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    Haarig: Henry Cavills Schnurrbart macht "Justice League"-Nachdrehs kompliziert
    Von Tobias Tißen — 25.07.2017 um 12:19
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    Im November soll „Justice League“ in den Kinos anlaufen – zunächst stehen aber noch ausführliche Nachdrehs mit Joss Whedon an, der den Regie-Posten von Zack Snyder übernahm. Doch unter anderem Henry Cavills Bart sorgt für Probleme…

    DC / Warner Bros.

    Bart Simpson ist nicht mehr der einzige Bart, der für Probleme sorgt: Die Nachdrehs, die für DCs kommenden Superhelden-Film „Justice League“ nötig sind, werden unter anderem durch die Gesichtsbehaarung von Superman-Darsteller Henry Cavill gestört. Weil dieser derzeit auch mit den Dreharbeiten zum sechsten Teil der „Mission: Impossible“-Reihe beschäftigt ist und für seine Rolle im Agenten-Spektakel einen Schnauzer im Gesicht trägt, stehen die „Justice League“-Macher vor einem Problem: Bekanntlich ist Superman in der Regel glattrasiert, auch sein Alter Ego Clark Kent greift zur Tarnung lediglich auf eine Brille zurück. Da jedoch Cavill von Paramount Pictures, der Produktionsfirma hinter „M:I 6“, ein Rasur-Verbot bekam, das bis zum Ende der Dreharbeiten gilt, muss der Schnurrbart für „Justice League“ aufwendig digital entfernt werden.

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    Doch Cavills Bartwuchs ist nicht das einzige Problem, das Terminüberschneidungen der Schauspieler mit sich bringen: Ezra Miller, der im DC-Film in die Rolle des Flash schlüpft, ist derzeit nahezu vollständig ausgebucht, da im Moment die Dreharbeiten zu „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind 2“ stattfinden, wo er den mächtigen Jung-Zauberer Credence Barebone verkörpert. Als dieser war er bereits im ersten Teil des „Harry Potter“-Spin-offs zu sehen, doch wird die Rolle im Sequel noch einmal größer sein als im Vorgänger.

    Die seltene Verfügbarkeit Millers und die digitale Rasur von Cavills Gesicht sind zwei Gründe dafür, weshalb die Nachdrehs zu „Justice League“ sich nicht nur über zwei Monate hinziehen, sondern auch gleich stolze 25 Millionen Dollar verschlingen, wie Variety durch einen Insider erfahren hat. Zwar sind Nachdrehs bei Großproduktionen üblich, doch dauern sie meist nicht mehr als ein oder zwei Wochen und kosten selten über zehn Millionen Dollar. Zum Vergleich: „Moonlight“ kostete lediglich 1,5 Millionen Dollar – mit dem Budget der „Justice League“-Nachdrehs hätte man den diesjährigen Oscar-Gewinner also fast 17 Mal produzieren können.

    Joss Whedon übernimmt die Verantwortung

    Laut Variety sollen die zusätzlichen Dreharbeiten hauptsächlich die Dialoge des Films ausbessern und helfen, die verschiedenen Action-Szenen besser miteinander zu verbinden. Dafür hat sich DC genau den richtigen Mann ins Boot geholt: Joss Whedon, der schon für die humorvollen verbalen Schlagabtäusche zwischen den verschiedenen „Avengers“ verantwortlich war. Im Mai wurde bekannt, dass er den vakanten Regie-Posten von Zack Snyder übernehmen würde, nachdem der „Batman V Superman“-Regisseur nach dem tragischen Selbstmord seiner Tochter aus dem Projekt ausgestiegen war. Einen Regie-Credit wird Whedon für die Fertigstellung von „Justice League“ jedoch nicht erhalten, wie Variety ebenfalls durch einen Insider erfuhr. Gänzlich unerwähnt wird der Kopf hinter den Hit-Serien „Buffy“, „Angel“ und „Firefly“ aber wohl trotzdem nicht bleiben: Er soll entweder einen Produzenten- oder Autoren-Credit erhalten. Ähnlich war es auch schon bei „Rogue One“: Tony Gilroy, der die Nachdrehs anstelle von Regisseur Gareth Edwards überwachte, wurde schließlich als einer der Drehbuchautoren aufgeführt.

    Der Kinostart von „Justice League“ ist für den 16. November 2017 angesetzt. Dann werden sich Batman (Ben Affleck), Wonder Woman (Gal Gadot), Aquaman (Jason Momoa), Flash (Ezra Miller) und Cyborg (Ray Fisher) ein erstes Mal zusammenschließen, um gemeinsam gegen das Böse anzutreten. Auch Superman gehört zur Gerechtigkeitsliga. Doch der hatte – Achtung Spoiler – am Ende von „Batman V Superman“ das Zeitliche gesegnet. Dass dies wirklich so ist, betonten die „Justice League“-Stars am vergangenen Wochenende auf der Comic Con zwar immer wieder – aber Jason Momoa nahm einem Jungen, der um den stählernen Blitz fürchtete, mit den Worten „Keine Angst, er lebt noch“ die Angst. Wir dürfen uns also definitiv auf einen lebendigen Superman freuen – glattrasiert, wie man ihn nun mal kennt.

     

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