer Du bist, von hier entkommst, ich hoffe, dass die Welt sich ändert und die Dinge besser werden. Aber am allermeisten hoffe ich, dass Du verstehst, was ich meine, wenn ich Dir sage, obwohl ich Dich nicht kenne und obwohl ich Dir wohl nie begegne, wohl nie mit Dir lache, weine oder Dich küsse, dass ich Dich liebe, von ganzem Herzen.
Ich liebe Dich.
Valerie X"