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    "Once Upon A Time… In Hollywood": Bruce Lees Tochter fordert, dass Tarantino seinen Mund halten soll
    Von Nina Becker — 15.08.2019 um 10:20
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    Der über die Medien ausgetragene Streit zwischen Regisseur Quentin Tarantino und Bruce Lees Tochter geht in die nächste Runde. Scheinbar hat Shannon Lee langsam die Nase voll von der Angelegenheit ...

    WE Productions

    Es folgen leichte Spoiler zu Quentin Tarantinos neuem Film „Once Upon A Time… In Hollywood“:

    In „Once Upon A Time… In Hollywood“ kämpft der Schauspieler Cliff Booth (Brad Pitt) an einem TV-Filmset gegen Bruce Lee (Mike Moh). Drei Runden lang fliegen die Fäuste. Die übrige Crew, die das Spektakel beobachtet, ist ganz klar auf der Seite von Booth. Der Grund dafür: Lee ist nicht sonderlich beliebt, weil er so arrogant ist und an einer Stelle sogar großkotzig verkündet, dass selbst Muhammad Ali keine Chance gegen ihn hätte. Diese Darstellung stößt bei vielen Bruce-Lee-Fans auf starken Widerstand - und auch Lees Tochter ist von der Porträtierung ihres Vaters in dem Film sehr enttäuscht ...

    Shannon Lee will, dass Tarantino den Mund hält

    Shannon Lee, Tochter der Martial-Arts-Legende Bruce Lee, zeigte sich entsetzt darüber, dass der Regisseur ihren Vater als „arrogantes Arschloch voller heißer Luft“ darstellt. Quentin Tarantino, der in einer Pressekonferenz auf die Kritik angesprochen wurde, sah es allerdings nicht ein, sich dafür zu entschuldigen, sondern betonte noch einmal, dass Lee „schon irgendwie ein arroganter Typ“ gewesen sei. In einem Interview mit Variety wehrt sich Shannon Lee jetzt gegen diese erneuten Aussagen.

    Auf die Frage, wie Tarantino weiter mit der Sache umgehen könnte, antwortete Lee: Er könnte den Mund halten. Das wäre sehr schön. Oder er könnte sich entschuldigen und sagen: ‚Ich weiß wirklich nicht, wie Bruce Lee war. Ich habe seine Figur für meinen Film geschrieben. Aber es sollte nicht so verstanden werden, dass er wirklich so war’“.

    Lee erklärte weiter, dass sie nicht verstehe, wie Tarantino auf der einen Seite behaupten könne, dass es sich um Fiktion handle und darum völlig egal sei und auf der anderen Seite daran festhalte, dass Bruce Lee auch in der Realität arrogant gewesen sei.

    Liegt Tarantino falsch?

    Dass Bruce Lee tatsächlich sehr arrogant gewesen sei, macht Tarantino nicht nur an eigenen Beobachtungen fest, sondern eben auch an dem Satz über Ali, der angeblich von dem Martial-Arts-Künstler persönlich stammen soll. Lee soll demnach tatsächlich behauptet haben, er würde in einem Kampf sogar den Boxer Muhammad Ali schlagen. Tarantino wies daraufhin, dass diese Aussage im Buch „Bruce Lee: The Man Only I Knew“ stehen würde - und dabei handelt es sich immerhin um eine von Lees Frau Linda Lee Cadwell geschriebene Biographie. Im Buch steht allerdings ein anderer Satz, nämlich: „Die, die ihn kämpfen gesehen haben, hätten darauf gewettet, dass er Cassius Clay (Muhammad Ali) besiegen würde“. Die Aussage stammt also gar nicht von Lee selbst, sondern von denjenigen, die seine Filme gesehen haben.

    Mal sehen, ob sich Tarantino noch einmal zu Lees neuesten Aussagen äußern wird. „Once Upon A Time… In Hollywood“ läuft ab heute in den deutschen Kinos.

    "Once Upon A Time… In Hollywood": PETA erhebt Vorwürfe gegen Tarantino

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    Kommentare
    • Deliah C. Darhk
      So ein Umzug ist halt teuer ..... ;)
    • Deliah C. Darhk
      Dein erster Satz stellt mE primär eine Diffamierung dar.Aufbauend auf dem von mir angegebenen Kenntnisstand war meine Ausführung schlüssig und somit sinnig.'Unrichtig' wäre da der angemessene Begriff gewesen.Dass der Kampf abgebrochen wurde sagt weder etwas zur Wertung noch zur Überlegenheit eines der Kämpfenden aus.Auch Profi-Boxkämpfe enden nicht immer mit K. O., und auch wenn ein Kampf mal abgebrochen werden muss gibt es noch eine Punktewertung, die festhält wer bis dahin in Führung / überlegen war. Daher kann Lee bis zum Abbruch durchaus versohlt worden sein (wobei ich das ja nun nicht genau weiss und die Definition auch wieder vom Blickwinkel abhängt).Mit Deswegen wird gezeigt, dass er gegen einen Gegner mithalten kann, dessen Ausbildung alle kennen. transportierst Du doch selbst, dass die weiße Figur offenbar ohne Probleme der asiatischen Ikone seine Überlegenheit demonstriert.Da er als Underdog gegen besagte Ikone mithalten kann, beschädigt er ja deren Status in der Wahrnehmung Dritter, ohne selbst das Risiko eines solchen Imageschadens mittragen zu müssen, da er selbst nun mal nicht unter dem Erwartungsdruck stand den vermeintlich chancenlosen Gegner besiegen zu müssen.Dieser Kontext bedeutet die Überlegenheit der Figur, weil kann es sich erlauben, da nix zu verlieren.Überlegenheit beschränkt sich ja nicht auf physische Auseinandersetzungen.Es ist übrigens schon immer in der Kunst so, dass unterschiedliche Interpretationen und Meinungen voraussetzen, dass man eine unstrittige gemeinsame inhaltliche Grundlage hat.Die gemeinsame Grundlage sind in einem Film Bild und Ton.Die Interpretation beginnt mit der Wertung dieser.Zum Fakt zu erklären, dass es sich um eindeutige Schwarz-Weiß-Fakten handele, zu denen man keinen anderen Blickwinkel haben könne ist Teil der Interpretation und nicht des Inhaltes.
    • Björn Becher, FILMSTARTS.de
      Sorry, das ist einfach nur Unsinn. Man kann Fakten interpretieren, eine Aussage daraus ableiten, aber die Fakten selbst bleiben die Fakten. Hier ist der Fakt: Der Kampf endet (SPOILER) unentschieden, weil er mittendrin abgebrochen wird. Falsch: Person A versohlt Person B den Hintern. Falsch: Person A zeigt ohne Probleme (!!!) Überlegenheit über Person B. (SPOILER-ENDE!)Interpretation dagegen - so mal zur Abgrenzung: Es geht in der Szene gerade darum (SPOILER), zu zeigen, wie gut ausgebildet der eine Mann in dieser Szene ist, weil das für den späteren Film ungemein wichtig. Deswegen wird gezeigt, dass er gegen einen Gegner mithalten kann, dessen Ausbildung alle kennen. (SPOILER-ENDE)Es ist übrigens schon immer in der Kunst so, dass unterschiedliche Interpretationen und Meinungen voraussetzen, dass man eine unstrittige gemeinsame inhaltliche Grundlage hat. Sonst kann man gar nicht über unterschiedliche Meinungen diskutieren oder andere Interpretationen auch nur versuchen zu verstehen. Wenn das nicht klappt, dann gute Nacht...
    • Deliah C. Darhk
      Nun ja, wenn ich lese, dass Lee da von einem nicht mehr jungen weissen Mann ohne gleichwertige Kampfausbildung der Hintern versohlt wird (soweit mein Informationsstand, da ich nicht beabsichtige den Film zu sehen), dann sehe ich gerade bei einem traditionell immer sehr kontrovers aufzufassenden Tarantino-Werk durchaus einen Interpretationsspielraum für diese Aussage, denn besagter weisser Mann demonstriert damit ja seine Überlegenheit dieser asiatischen Ikone gegenüber.'Ohne Probleme' ist dann ein zu diskutierender Inhalt.Bei einer körperlichen Auseinandersetzung auch ein paar einzustecken liegt ja eher in der Natur der Sache, als ein Problem darzustellen. Hängt halt sehr davon ab, wie man es wegstecken kann.In der Integralrechnung lässt sich mathematisch korrekt nachweisen, dass 2+2 auch 5 sein kann.Liest sich zwar etwas strange, ist aber auch ein Fakt.;)Was ich damit sagen will: Bei der Interpretation eines Kunstwerke ist es schwierig die Aussage als Fakt zu kommunizieren.Da gibt es nahezu immer auch Gegenansichten, die sich ebenso argumentieren lassen.EditNachdem ich @Methusalem eben noch einmal gelesen habe, kommt mir in den Sinn, dass 'ohne Probleme' in diesem Kontext auch 'ohne schwerwiegende Folgen' bedeuten kann.Gibt's es denn solche Folgen für die weiße Figur im Film?
    • Björn Becher, FILMSTARTS.de
      Ich glaube, sie hat den Film gesehen und sie hat Ahnung. Sie äußert eine Meinung (die ich nicht durchweg teile, die man aber haben kann), aber sie äußerst absolut nicht diesen Vorwurf, der. Sie findet Bruce Lees Darstellung misslungen, aber sie sagt nie, dass irgendwer ohne Probleme Überlegenheit gegenüber ihm zeigt. Das wäre nämlich einfach nur faktisch falsch. Das kommt nicht vor und wird auch nicht angedeutet.
    • Björn Becher, FILMSTARTS.de
      Zu eindeutigen Schwarz-Weiß-Fakten kann man keinen anderen Blickwinkel haben (ich weiß, dass dies in der heutigen postfaktischen Welt und gerade von sehr vielen Stamm.-Kommentaren hier auf Filmstarts anders gesehen wird, aber sorry 2+2 bleibt 4 und wird nie 22). Und der Film zeigt eben nicht, dass weiße alte Männer selbst größten asiatischen Ikone des Kampfsports ohne Probleme (!!!) ihre Überlegenheit zeigen können. Das passiert einfach nicht.
    • natchan
      Es geht ja aber auch um die Aussagen danach von Quentin. Er hätte ja sagen können, ist nur Fiktion. Aber er hat gesagt, dass Lee halt arrogant war und dass würde ich auch nicht über meinen Vater einfach so stehen lassen und ich hoffe du auch nicht.
    • Rex_Kramer
      Ja, wenn man von einer so nahestehenden Person verletzt wird, ist das besonders schlimm.Erzählen an sich wäre kein Problem, aber nicht hier. Hat also nichts mit Dir zu tun, keine Sorge.
    • FilmFan
      Immer noch? :D
    • FilmFan
      Bin ganz bei der Tochter. Und ich gehe sogar noch weiter. Aber auch nur weil ich diesen selbstherrlichen A...T nicht mag. Weder seine Filme noch den Typen an sich. Tarantino sollte nicht nur seinen Mund halten, er sollte aufhören schwachsinnige Filme zu drehen.So. Nun sind meine Fans dran ;).
    • sdli93
      Und Verona Feldbusch macht wieder Werbung für Spinat. Blubb.
    • Cem Ö.
      Heißt aber noch lange nicht das man jeden Scheiß hinnehmen muss!
    • Cem Ö.
      Erzähl kein Müll man.
    • Deliah C. Darhk
      ... oder einfach einen anderen Blickwinkel vertritt.Soll vorkommen.
    • Deliah C. Darhk
      Sorry, das ist Quatsch.Hast Du schon mal einem Kind einen abwesenden Elternteil erklärt? Ich musste das bei meiner Grossen. Hat 16/17 Jahre gedauert, bis sie wirklich verstanden hat, wer, wie ihr Erzeuger war. Aber heute, weiss sie es ganz genau, u,d sie war noch keine vier Monate, als sie ihn zuletzt sah.Wer da Müll erzählt gehört sicher nicht zur Repräsentant Alleinerziehender, zumal es noch andere Bezugsquellen gibt: Grosseltern, Onkel, Tanten, Freunde ...Wenn da ein Bild aus der Reihe tanzt, kriegen die Kinder das mit, und dann wird gebohrt, notfalls über Jahre, ggflls bis ins Erwachsenenalter, bis sie ihre Antworten haben.Willst Du das ernsthaft mit Tarantinos zusammengebastelter Vorstellung über zig Ecken gleichsetzen?Hat dem schon mal jemand über Lees Gefühle oder wie er sie ausdrückte erzählt, mit ihm darüber gesprochen was Lee bewegte und wie er dachte?Ich habe diesen Eindruck nicht.
    • Deliah C. Darhk
      Na ja, ich erinnere mich durchaus an Ereignisse und Personen aus diesem Lebensjahr.'Angehörige' schliesst z. B. auch seine Witwe mit ein. Ich denke, die kannte ihn gut genug, um ihn seinen Kindern zu vermitteln.
    • Deliah C. Darhk
      Es ist eine reale Person.
    • Deliah C. Darhk
      Danke.Einer der Gründe, warum ich meine Mutter nicht besonders gut leiden kann.Ich liebe sie zwar, aber ich mag sie nicht.Ist etwas schwierig zu beschreiben.War es ein Unfall?Du musst nichts erzählen. Ist deine Entscheidung.
    • greekfreak
      Shannon Lee ist selber trainierte Kampfsportlerin,Daniel Inosanto hat sie trainiert(der hat ihrem Daddy übrigens den Umgang mit dem Nunchuk beigebracht),würde für Quentin nicht gut ausgehen.😉
    • Rex_Kramer
      So ein verbales Nachtreten ist echt brutal und taktlos.Bei mir waren es leider beide Elternteile...So etwas hinterlässt natürlich Wunden, es prägt einen.Ich denke ich bin noch gut weggekommen.Auch Dir alles Gute.
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