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    Skandal um "Once Upon A Time… In Hollywood": PETA erhebt Vorwürfe gegen Quentin Tarantino
    Von Daniel Fabian — 12.08.2019 um 09:30
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    Quentin Tarantinos neunter Film löst eine Debatte nach der anderen aus. Nachdem er bereits für die Darstellung von Sharon Tate sowie von Bruce Lee kritisiert wurde, bekommt er es nun auch mit den Tierschützern zu tun.

    Sony Pictures

    In den vergangenen Wochen stand Quentin Tarantino mit seinem neuen Film „Once Upon A Time… In Hollywood“ immer wieder in der Kritik. So warf ihm Bruce Lees Tochter etwa vor, ihren Vater als „arrogantes Arschloch voller heißer Luft“ darzustellen. Außerdem wird ihm von einigen Kritikern und Zuschauern nachgesagt, Sharon Tate in dem Film zu wenig Aufmerksamkeit zu schenken und Frauen darin grundsätzlich in einem fragwürdigen Licht erscheinen zu lassen. Jetzt folgt auch noch PETA: Die Tierschutzorganisation wirft dem Filmemacher nun vor, Tierquälerei zu unterstützen. Auslöser ist ein kleines, aber entscheidendes Detail an Brandy, dem Pitbull des von Brad Pitt gespielten Stuntman Cliff Booth.

    Die PETA-Anschuldigung gegen Tarantino

    Der vierbeinige Kumpel von Booth, dem gemeinsam mit seinem Herrchen einige der witzigsten Szenen im Film gehören, hat kupierte Ohren. Darunter versteht man einen operativen Eingriff, der ausschließlich aus ästhetischen und nicht aus gesundheitlichen Gründen durchgeführt wird. Diese Verstümmelung wird bei Pitbulls vor allem eingesetzt, um sie gefährlicher wirken zu lassen, was letztlich für ein verfälschtes Bild der Tiere in der Gesellschaft sorgt. Bei PETA findet man eindeutige Worte für Tarantinos Fehltritt:

    „Pitbulls gehören zu den am meisten missbrauchten Tieren. Für seinen Film ‚Once Upon A Time… In Hollywood' hat Tarantino Pitbulls mit kupierten Ohren von einem berüchtigten Züchter genutzt und damit leichtfertig dazu beigetragen, die Situation für die Hunde zu verschlimmern“, heißt es in einem offiziellen Statement. „Genau diese Darstellung der Hunde trägt dazu bei, dass Pitbulls weiterhin als Statussymbole gelten. […] Mit der Darstellungsweise im Film hat Tarantino die jahrelangen Bemühungen zum Schutz der Tiere mit Füßen getreten. Er sollte sich schämen.“ Tarantino hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

    Was würde John Wick sagen?

    Tiermissbrauch beim Film ist leider keine Seltenheit. Das Leid von Tieren ganz bewusst zur Schau zur stellen – etwa wie in „Cannibal Holocaust“, in dem Regisseur Ruggero Deodato eine Schildkröte sogar töten ließ –, kommt heutzutage praktisch gar nicht mehr vor. 2017 sorgte dann noch mal ein Video vom Set von Lasse Halmströms „Bailey - Ein Freund fürs Leben“ für Furore. Darin zu sehen: Ein deutscher Schäferhund, der sich scheinbar mit allen Kräften dagegen wehrt, in ein Becken mit rauschendem Wasser geworfen zu werden. Nach einem Schnitt sieht man schließlich, wie Crew-Mitglieder dem Hund, der mittlerweile unter Wasser ist, zur Hilfe eilen. PETA rief daraufhin sogar zum Boykott des Films auf, die Premiere wurde abgesagt – später stellte sich allerdings heraus, dass das Video extra manipulativ geschnitten wurde, um zu provozieren. Hund Hercules ging und geht es gut.

    PETA-Unterstützer und John-Wick-Darsteller Keanu Reeves dürften die jüngsten Nachrichten jedenfalls auch nicht kalt gelassen haben. Gut, kupierte Ohren sind wohl kein Grund, tatsächlich einen auf John Wick zu machen und jeden zu beseitigen, der irgendwas damit zu tun hatte. Nichtsdestotrotz hat der Actionstar nicht nur im Film, sondern auch im wahren Leben ein Herz für Tiere – und setzt sich deswegen auch an der Seite von PETA für den Tierschutz ein. Ein Fan von Tarantino dürfte der 54-Jährige spätestens nach „Once Upon A Time… In Hollywood“ aber wohl nicht (mehr) sein...

    „Once Upon A Time… In Hollywood“ kommt deutschlandweit am 15. August 2019 in die Kinos.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Once Upon A Time… In Hollywood"

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    Kommentare
    • Dario Mihailovic
      Warum sollten seine Filme krank und scheiße sein? Bist du vielleicht ein konservativer Lindenstraße-Gucker? Irgendwann werden hoffentlich auch solche unnützen und dummen Kommentare weggelöscht aus guten Gründen...
    • Quentino
      Ist PETA nicht dieser verkommene Verein, der 30.000(!) Hunde und Katzen einschläfern ließ, weil ihm die Unterhaltskosten zu teuer waren? (Süddeutsche Zeitung: Peta tötete Zehntausende Tiere)
    • Alex K.
      Tarantino ist ein Arschloch, seine Filme sind krank, scheiße und manchmal auch frauenfeindlich. Irgendwann wird er weggesperrt aus guten Gründen...
    • isom
      PETA sollte sich für die Abschaffung von Stierkämpfen/läufen ,Massentierhaltung ,Zucht von Kampfhunden etc ,etc ,etc. einsetzen ,deshalb unterstütze ich eher WWF und Konsorten ,nicht desto trotz finde ich kosmetische Verstümmelungen von Haustieren ekelhaft .
    • DarrenArrowNo5 .
      Tja und Jüdischen Jungs wird die Gesunde Vorhaut abgeschnitten und ihnen schmerzen zugefügt, völlig unnötig aus Kranken glaube. Das dürft ihr dann auch mal Kritisieren.
    • André McFly
      Peta? Ach das waren die, die entflohene Tiere von der Straße sammeln und am selben Tag einschläfern lassen, so dass die Besitzer, mit Glück, nur noch die Asche ihrer Tiere zurückbekommen, oder?
    • Sentenza93
      Ich dachte anhand der Headline, der arme Hund wäre getreten, misshandelt oder sonst was worden, vielleicht sogar von Tarantino selbst.
    • Simon Missbach
      Erstaunlich, dass PETA immer noch so eine Lobby hat. Mittlerweile sollte die doch keiner mehr ernst nehmen.
    • Simon Missbach
      Dann solltest du das Medium Film und, um ganz sicher zu gehen, am besten auch das Internet komplett meiden. Zuviel Risiko für Realitätsflucht.
    • KaMeo
      Ich mag diese Art von Märchenfilmen ohnehin nicht. Tarantino kommt mir irgendwie kindisch vor. Letztendlich hat niemand etwas von dieser Art Wirklichkeitsflucht.
    • Kelly
      Von Tarantino kreisen auch Bilder im Internet auf denen er an den Zehen von einer klar minderjährigen Person leckt/nuckelt. Ob man so eine Person unterstützen will, bleibt einem selbst überlassen.
    • Defence
      Es sind wesentlich höhere Durchschnittszahlen, die die 90% (bis hin zu 97%) regelmäßig übertreffen.Tierheime, die nichts mit Peta zu tun haben, lassen nicht einmal die Hälfte einschläfern und das auch nur, wenn es keine Alternativen (wie z.b.die Vermittlung von Tieren) gibt und entsprechend langen Zeitrahmen.Peta befreit regelmäßig Tiere, weil angeblich nicht Artgerecht gehalten (was wiederum nur von PETA definiert wird, was artgerecht bedeutet) und lässt diese befreiten Tiere fast schon postwendend töten.Dient alles dazu, um mit solchen Befreiungsaktionen Werbung zu machen, umso Spendengelder zu generieren, um Tierschutz o.die Tiere geht es 0,0 .btwArtgerecht unter Definition von PETA bedeutet z.b., Katzen vegetarisch/vegan zu ernähren. Katzen sind Fleischfresser, benötigen das Fleisch, um gesund zu bleiben, weil die Katze bestimmte Vitamine o.Nährstoffe aufgrund ihres Stoffwechsels nicht anders bekommen o.im Körper selbst produzieren können.Eine Katze vegan zu ernähren ist nichts anderes als Tierquälerei und potenziell tödlich für die Tiere.
    • Defence
      Jau, PETA und Tierschutz in einen Satz - widersprüchlicher geht es kaum noch...Eine in allen Belangen äußerst fragwürdige Organisation, wenn man sich mal etwas näher damit beschäftigt.Da sind permanent misanthrophische Aussagen einschliesslich mehr als unpassende Holocaustvergleiche, die die Opfer der Shoa zumindest indirekt verhöhnen o.die Tatsache, das PETA für die massenweise Tötung von Tieren in ihrer Obhut verantwortlich ist, nur die Spitze des Eisbergs...
    • Howard Philips
      Braucht Peta wieder mediale Aufmerksamkeit und Spenden? Nichts gegen Menschen, die sich für Tierschutz/-rechte einsetzen. Aber das hier schießt am Ziel vorbei. Das ist eine reine Marketing-Aktion.
    • Cirby
      Das wird Peta sicherlich auch machen. Aber auch Unterstützer sollte man verwarnen. So sollte mir klar sein, wenn ich im asiatischen Ausland Elefanten reite, dass dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit Tierquälerei gefördert wird.
    • Saints ofchaos Deluxe
      Der Film spietl zu einer gewissen Ära! Es wäre hier an Peta den Gesetzgeber abzumahnen, dass solche Beschneidungen überhaupt noch durchgeführt werden dürfen! Englische Cockerspaniel wurden auch laaaange Coupiert, weil man befürchtete das der Schwanz beim Jagen brechen könnte. Heutzutage wird der Schwanz drangelassen und es sieht viiiiiiel niedlicher aus :-) Alles ist zu seiner Zeit richtig.
    • Sargschreiner
      PETA schläfert über 70% der Hunde und Katzen in ihren Tierheimen ein.Sie locken Familienhunde mit Leckerlis weg und schläfern diese noch am selben Tag ein.Denen würde ich nicht mal eine Kakerlake anvertrauen.
    • Deliah C. Darhk
      Manipulativ zusammengeschnitten?Fakt bleibt, dass Hercules Kopf unter Wasser war! 😠
    • Gravur51
      Wo bitte ist jetzt in diesem Fall die tierquälrtri?lol.
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