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    Nach "Apocalypse": So geht es mit den X-Men im Kino weiter
    Von Tobias Mayer — 21.10.2018 um 15:00
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    Am 6. Juni 2019 kommt mit „X-Men: Dark Phoenix“ der Nachfolger zu „X-Men: Apocalypse“ in die Kinos. Doch danach ist die Zukunft der Reihe ziemlich offen...

    20th Century Fox

    X-Men: Apocalypse“ ist der dritte Teil einer Trilogie, mit der die Mutantenreihe 2011 neu ausgerichtet wurde: Nach dem enttäuschenden „X-Men 3: Der letzte Widerstand“ und dem ebenso lauwarmen Spin-off „X-Men Origins: Wolverine“ ging es mit frischem Personal vor und hinter der Kamera zurück in die Sechziger: In „X-Men: Erste Entscheidung“ lernten wir Professor X (James McAvoy), Magneto und die anderen Mutanten der A-Liga als junge Hüpfer kennen, im Zeitreise-Abenteuer „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ trafen sie ihre alten Ebenbilder und in „X-Men: Apocalypse“ verhinderten sie den Weltuntergang. Was soll da noch kommen?

    "X-Men: Dark Phoenix"

    Simon Kinberg ist der Mann, dem die Mutanten ihre Zukunft verdanken. Am verbockten „X-Men 3“ war er zwar als Drehbuchautor beteiligt, anschließend aber führte er die Reihe als Produzent und Autor in eine bessere Richtung, mit „Zukunft ist Vergangenheit“ als bisherigem Höhepunkt. Bei „Dark Phoenix“ gibt er seinen Einstand als Regisseur – und versprach, dass sich ein Fall „X-Men 3“ hier nicht wiederholen wird.

    Die Mutantin Jean Grey hat gewaltige Kräfte und ist damit eine potentiell große Gefahr. In „X-Men 3“ sahen Kinozuschauer zum ersten Mal, was eine entfesselte, wütende Grey anrichten kann, doch leider wirkte ihr Plot oberflächlich. Er wurde in die Handlung gequetscht. In „X-Men: Dark Phoenix“, wieder mit „Apocalypse“-Franchise-Neuling Sophie Turner als Jean Grey, steht die junge, gefährliche Mutantin nun ganz im Mittelpunkt. Zwar kehrt auch das aus den Vorgängern bekannte Hauptpersonal um James McAvoy und Michael Fassbender zurück, aber sie sind eben nur Nebenfiguren in einer Geschichte über eine tragische Verwandlung. Das seht ihr im ersten Trailer:

     

    „Dark Phoenix“ startet am 6. Juni 2019 in den deutschen Kinos. Allerdings wurde der Film zweimal verschoben, erst von November 2018 auf Februar 2019 und dann noch mal in den Sommer. Das hat mit zusätzlichen Dreharbeiten zu tun, in denen der Film nach dem ersten Cut verbessert werden soll und für die es bei einem Ensemblefilm mit vielbeschäftigten Stars nur wenige Termine gibt, an denen alle können – wenn überhaupt (denkt einfach an eure letzte Doodle-Terminplanung im Freundeskreis).

    Nach „Dark Phoenix“ - und womöglich sogar unabhängig davon, wie der Film am Ende ankommen wird, stehen die Zeichen beim verantwortlichen Studio Fox ohnehin auf Abschied von der „X-Men“-Hauptreihe, nachdem „Apocalypse“ mit einem weltweiten Einspiel von 543,9 Millionen Dollar hinter der Marvel-Konkurrenz der Avengers-Filme und den hauseigenenen Erwartungen blieb. Dafür erwarten uns Mutantenfilme mit Grusel und Gags!

    "X-Men: New Mutants"

    Die derben Sprüche und der Meta-Humor von „Deadpool“ und der grimmige, reduzierte Western „Logan“ kamen bei Fans wie Kritikern deutlich besser an als „Apocalypse“ und waren für Fox profitabler (höheres Einspiel bei kleineren Budgets). Darum sind weitere „X-Men“-Filme geplant, die jeweils deutlicher in ein bestimmtes Genre fallen – allen voran „New Mutants“, der als Horrorfilm mit mutierten Teenagern beworben wird. Damit er so richtig schockt, wurde wie bei „Apocalypse“ nachgedreht, allerdings offenbar deutlich mehr: „New Mutants“ wurde erst von April 2018 in den November und schließlich auf den 22. August 2019 verschoben.

     

    Die jungen Mutanten Magik (Anya Taylor-Joy), Wolfsbane (Maisie Williams), Mirage (Blu Hunt), Cannonball (Charlie Heaton) und Sunspot (Henry Zaga) erleben einen Anstaltsaufenthalt der ganz furchtbaren Sorte, den Fox nach den Hauptdreharbeiten des Regisseurs Josh Boone („Das Schicksal ist ein mieser Verräter“) angeblich stark verändern ließ: Etwa die Hälfte von „New Mutants“ soll neu gedreht worden sein. Möglich, dass der Horrorfilm fürs Kino sogar eine Erwachsenenfreigabe bekommt.

    "Gambit", "X-Force", "Deadpool 3"

    In „Gambit“, der am 12. März 2020 starten soll, wird nach Angabe von Simon Kinberg ordentlich Sex in der Luft liegen. Channing Tatum spielt einen Mutanten, der telekinetische Kräfte hat, herumgaunert nicht nur viel Glück im Spiel, sondern auch bei den Damen hat. Simon Kinberg beschrieb das Projekt von Regisseur Gore Verbinski („The Ring“, „Fluch der Karibik“) als Superheldenfilm mit der Stimmung einer RomCom und Sex-Komödie.

    Angedacht, aber noch längst nicht so weit wie „Dark Phoenix“, „New Mutants“ und „Gambit“ sind „Deadpool 3“, „X-Force“ (ebenfalls mit Deadpool) und „Multiple Man“ mit James Franco als Mutant, der sich klonen kann. Es sei denn, Marvel-Studios-Chef Kevin Feige macht diese Pläne platt...

    ... denn die Kinorechte an den Mutanten wandern ins Disneyschloss, wo auch die Marvel-Filmschmiede untergebracht ist. Der Mäusekonzern gliedert den Konkurrenten 20th Century Fox ein und Feige wird dann für die Avengers und die X-Men gleichermaßen zuständig sein. Es ist noch nicht bekannt, was Feige genau vor hat, überliefert ist aber sein Fernziel, alle Marvel-Helden in einer gemeinsamen Filmreihe zu vereinen. Inhaltlich hätte das nur Sinn, wenn bei den X-Men alles auf Anfang gestellt wird.

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    Kommentare
    • greekfreak
      Wie sagte DP,im ersten Teil zu Colossus:Bei euch blickt niemand mehr durch. xDSpass bei Seite,wenn man sieht wie gerade die Netflix/Marvel Serien,der Reihe nach gecancelt werden,ist´s mehr als eindeutig,das unser geliebtes Mäuse Imperium,klar Schiff macht und alle IP´s nach Hause holt.
    • Heavy-User
      Ach, ganz einfach mit den X.Men: ein Plot a la Days of future past und tadaaaa wieder ein verwirrter Kinogänger mehr, der nicht mehr weiß, welche Zeitlinie gerade zählt.....
    • Torch
      Das mit dem Multiversum und der Verschmelzung des existierenden X-Men-Universums mit dem MCU wäre immerhin ein sehr gewagtes (aber auch interessantes) Experiment. Hugh Jackman hatte ja bereits anklingen lassen das er nur unter einer Bedingung noch einmal bereit wäre Logan zu verkörpern - nämlich als Bestandteil des MCU und Mitglied der Avengers. Ich glaube allerdings auch eher das man (wie bei Spiderman auch) ein Reboot in Betracht zieht. Was sich im Falle der X-Men als deutlich schwieriger erweisen dürfte als etwa bei den FF. Ich könnt`s mir in etwa so vorstellen das es im MCU schon immer Mutanten gab welche allerdings aus Furcht vor Entdeckung im Verborgenen gelebt und agiert haben und es daher in der Öffentlichkeit (und den zuständigen Behörden) allenfalls vage Gerüchte und Andeutungen über sie gibt. Und nach einem Zwischenfall in welchem die X-Men dann erstmals auf die Avengers treffen (die die unbekannten Mutanten zunächst für Feinde halten) wird die Existenz von Mutanten im MCU der breiten Öffentlichkeit bekannt. Das wäre wohl die einfachste Lösung.Bei den FF wäre die Sache hingegen simpel. Ich stell`s mir ungefähr so vor: Der MCU-FF-Film beginnt, eine Weltraummission wird vorbereitet, man sieht vier Astronauten die gerade ihr Shuttle startklar machen, die Tür zum Hangar öffnet sich und Tony Stark tritt ein. Er reicht dem Leiter der Mission die Hand und sagt: Hallo, Dr. Richards sind sie bereit Geschichte zu schreiben? Die Astronauten fliegen los, ein kosmischer Sturm trifft das Raumschiff und -ZACK- schon sind die Fantastic Four im MCU.
    • Torch
      ZITAT: New Mutants wird indessen so lange verschoben um den Film als ersten MCU X-Men Film umzukonzipieren.Denke ich absolut nicht. Die werden als ersten MCU-X-Men-Film keinesfalls die relativ unbekannten Mutanten aus NM nehmen sondern auf die Erfolgsgaranten Xavier, Logan, Cyclops, Jean, Storm, Nightcrawler & Co. zurückgreifen. Was Dark Phoenix betrifft glaube ich auch das wird der verdiente Abschluß des erfolgreichen FOX-X-Men-Franchise werden. Der nächste Auftritt der Mutanten wird dann im Rahmen des MCU stattfinden.
    • Erik B.
      Es wurde kürzlich berichtet, dass New Mutants im Zuge der Nachdrehs zu einem R-Rated Horrorfilm umfunktioniert werden soll. Disney macht aber keine R-Rated Filme.
    • Erik B.
      Die Verschiebung auf den Sommer von Dark Phoenix hat rein gar nix mit zusätzlichen Nachdrehs zutun. Die Nachdrehs wurden bereits im September abgeschlossen. Der Film erst danach verschoben. Die Effekte wären laut Simon Kinberg bis Februar nicht fertig geworden und der Juni ist ein besserer globaler Starttermin (Stichtwort: China).
    • booooooy
      Stellt euch mal vor Deadpool 3 würde davon handeln, wie der böse Deadpool aus der Comicreihe ''Deadpool Kills the Marvel Universe'' durch Multiversen reist und andere Helden aus anderen Filmuniversen umbringt, wie Blade aus der Blade-Trilogie, Ghost-Rider aus dem Ghost-Rider Zweiteiler oder auch den Adam West Batman. Dann kommt er in unseres Deadpool-Filmuniversum und am Ende gelingt es Deadpool und seinen Freunden dem bösen Deadpool sein Reisegerät zu stehlen, abzuhauen und den bösen Deadpool dort zurück zu lassen. In der Post-Credit Szene sieht man wie sie aufeinmal in eine Stadt teleportiert sind und sie vor sich den Avengers-Tower sehen. Das letzte was man sieht ist, wie Deadpool in guter alter Nick Fury-Manier sagt: Motherfu****Damit hätte sich das gemeinsame Fox-Disney Filmuniversum-Problem gelöst.
    • André McFly
      Inhaltlich hätte das nur Sinn, wenn bei den X-Men alles auf Anfang gestellt wird.Nein. Nicht wenn sie ein Multiversum aufbauen. Wovon ich zumindest ausgehe. Ich denke zwar schon, dass Disney lieber nen freshstart mit den Charakteren unter eigenem Label machen wollen würde - aber die nein, als Multiversum hätte auch das bisherige Xmen Universum einen Sinn bei Disney.
    • Sentenza93
      Nach Dark Phoenix dürfen die gern einen Schlussstrich unter das Foxverse ziehen.
    • Timmi0708
      Naja, ich bleibe bei meiner Aussage die ich bereits vor ein paar Monaten gebracht habe. Dark Phoenix wird den Abschluss des (Fo)X-Men Universums werden; daher auch die ganzen Nachdrehs um die Story so umzumodeln, dass sie als gelungenes Ende funktioniert. New Mutants wird indessen so lange verschoben um den Film als ersten MCU X-Men Film umzukonzipieren. Der Film wird mehr oder weniger eigenständig funktionieren und seichte MCU Verweise haben. Das ist das einzige was halbwegs Sinn macht. Feige soll ja auch die X-Men (und FF) beaufsichtigen, deshalb werden da nicht zwei unabhängige Marvel-Universen unter einem „Hause“ parallel laufen. Und man hat nicht ein ganz neuen jungen Cast für New Mutants genommen um ihn im alten X-Men Universum anzusiedeln und nach einem Film wieder abzuservieren.
    • Connor
      Wenn Filme so oft nach hinten verschoben werden, ist das selten ein gutes Zeichen.
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