Mein FILMSTARTS
    Once Upon A Time... In Hollywood
    Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
    5,0
    Meisterwerk
    Once Upon A Time... In Hollywood

    Tarantinos neues Meisterwerk

    Von Carsten Baumgardt
    Vor zwei Jahren versetzte Kultregisseur Quentin Tarantino die Filmwelt in Ekstase, als er seinen neunten Film „Once Upon A Time... In Hollywood“ ankündigte: ein Thriller-Drama um den bestialischen Mord der Manson-Familie an Roman Polanskis schwangerer Frau Sharon Tate. Dieser barbarische Akt bewegt auch 50 Jahre später noch immer die Menschen. Doch wie seine Story im Detail aussieht, daraus machte Tarantino ein Riesengeheimnis. Stattdessen präsentierte er im Wochentakt einen großen Star nach dem anderen für seinen Cast, bis man als Filmfan vor Neugier zu platzen drohte. Nach der Weltpremiere im Wettbewerb des Filmfestivals von Cannes wissen wir endlich, warum der „Pulp Fiction“-Regisseur schwieg: Er hat uns alle an der Nase herumgeführt und reihenweise falsche Fährten gelegt. „Once Upon A Time... In Hollywood“ hat nämlich praktisch gar keine richtige Handlung, sondern begleitet einfach nur einen strauchelnden Westernstar und sein Stuntdouble 24 Stunden bei ihrer Arbeit im Hollywood des Jahres 1969.

    Auf sein Publikum nimmt Tarantino dabei keine Rücksicht, sondern macht das, was er will. Er bombardiert uns fast schon im Sekundentakt mit (oft auch sehr abseitigen) Popkultur-Zitaten und geht dabei so exzessiv-hysterisch ins Detail, dass man seiner Bitte, bestimmte Filme zur Vorbereitung anzusehen, doch besser nachkommen sollte, um alle Insidergags zu verstehen. Aber keine Sorge: Auch ohne diese Hausaufgabe ist „Once Upon A Time... In Hollywood“ ein Meisterwerk und ein Riesenspaß. Denn die Thriller-Komödie voller Ironie ist unglaublich unterhaltsam, wird von zwei grandiosen Hauptdarstellern getragen und brilliert mit einer Schlussviertelstunde, die das Publikum komplett aus den Socken haut. 

    Cool und lässig: Brad Pitt als Cliff Booth.


    8. Februar 1969: Der Westerndarsteller Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) hat schon bessere Zeiten gesehen. Er zehrt noch von dem nach und nach verblassenden Ruhm seiner einstigen Hit-TV-Serie „Bounty Law“. Doch derzeit wird er nur noch als Bösewicht verheizt, der am Ende neue Helden gut aussehen lässt, wenn sie ihm im Finale die Visage polieren. Immer an seiner Seite ist Cliff Booth (Brad Pitt), sein Stuntdouble, persönlicher Fahrer, Assistent und bester Freund. Der Filmproduzent Marvin Schwarz (Al Pacino) zeigt Rick einen Ausweg und bietet ihm Hauptrollen in Spaghetti-Western an. Aber der Schauspieler will nicht nach Italien und tritt erst einmal als Bösewicht in der TV-Serie „Lancer“ auf. In seiner Nachbarschaft ist derweil der Regie-Shooting-Star Roman Polanski (Rafal Zawierucha) mit seiner Frau, der Schauspielerin Sharon Tate (Margot Robbie), eingezogen...

    Die Ankündigung von Kult-Regisseur Quentin Tarantino („The Hateful 8“), nach exakt zehn Filmen seine Karriere beenden zu wollen, traf die Filmwelt wie ein Donnerschlag - egal, wie ernst man diese Drohung nun nehmen will. So überhöht Tarantino gleichzeitig geschickt jedes weitere Werk zum Megaevent. Die bange Frage: Hat der Filmemacher mit seinem neunten Film „Once Upon A Time... In Hollywood“ seine Zeit und sein Talent sinnvoll investiert? Absolut – so brillant war er lange nicht mehr. Diese exzentrische Hollywood-Huldigung ist allerdings völlig anders, als wir es uns wohl alle vorgestellt haben.

    Trockener Humor statt Manson-Morde


    Stand am Anfang der Berichterstattung über das Projekt die Geschichte des Manson-Kults im Fokus, entpuppt sich dieses vermeintliche Zentrum des Films nun als Nebenhandlung. „Once Upon A Time In… Hollywood“ ist so auch viel weniger spannend, als es zu erwarten war, sondern vor allem sehr, sehr lustig. Tarantino teilt mächtig aus, vor allem gegen die „Fucking Hippies“ (Zitat Rick Dalton), die bei jeder Gelegenheit ihr Fett wegbekommen und beschimpft werden. Die gewohnt brillant-lässigen Dialoge sind derbe, aber es schwingt durchweg ein entwaffnender und trockener Humor mit. Und dafür braucht der für seine kultigen Dialoge bekannte Tarantino gar nicht immer große Worte. Wenn ein neuer Regisseur Rick Dalton altes Image als Westernheld unter einer Hippie-Matte verschwinden lassen will, reicht ein kurzer Blick auf DiCaprios mürrisches Gesicht: Das ist nämlich einfach nur köstlich.

    Meist ist für den Humor aber Brad Pitt („Inglourious Basterds“) zuständig. Als schlagkräftiger Stuntman Cliff Booth, der nicht nur seinen Boss beschützt, sondern auch für seinen zwielichtigen Ruf gefürchtet wird, avanciert er sofort zum absoluten Publikumsliebling. Pitt hat die meisten Lacher auf seiner Seite, weil er lakonisch über den Dingen steht und austeilt, wenn es nötig ist. Eine bereits in den Trailern angedeutete Begegnung von Booth mit Kampfsportlegende Bruce Lee (Mike Moh) ist dann auch das Highlight in diesem an Highlights nicht armen Film – eine schlicht herausragend lustige Sequenz. Leonardo DiCaprio („Django Unchained“) hat als weinerlicher Rick Dalton zwar die undankbarere, weil weniger coole Rolle, meistert diese aber ebenso überragend, weil er eine größere Bandbreite an Emotionen zeigen darf. Sein Rick Dalton ist ein zerbrechlicher, manischer Charakter mit Selbstzweifeln, die er immer wieder zur Seite schieben will.

    In Action: Schauspieler Rick Dalton.


    Die beiden herausragenden Hauptdarsteller haben einen großen Anteil daran, dass es keinen großen Plot braucht, sondern es auch einfach so einen Heidenspaß macht, zwei Jungs zuzusehen, wie sie auf der Suche nach einer Zukunft durch Hollywood irrlichtern und dabei einfach nicht von ihrer Vergangenheit loskommen. Dazu kommt natürlich Quentin Tarantinos meisterliche Inszenierung: Ohne Rücksicht auf historische Genauigkeit erschafft er mit exquisiten Sets seine ganz eigene Version der Traumfabrik im Jahr 1969, die er - mit einem tollen 60er-Jahre-Soundtrack unterlegt - von seinem Stammkameramann Robert Richardson zum Leben erwecken lässt. Die eleganten 35mm-Bilder des dreifachen Oscarpreisträgers („JFK“, „Aviator“, „Hugo Cabret“) passen perfekt zur damaligen Zeit. Und natürlich dürfen ein paar der für den Regisseur so typischen inszenatorischen Kabinettstückchen wie kurz-knackige Rückblenden, die auf den Punkt Argumente in einem Dialog unterstreichen, nicht fehlen.

    „Once Upon A Time... In Hollywood“ ist so natürlich auch die Liebeserklärung eines Kinoverrückten. Und ein solcher Film über das große Hollywood braucht selbstverständlich eines der größten Staraufgebote, das nur denkbar ist. Deswegen bietet der Cast neben den zentralen und alles bestimmenden DiCaprio und Pitt sowie Margot Robbie („I, Tonya“), die auch noch etwas mehr Leinwandzeit hat und optisch perfekt Sharon Tate verkörpert, noch eine lange Liste namhafter Akteure. Teilweise laufen diese Top-Schauspieler nur einmal kurz durchs Bild. Das mag wie ein reiner Marketinggag oder pure Dekadenz wirken, doch oft haben gerade diese Mini-Auftritte, in denen zum Beispiel Kurt Russell („Death Proof“) eine Szene stiehlt oder Damian Lewis („Homeland“) die Leinwandikone Steve McQueen spielt, schon ihren Sinn, weil so selbst Kleinigkeiten an Wichtigkeit gewinnen.  

    Lässig und lustig


    Immer wieder streut Tarantino nicht nur solche überraschenden Auftritte, sondern auch andere, einfach aus der Hüfte geschossen kleine amüsante Gimmicks ein. Diese Momente, in denen zum Beispiel der durchtrainierte Cliff Booth seine Fähigkeiten unter Beweis stellt, tragen oft überhaupt nichts zur Handlung bei, sind aber unerwartet, lässig und vor allem lustig. Das daraus resultierende Aufbrechen einer klassischen storygetriebenen Narration ist in dem satte 161 Minuten langen „Once Upon A Time... In Hollywood“ Konzept: Der Filmemacher schafft durch solche Momente eine außergewöhnliche Atmosphäre, die immer ein bisschen drüber ist, gerade dadurch aber eine rauschhafte Wirkung entfaltet, der man sich nicht entziehen kann.

    Fazit: Quentin Tarantino enttäuscht mit „Once Upon A Time... In Hollywood“ eine ganze Reihe von Erwartungen und liefert gerade deswegen seinen überraschendsten Film. Brad Pitt und Leonardo DiCaprio brillieren dabei als jetzt schon ikonisches Duo in einer mit Filmzitaten gespickten, superlustigen, grandios gespielten, meisterhaften Thriller-Groteske, bei der 161 nostalgische Minuten wie im Flug vergehen - und die letzten 15 davon sind so ziemlich das Unterhaltsamste, was es seit längerem zu sehen gab.

    Wir haben „Once Upon A Time... In Hollywood“ beim Filmfestival in Cannes gesehen, wo er im offiziellen Wettbewerb gezeigt wurde.

    Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
    • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
    • Die besten Filme aller Zeiten: Usermeinung
    • Die besten Filme aller Zeiten: Pressemeinung

    Kommentare

    • Ann Foreyou
      Nach drei Tagen Reflexion stelle ich mir den für mich genial durchgeknallten Tarentino so vor. Irgendwann....vielleicht in einer launigen und alkoholträchtigen Runde bester Freunde, kommt der Meister endlich auf die Idee, zu seinem neuen und schon längst fälligen Drehbuch. Sich seiner treuen Fan Base sicher wirft er eine Wette in den Abend.....eventuell sogar mit einer unverschämten Summe. Diese lautet wie folgt:Ich hole mir die sichere Bank der alten und begnadeten Garde, besetze sie mit Pseudorollen und biete ihnen unter dem Mantel der Verschwiegenheit eine ausreichend hohe Gage um erst gar nicht über die Qualität der Story nachzudenken.....es gibt sie nämlich nicht! Alleine mein Name wird ausreichend sein, um aus Mist Gold zu machen und die nötige Würdigung der Darsteller zu garantieren. Der Inhalt ist irrelevant, wichtig er polarisiert.Auf ein paar Sekunden der Stille folgt das erwartete Johlen und Klatschen der Jungs.Geboren wurde die Idee zu einem Film, welcher im Grunde außer Kopfschütteln nichts hinterlässt, jedoch ausreichend begeistert, weil der Name des Meisters erst gar nichts anderes zulässt.Hollywood.....dort wo alles möglich ist.....oder der Moment, wo Tarentino mir das erste Mal so richtig meine Zeit geklaut hat.
    • Luksman
      Also ich gehe ja ins Kino wenn ich einen Film mit einer tollen Story sehen will. Eine Story, mit Charakteren mit denen ich mitfiebere und mit denen ich mich im guten wie im schlechten identifizieren kann.Tarantinos Filme waren jetzt noch nie wirklich für eine klassische Story bekannt. Und nach dem mittelmäßigen Django Unchained habe ich Hateful Eight komplett sausen lassen, da ich einfach kein Interesse mehr an seinen selbstrefenziellen Dialogen und Charakten gefunden habe. Alle einfach zu cool um wahr zu sein...Dann hab ich aber gehört dass Tarantino einen Film über das alte Hollywood und die Manson-Morde machen wollte, was sich richtig spannend angehört hat.Filmstarts zückt 5 Sterne und dann vertraue ich dieser Seite doch noch einmal.Tjoa...Film vor 3 Tagen geschaut und ja...tolle Optik, tolle Kameraarbeit, tolle Schauspieler, teilweise coole Dialoge aber trotzdem ein Film zum vergessen - weil einfach belanglos. Ich dachte man sieht mehr über die Manson-Morde bzw. die Family wird mehr in die Story miteingebunden. Man sieht Sharon Tate stundenlang zu wie sie Musik hört, Filme schaut etc. nur um am Ende verschont zu bleiben. Mir ist schon klar, dass Tarantino bewusst die Erwartungen umgekehrt hat aber das ist doch schon eine ziemliche Mogelpackung. In dem sowieso Karikatur-haften Inglorious Basterds Hitler und Göbbels abschießen zu lassen passt ja irgendwie noch, aber hier fand ich es doch arg enttäuschend die Geschichte neu zu schreiben. Brad Pitt ist soooo cool, dass nichts aber auch absolut NICHTS ihm etwas anhaben kann. Wow, was für eine Spannung.Dabei hat der Film ja gute Szenen wie bspw. Die Ranch der Manson-Family wo wirklich mal so etwas wie Spannung aufkommt oder die Schauspiel-Szenen mit DiCaprio. Inszenieren kann Tarantino, und auch aus den Schauspielern besondere Leistungen herauskitzeln, aber eine kohärente Story auf keinen Fall.Dieser Film ist am Ende pures Stückwerk. Und ich verstehe bis heute nicht, dass alle Kritiker - Sorry - immer einen St*nder in der Hose kriegen wenn Tarantino irgendetwas abliefert. Er könnte auch einfach 10 Minuten lang filmen wie Hundefutter aus der Dose rutscht und alle würden es abfeiern.Die Klasse eines Pulp Fiction, Reservor Dogs oder Jackie Brown fehlt einfach.
    • Cem Özcakir
      Kennen wir uns, oder woher wollen sie etwas über mich oder meinem Humor wissen wollen? Das sie völlig anderer Meinung sein können, ok. Das sie mein Kommentar absolut überzogen und unsinnig empfinden können, einverstanden. Aber was soll diese persönliche Ebene? Könnten sie mir das mal erklären?
    • Cem Özcakir
      Das macht es nicht besser.
    • KatiaTangian
      Meines Erachtens lebt der Film von Parallelisierungen, wie sie sich bereits bei der Protagonistendoppelung - Schauspieler versus Double - abzeichnet:Der Stuntman Cliff räumt für den abgehalfterten, aber durchaus sympathischen Schauspieler Rick Steine aus dem Weg. In der Schlussszene muss er, ganz der Stuntman, seinen Kopf für Rick herhalten, während Rick wortwörtlich aufsteigen und seinen Nachbarn Roman Polanski kennenlernen darf - wie er es sich von Anfang an gewünscht hatte. So braucht Rick für die Filmindustrie nicht krankheitsbedingt auszufallen, denn dafür ist schließlichein ein Stuntman da. So viel zur Anfangsszene. Gerüchten zufolge soll der wortkarge Cliff in der Vergangenheit einen Mord begangen haben; beim Anblick seiner keifenden Frau auf dem Boot könnte es ihm keiner verübeln. Ohnehin ist seine neue Begleiterin, die Kampfhündin Brandy, eine deutlich bessere Wahl: Nicht nur dass sie nicht winselt (Cliffs explizites Erziehungsziel), sie macht sich auch noch nützlich. Und kämpfen kann sie wie eine große, nicht wie die armselige Pussy von Bruce Lee. Eigentlich müsste aber eine ganz andere Frau dran glauben, nämlich Ricks neue Nachbarin Mrs Polanski. Dieser Showdown wird minuziös vorbereitet. Wir sehen Sharon immer wieder aus der voyeuristischen Perspektive von Cliff(hanger), der als Mädchen für alles Ricks Dachantenne repariert, oder aus der Sicht eines zwielichtigen Passanten, der vor Polanskis Haus lungert und angeblich dessen Vorbesitzer sucht. Auch der Camera-Blick auf Sharon - viel zu oft, viel zu nah, viel zu zeitintensiv - legt eine Rising Action nahe.Aber nix da, Sharon wird verschont. Wie so oft biegt Tarantino kurz vor dem erwarteten Höhepunkt ab und begibt sich in die nächste Handlungs-Serpentine der Hollywood-Hills. Die weibliche Protagoistin darf weiter leben, auch Rosemaries... äh... Sharons Baby. Die Traumfabrik Hollywood macht es möglich. Und es wäre auch schade drum gewesen, all die schönen Haare, langen Beine und das weiße Chichi drumherum, Rock, Stiefeletten, Unterhose...Gleichzeitig findet eine Parallelisierung zwischen Sharon und dem Western-Star Rick statt: Once upon a time wären beide ach so gern große Schauspieler gewesen, beide lechzen nach Lob und Erfolg, egal ob die Bestätigung von Seiten eines Kindes oder aus dem Off eines dunklen Kinosaals kommt, wo Sharon sich selbst beim Unterhosenlüften zusieht.Und so ganz nebenbei werden die Missbrauchsvorwürfe gegen Polanski von der Figur von Pussy in den Raum gestellt, ohne dass Polanski und seine Fürsprecher etwas dagegen tun könnten. Tarantino bleibt unangreifbar, indem er die schwere Last verschiedener Schicksalsschläge und Verbrechen Polanski abnimmt und stuntman-artig auf fremde Schulter verteilt.Bekanntlich muss eine Pistole abgefeuert werden, wenn sie in einem Film vokommt. Tatsächlich wird hier eine ganze Batterie an Waffen frühzeitig eingeführt und rechtzeitig abgefeuert: Pistolen, Flammenwerfer, Kampfhunde, sogar der Stuntman himself kommen ausgiebig zum Einsatz. Und auch das Leben im Wohntruck zieht sich wie ein roter Faden durch den ganzen Film, begleitet von Autos, Zigaretten und Spirituosen - Männer am Rande eines Nervenzusammenbruchs, ein Evergreen also, wobei Cliff in seinem Wohntruck eine bessere Figur macht als Rick in seinem Masken-Truck, obwohl er doch so viele Gründe zum Klagen gehabt hätte.Die Western-Kulisse Ricks Filme und die Geisterstadt der Hippis bilden eine weitere visuelle Klammer um die im positiven Sinne klebrig-zähe Filmhandlung, die nur ab und an von rasanten Auto(ab)fahrten und Faustschlagabtauschen unterbrochen wird. Und man fragt sich, was nun künstlerisch wertvoller und dramaturgisch spannungsreicher ist: konstruierte Plots der Filmindustrie oder die Realität da draußen. Beide Welten berühren sich und konkurieren miteinander andauernd, ach, man könnte ewig so weiter machen...Tarantinos doppelter Boden greift das Motiv des Doppelgängers auf, fährt durchwegs mindestens zweigleisig und überlässt dabei dem Zuschauer großzügig die Deutungshoheit. Allein wegen dieses postfaktischen Kopfkinos hat sich der Kinobesuch schon gelohnt. Oder etwa nicht?
    • Shusher
      Tja, tatsächlich ein richtiger Hate-it-or-love-it-Film. Wenn mich gestern nach dem Kino jemand gefragt hätte, wie ich den Film finde, hätte ich drauf geantwortet: Ich habe keine Ahnung.Nach einem Tag Abstand kann ich beide Seiten verstehen. Wenn man ein Tarantino-Fan ist, sind die 5 Sterne verständlich, weil es einfach ein Film zum Kopfschütteln und ungläubigen Lachen ist, was Tarantino ausmacht. Trotzdem sollte man auch nicht vergessen, dass so einen 2,5h-ohne-Handlung-Film auch nur ganz ganz wenige Regisseure drehen können, ohne zu riskieren, dass das ein unheimlicher Flop wird. Und irgendwie könnte dieser Fakt ein Grund sein, dass das irgendwann ein Kultfilm à la Pulp Fiction werden könnte, allein aufgrund des Hauptdarsteller-Duos.P.S.: So superlustig, wie er hier beschrieben wird, fand ich ihn allerdings bei Weitem nicht. Da hab ich tatsächlich etwas mehr erwartet.
    • Harald M
      Ich fand ihn so zwischen 2-3 Sternen. Wirklich keine Story und nur sinnlos aneinandergereihte Szenen mit sicherlich zahlreichen Annekdoten und super Leistungen von DiCaprio und Pitt - aber das 161 Min.? Muss ich das haben? Ich muss den Film nicht nochmal sehen. Irgendwie wie bei den Hateful Eight, auch da ist bei mir der Funke nicht übergesprungen! Nicht vergleichbar mit Meisterwerken, wie z.B. Pulp Fiction!
    • Gonzo Kules
      Also, du kannst auch auf antworten klicken, dann bleibts übersichtlicher. ^^Ich dachte, du beziehst dich bloß auf seine eigenen Werke, dann nehm ich alles zurück. ;)
    • FLORA
      an GONZO KULESBlöd nur ,daß er ja das Drehbuch geschrieben hat, Ha !
    • FLORA
      Hallo Gonzo Findest du das Blöd ?google mal wikipediaDusk till Dawn DrehbuchAlso er spielt doch da eine der Hauptrollen in dem Film !Mir hats jedenfalls gefallen !Durch den Film Dusk Till Dawn ; bin ich jedenfalls erst , auf Q. Tarantino aufmeksam geworden.dann hab ich INGLOURIUS BASTERDS gesehen,(jetzt sag bloss nicht;das ist auch nicht von ihm)Wo sie den Nazis ,mit dem Messer , Hakenkreuze in die Stirn ritzen und sie sculpieren wollenich muss schon sagen , ich finde TARANTINO ist auf jeden Fall immer, für eine blutige Überraschung gut
    • Gonzo Kules
      Blöd nur, dass FDTD von Rodriguez ist. ^^
    • FLORA
      Betrifft TarantinoDas ist natürlich Alles Geschmacksacheentweder man mag ihn ,oder man mag ihn nichtMein Lieblingsfilm von Tarantino ,ist übrigensFrom Dusk Till DawnDa schockiert Tarantino ja schon ziemlich am Anfang ,in der Rolle als Psycho MörderEs ist auch die einzige Rolle in der ich George Cloony mochte so als Bösewichtähnlich wie in dem neuen Filmwerden da von Tarantino und Cloony 2 charakterlich , untertschiedliche Typen dargestelltDer neue Film ist mir Anfangs etwas zu langatmig :Die Art der Kameraführung ist etwas anstrengend der Blutrünstige und witzige Schluss als Poante ,war wirklich KlasseDas mit Bruce Lee ,war ja nur ein Spaß und stört keinen großen GeistDa konnte man mal lachen.Es wurde ja ; auch früher schon , darüber gelästert,daß ein Mann von 165 cm und 65 Kilogramm ; ja aufpassen muss,mit wem er sich anlegt
    • FLORA
      Wieso steht in der Filmkritik ,dass der Film keine Handlung hat?ich war gestern endlich im Kino ,ich hatte mich schon lang auf den neuen Tarantino Film gefreut.also die Handlung ist doch folgendeEr schildert das Leben und den Charakter,zweier Männer,Der Eine spielt einen Film Schauspieler der in seinen Filmen ,ein Held ist und im waren Leben,ehr ein Versager ist. Der Andere ist einMann dessen Karriere nicht so gut läuft , der aber im Leben einen hartnäckigen Charakter beweißt der weiss wo drauf es ankommt und sich zu wehren weiss.Wodurch er den finalen Kampf überlebt ,gewinntAnfangs etwas zu viel Bla Bla zu viele Details finde ich,aber der Schluss war Klasse , typisch Tarantino , da musste ich richtig lachen !
    • Gravur51
      Ja wieso hast dus dir denn angetan? Hat dich jemand mit ner knarre am Kopf gezwungen?Ps, fand den Film eher mau.
    • xollee
      Super Film, super Darsteller, klasse Story, starke Dialoge, typisch Tarantino. Ich wurde sehr gut unterhalten und kann die 5 Sterne im Review absolut nachvollziehen.
    • Fa B
      Das war ja wohl nix. Es gibt Filme, die ohne Handlung funktionieren. Dieser hier nicht. Eine ziemlich zähe Angelegenheit mit einem Ende, dass sich nicht ins große Ganze einfügen lässt. Gerade von Herrn Tarantino hatte ich mir einen Film über Hollywood unterhaltsamer vorgestellt.
    • Kein_Gast
      Wenn du schon siezen musst, schreib das S bitte groß. Besser noch, bleib beim Du - wir sind hier nicht im Bundestag, Diggi :)
    • Stefan
      Och, Cem ... An deinem Humor musst du noch arbeiten.
    • Brainiac
      Sorry, aber nach Death Proof war das Tarantinos zweit schlechtester Film!Da hilft auch kein Quentin im Name 😄Ich hatte auf einen neuen Pulp Fiction gehofft, aber die 2,5 Stunden waren so was von zäh...Das Highlight waren die letzten 15 Minuten.
    • Brainiac
      Ja, sehe ich genauso!
    Kommentare anzeigen
    Back to Top