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    "Thor 3: Tag der Entscheidung" hat die erste LGBT-Figur im Marvel-Kinouniversum
    Von Björn Becher — 24.10.2017 um 10:08
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    Immer wieder versprachen Kevin Feige und Co. in den vergangenen Jahren, dass es bald auch LGBT-Figuren im MCU gibt. In „Thor: Tag der Entscheidung“ ist eine bisexuelle Figur – allerdings nicht offensichtlich.

    Walt Disney

    Wenn Donnergott Thor (Chris Hemsworth) es mit der tödlichen Hela (Cate Blanchett) aufnimmt, braucht er Mitstreiter. Neben dem Hulk (Mark Ruffalo) und Loki (Tom Hiddleston) unterstützt ihn in „Thor 3: Tag der Entscheidung“ auch die Kriegerin Valkyrie. Wie deren Darstellerin Tessa Thompson via Twitter bestätigte, ist die Figur in der Filmreihe – wie auch schon in den Comicvorlagen – bisexuell und damit die erste LGBT-Figur (=Lesbian, Gay, Bisexual oder Transgender) in einem Film des Marvel Cinematic Universe, also in den Kinofilmen um die Avengers.

    Allerdings ist dies bislang eine Information, die nur von der Darstellerin kommt und nicht im Film selbst untermauert wird. Der startet am 31. Oktober 2017 in den deutschen Kinos und enthält keinerlei Andeutungen zur sexuellen Präferenz der in den Comics mal mit Männern, mal mit Frauen anbandelnden Valkyrie.

    Bereits im Frühjahr 2015 erklärte Marvel-Chef Kevin Feige, dass die Zeit in den Filmen reif für eine homo- oder auch eine transsexuelle Figur sei und es diese definitiv in den nächsten Jahren geben werde. Auch die Regisseure Joe und Anthony Russo, die aktuell „Avengers 3: Infinity War“ und „Avengers 4“ verantworten, erklärten 2016, dass es für sie wichtig sei, diversere Figuren einzuführen, weil „das Geschichtenerzählen dann interessanter wird, reichhaltiger und wahrhaftiger.“

    Mehr Diversität im Marvel-Universum: Es wird eine homo- oder transsexuelle Figur geben

    In diese Richtung wurde Valkyrie noch nicht genutzt. Ihre Sexualität wird bislang auf der Leinwand verschwiegen. Doch vielleicht ändert sich dies bei einem möglichen weiteren Auftritt im MCU, zu dem allerdings noch nichts bekannt ist, auch wenn es Gerüchte um ein Mitwirken der Schauspielerin in den „Avengers“-Filmen gibt. Im Gegensatz zu den Kinofilmen sind im Serienbereich des MCU übrigens bereits einige LGBT-Figuren unterwegs – so die aus den Netflix-Serien „Jessica Jones“, „Daredevil“, „Iron Fist“ und „The Defenders“ bekannte Jeri Hogarth (gespielt von Carrie-Anne Moss). Bei ihr wurde die Sexualität auch beiläufig thematisiert.

    "Thor 3": Der nächste Marvel-Superhit

    Wie es bei Superheldenfilmen fast die Regel ist, dürfte auch „Thor 3“ beim Kinostart in der kommenden Woche an den Kinokassen weltweit einschlagen. Nachdem sich die Kalkulationen für den Nordamerika-Start jüngst auf ein Einspielergebnis zwischen 90 und 100 Millionen Dollar beliefen, gehen die Experten von Variety nun sogar von noch höheren Einnahmen aus. Man ist überzeugt, dass „Thor 3“ als fünfter Film des Jahres (nach „Die Schöne und das Biest“, „Wonder Woman“, „Spider-Man: Homecoming“ und „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“) über 100 Millionen Dollar zum Start einnehmen wird. Er wäre damit deutlich erfolgreicher als die Vorgänger „Thor“ (65,7 Millionen am ersten US-Wochenende, 181 Millionen Dollar insgesamt) und „Thor 2: The Dark Kingdom“ (85,7 Millionen Dollar / 206,4 Millionen Dollar) zum Auftakt.

    Sobald „Thor 3“ in den deutschen Kinos läuft, könnt ihr euch zudem davon überzeugen, ob Regisseur Taika Waititi es wirklich geschafft hat, Chris Hemsworth neue Freude an seiner Rolle zu vermitteln. Dies erklärte der Star zumindest für ein Portrait der New York Times über den neuseeländischen Filmemacher, nachdem er zuletzt bei einem Auftritt in der Talkshow von Jimmy Kimmel gestand, dass er von seiner Figur etwas gelangweilt war.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Thor 3: Tag der Entscheidung"

    Der New York Times erklärte Hemsworth aber nun, dass ihn Waititi nicht nur mit seinem Improvisationsstil und kreativen Freiheiten neu motiviert hat, sondern auch mit einem lustigen Streich. Der Filmemacher habe während des Drehs einer Szene gejammert, mitten im Take, dass man einen anderen Chris hätte nehmen sollen: „Chris Pine, Chris Pratt, irgendeiner, aber nicht Hemsworth.“ Dabei habe er sein Mikrofon angelassen, so dass der Schauspieler es hören konnte, dann aber so getan, als wäre es ein Versehen gewesen, dass das Mirko an war und sich für seine Worte stammelnd entschuldigt: „Oh Scheiße, sorry, Jungs, sorry.“

     

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