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    "Spider-Man: Far From Home": Das bedeutet der Abspann-Schocker fürs MCU
    Von Tobias Mayer — 05.07.2019 um 15:20
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    Wir erklären, welche Auswirkungen die Mid-Credit-Szene aus „Spider-Man: Far From Home“ für die kommenden Filme des Marvel Cinematic Universe haben könnte.

    Sony Pictures

    Achtung Spoiler: Wir verraten den Inhalt von „Spider-Man: Far From Home“

    Marvel-Filme sind erst vorbei, wenn sich die Leinwand schließt. Diese bekannte Regel galt noch nie so sehr wie in „Spider-Man: Far From Home“, dem letzten Marvel-Film 2019 – in dem die Auswirkungen von „Avengers 4: Endgame“ gezeigt werden und nach dem Peter Parker alias Spider-Man (Tom Holland) plötzlich eine verdammt ungewisse Zukunft hat. Vor den Credits hat Spidey den Bösewicht Mysterio (Jake Gyllenhaal) besiegt und sich fröhlich mit seiner neuen Freundin MJ (Zendaya) durch die Straßen New Yorks geschwungen – in der Mid-Credits-Szene wird seine Identität enthüllt, er für eine Monster-Invasion verantwortlich gemacht und als Killer hingestellt. Oh ha!

    In der Mid-Credits-Szene sieht Peter Parker auf einem großen Bildschirm, dass ihn der Daily-Bugle-Journalist J. Jonah Jameson (wie in Sam Raimis „Spider-Man“-Filmen von J.K. Simmons gespielt) bezichtigt, am Angriff der Elementar-Monster und am Tod des Superhelden Quentin Beck Schuld zu sein – und außerdem hält Jameson nicht damit hinterm Berg, dass unter der Maske von Spider-Man ein junger Mann namens Peter Parker steckt. Quentin Beck alias Mysterio hat seinem Gegner posthum damit noch einmal so richtig einen mitgegeben – denn dieser Scharlatan war es, der ein angebliches Beweisvideo manipulierte und samt Spider-Mans Identität an den Daily Bugle gab.

    Was bedeutet dieser Abspann-Schocker für die Zukunft?

    Das gab es bisher in keinem „Spider-Man“-Film: Die Welt weiß nun, wer Spidey ist (übrigens eine nette Anlehnung an „Iron Man“ (2008), wo Tony Starks Identität am Ende ebenfalls enthüllt wird, allerdings freiwillig). Wenn wir davon ausgehen, dass J. Jonah Jameson vor oder im kommenden „Spider-Man 3“ nicht als jemand hingestellt werden kann, der Falschinformationen verbreitet, wird Spider-Man von nun an keine Maske mehr brauchen. Der neue Normal-Zustand wird dann sein, dass jeder weiß, wer er ist – so wie es bei Iron Man oder Captain America der Fall war.

    Im Interview sagte uns Marvel-Filmboss Kevin Feige, dass alle Filmhandlungen irgendwie von den Comics beeinflusst werden, ob direkt oder in einer Abwandlung. In den Comics wurde Spideys Identität schon oft gelüftet (siehe Nerdist.com): Unter anderem sein vielleicht berühmtester Gegenspieler, der Green Goblin, kam hinter das Geheimnis und tötete daraufhin Peter Parkers Freundin Gwen Stacy. An anderer Stelle nahm sich Peter vor Freunden und Familie die Maske ab, nachdem er keine Lust mehr hatte, Spider-Man zu sein (später tat er es dann als Witz ab).

    Aber in „Spider-Man: Far From Home“ wird in einer Nachrichtensendung über Spideys menschliches Ich gesprochen – und damit vor den Augen der ganzen Welt. Auch das passierte bereits in den Comics. Als Spider-Man von Doc Ock demaskiert wurde, kam er zwar dadurch davon, dass einfach niemand glaubte, der Nerd Peter Parker könne ein Superheld sein (außerdem hatte Parker temporär seine Kräfte verloren) – als er aber in den „Civil War“-Comics seine Identität preisgab, nachdem er sich bei der US-Regierung als Superheld registriert hatte, war es deutlich aufwändiger, die Folgen rückgängig zu machen (Spider-Man musste dafür einen Pakt mit Marvel-Teufel Mephisto schließen, in späteren Comics wurde dies allerdings wieder verworfen, sodass es nun Magie von Doctor Strange und der schlaue Reed Richards waren, die Spideys Identität wieder verschleierten).

    Spider-Man in größter Gefahr

    Die „Civil War“-Comics wurden in „Captain America 3“ (2016) adaptiert (ohne die X-Men und die Fantastic Four, weil die Rechte damals noch außerhalb des Zugriffs von Disney lagen). Die Film-Demaskierung lief nun in „Far From Home“ deutlich anders ab als in den Comics, aber die Folgen dürften ähnlich fatal sein – und für die Geschichte des noch nicht terminierten, aber sicheren „Spider-Man 3“ sehr interessant. Schließlich haben wir Spidey seit „Spider-Man“ (2002) schon gegen zig Feinde kämpfen, mehrfach mit seinem Doppelleben hadern und schließlich sogar in Kombination mit den Avengers gesehen, doch ein als Peter Parker enttarnter Spider-Man wäre neu.

    In der Filmreihe würde damit Neuland betreten werden und das erzählerische Potential ist groß: Denn wie Peter Parker in den „Civil War“-Comics auf die harte Tour lernen muss, tat er gut daran, bei seinen Heldentaten stets eine Maske zu tragen. Nun, da alle Welt weiß, wer Spider-Man ist, sind alle von Peters Lieben in Gefahr – Tante May etwa wird von einer Kugel getroffen, die für Peter gedacht war. Sie landet im Koma. Dieser oder ein ähnlicher Plot könnte auch im Kino aufgegriffen werden. Und für Spidey stellt sich hier noch ein weiteres Problem: Wer dem Daily-Bugle-Scharfmacher J. Jonah Jameson glaubt, für den ist der Spinnenmann für Monster-Attacken verantwortlich und für den Tod des Helden Quentin Beck. Spidey muss nun also mehr denn je um seine Lieben kämpfen – und um seine Reputation…

    J.K. Simmons ist zurück!

    J.K. Simmons‘ cholerisch-dreister Daily-Bugle-Chef ist ganz klar die lustigste Figur in Sam Raimis „Spider-Man“-Trilogie mit Tobey Maguire. Seit „Spider-Man 3“ (2007) wird er im Kino schmerzlich vermisst, fehlte er doch sowohl in den beiden „Amazing Spider-Man“-Filmen, also auch im neuen Reboot „Spider-Man: Homecoming“. Mit seiner überraschenden Rückkehr in „Far From Home“ ist Kevin Feige und seinem Team ein Coup gelungen: Nicht nur konnten sie das Comeback vor Kinostart geheimhalten, auch haben sie einen Fan-Liebling zurückgebracht, mit dem sich in der Zukunft noch einiges anstellen lässt.

    Nun glauben wir nicht, dass J. Jonah Jameson aus einer anderen Dimension herübergereist  und deswegen Bote eines Crossovers zwischen den „Spider-Man“-Filmen mit Tobey Maguire und denen mit Tom Holland ist – J.K. Simmons dürfte schlicht ein weiteres Mal für eine Rolle besetzt worden sein, die er in einer anderen Geschichte bereits großartig spielte (und die er außerdem in Videospielen sowie Cartoons sprach). Und wenn man J.K. Simmons nun schon zurückgeholt hat, dann wäre es doch schade, ihn nur in einer Mid-Credit-Szene einzusetzen.

    Daher können wir uns gut vorstellen, dass der gute Jameson – der Mysterio übrigens zum größten Superhelden aller Zeiten erklärt hat – in der „Far From Home“-Fortsetzung „Spider-Man 3“ eine Nebenrolle hat, die so groß ist wie in den Raimi-Filmen – und dass er auch dort seine Meinung ändert, sobald der Wind sich dreht, zum Beispiel was die Frage angeht, wer der größte Held aller Zeiten ist…

    Davon abgesehen: Zum Schluss von „Spider-Man: Far From Home“ sind Mysterios Kollegen, die anderen enttäuschten Ex-Mitarbeiter von Tony Stark, ja noch immer aktiv. Wir würden uns nicht wundern, die Truppe künftig wiederzusehen – sie dürfte all diejenigen Helden piesacken, die sich als neue Avengers in Nachfolge von Iron Man formieren…

    „Spider-Man: Far From Home” läuft seit dem 4. Juli 2019 in den deutschen Kinos. Der nächste MCU-Film startet am 30. April 2020. Es ist zwar noch nicht bekannt, welcher genau, aber wir tippen auf „Black Widow“, der bereits in Dreh ist.

    Spielt "Black Widow" während "Avengers 4: Endgame"? Neue Bilder zeigen nicht nur den Bösewicht

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