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Unsere Kurzkritik zu Quentin Tarantinos "Once Upon A Time In... Hollywood"
Von Carsten Baumgardt — 21.05.2019 um 20:45
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„Once Upon A Time In... Hollywood“, der heiß erwartete neue Film von Quentin Tarantino, hat gerade eben seine Weltpremiere in Cannes gefeiert. Auch wie haben ihn dort gesehen und wollen euch jetzt schon mal direkt einen ersten Eindruck liefern.

Sony Pictures

Mit einer hochkarätigen Starbesetzung erweckt Quentin Tarantino in „Once Upon A Time In... Hollywood“ das Tinseltown der 1960er Jahre zum Leben. Hier träumt Schauspieler Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) nach dem Ende seiner Western-Serie und einigen Filmauftritten in Italien endlich auch vom großen Leinwanddurchbruch in der Traumfabrik. Diesen Wunsch teilt er sich mit seinem Stunt-Double Cliff Booth (Brad Pitt). Kann ihnen der Agent Marvin Shwarz (Al Pacino) dabei helfen? Auf ihrem Weg treffen sie auf Ikonen wie Sharon Tate (Margot Robbie) und Bruce Lee (Mike Moh), während die Anhänger des diabolischen Charles Manson (Damon Herriman) Unheil versprechen…

Auch wir haben den Film gerade erst bei der Weltpremiere in Cannes gesehen, an unserer ausführlichen Kritik wird deshalb noch gearbeitet und sie erscheint erst im Laufe der kommenden Nacht. Wir wollen euch nun aber trotzdem schon mal einen kleinen Vorgeschmack liefern und euch eine erste Einschätzung in Form einer Kurz-Kritik geben.

Direkt aus Cannes: Unsere Kurz-Kritik

Vor zwei Jahren versetzte Kultregisseur Quentin Tarantino die Filmwelt in Ekstase, als er seinen neunten Film „Once Upon A Time In… Hollywood“ ankündigte: ein Thriller-Drama um den bestialischen Mord der Manson-Familie an Roman Polanskis schwangerer Frau Sharon Tate. Dieser barbarische Akt bewegt auch 50 Jahre später noch die Menschen. Doch wie seine Story im Detail aussieht, daraus machte Tarantino ein Riesengeheimnis. Stattdessen präsentierte er im Wochentakt einen großen Star nach dem anderen, der in seinem Film mitspielt, bis man als Filmfan vor Neugier zu platzen drohte. Nach der Weltpremiere im Wettbewerb des Filmfestivals von Cannes wissen wir auch endlich, warum Tarantino schwieg: Er hat uns alle an der Nase herumgeführt und reihenweise falsche Fährten gelegt. „Once Upon A Time In… Hollywood“ hat nämlich praktisch gar keine Handlung, sondern begleitet einfach nur einen strauchelnden Westernstar und sein Stuntdouble 24 Stunden bei ihrer Arbeit im Hollywood des Jahres 1969.

Tarantino kümmert sich dabei um niemanden, als um sich selbst. Er bombardiert sein Publikum im Sekundentakt mit (oft auch sehr abseitigen) Popkultur-Zitaten und geht dabei so exzessiv ins Detail, dass man seiner Bitte, vorher seine veröffentlichte Liste von Filmen zur Vorbereitung anzusehen, doch besser nachkommen sollte. Wer das nicht macht, wird zwar längst nicht alle Insidergags verstehen, aber trotzdem einen Riesenspaß haben, weil „Once Upon A Time In… Hollywood“ einfach ein unglaublich unterhaltsames Thriller-Drama voller Ironie ist, das zudem von zwei grandiosen Hauptdarstellern getragen wird und mit einer Schlussviertelstunde brilliert, die das Publikum komplett aus den Socken haut. Aber darüber wollen wir nichts weiter verraten (schließlich hat auch Tarantino persönlich alle Anwesenden gebeten, das Ende nicht zu spoilern).

Brad Pitt und Leonardo DiCaprio liefern! Aber sowas von!

Die Schauspieler sind jedenfalls eine Wucht. Absoluter Publikumsliebling ist Brad Pitt („Inglourious Basterds“) als schlagkräftiger Stuntman Cliff Boot, der nicht nur seinen Boss beschützt, sondern auch für seinen zwielichtigen Ruf gefürchtet wird – schließlich hat er seine Frau getötet und kam damit davon. Leonardo DiCaprio („Django Unchained“) hat als weinerlicher Rick Dalton zwar die undankbarere, weil weniger relaxte und coole Rolle, meistert diese aber ebenso überragend, weil er eine größere Bandbreite an Emotionen zeigen darf. Sein Rick Dalton ist ein zerbrechlicher Charakter mit Selbstzweifeln, die er immer wieder mit Selbstbewusstsein zur Seite schieben will. Die beiden sind die zentralen und alles bestimmenden Figuren des Films – das gigantische Staraufgebot dient Tarantino als gelungener Marketinggag und ist pure Dekadenz, wenn es darum geht, seine Zitate mit so viel Starpower wie möglich zu präsentieren. Ein Film über das große Hollywood hat selbstverständlich auch eines der größten Staraufgebote verdient, selbst wenn einige Top-Schauspieler nur einmal kurz durchs Bild laufen.

Fazit: Quentin Tarantinos heißerwarteter „Once Upon A Time In… Hollywood“ ist eine superlustige, grandios gespielte Groteske voller Filmzitate, die eine ganze Reihe von Erwartungen schwer enttäuscht, aber dabei so überraschend anders ist, dass die 159 Minuten Laufzeit wie im Flug vergehen. Und die letzten 15 Minuten sind wohl so ziemlich das Unterhaltsamste, was es seit längerem zu sehen gab.

Die komplette, ausführliche Kritik könnt ihr hier lesen:

Die FILMSTARTS-Kritik zu „Once Upon A Time In... Hollywood“

„Once Upon A Time In... Hollywood“ kommt am 15. August 2019 in die Kinos.

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