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    "Harry Potter 8": Darum ist die Fortsetzung von "Heiligtümer des Todes" im Kino so wahrscheinlich
    Von Annemarie Havran — 18.01.2020 um 14:00
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    Trotz aller Beteuerungen, dass man nach „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ keine Fortsetzung der Filmreihe plane, glauben wir: „Harry Potter und das verwunschene Kind“ wird verfilmt werden! Und es gibt gute Gründe für diese Annahme...

    Warner Bros.

    Bislang betonte J.K. Rowling immer wieder, dass ihr Theaterstück „Harry Potter und das verwunschene Kind“ nicht verfilmt werde. Das überrascht nicht, schließlich sollen derzeit und auch in den kommenden Jahren die „Phantastische Tierwesen“-Filme im Vordergrund stehen, derer fünf geplant sind. Geschafft hat man allerdings erst zwei und schon vor dem dritten gibt es Probleme: Der Termin musste verschoben werden, Johnny Depp ist umstritten, die Reaktionen von Fans und Kritikern sind durchwachsen.

    Und dabei liegt der garantierte Kinoerfolg für Warner und J.K. Rowling mit dem Theaterstück doch schon längst auf dem Silbertablett, fix und fertig mit ausgearbeiteter Vorlage und der Möglichkeit, Harry Potter himself zurückzubringen! Da könnte ein Newt Scamander nicht mithalten, selbst wenn er den jungen Albus Dumbledore im Gepäck hat.

    Und dessen dürften sich Warner und Rowling auch sehr wohl bewusst sein. Wir glauben: „Harry Potter und das verwunschene Kind“ wird noch als „Harry Potter 8“ verfilmt! Und für diese Annahme gibt es auch stichhaltige Gründe:

    1. Wizarding World: Alles unter einem Dach

    Das größte Indiz ist, dass sich Warner Bros., das Studio hinter den „Potter“- und „Tierwesen“-Filmen, schon längst die Rechte an dem Stück gesichert hat. Im Sommer 2019 wurden dann auch die Schriftzüge an den Spielstätten von „Harry Potter And The Cursed Child“ (so der Originaltitel) geändert, sodass auch dort jetzt die für die Filme typische Schrift mit dem „P“ als Blitz verwendet wird.

    Nicht nur der Look des Franchises wurde vereinheitlicht, das Theaterstück gehört nach dem Kauf durch Warner nun auch offiziell zur sogenannten Wizarding World, der offiziellen Dachmarke der „Harry Potter“ und „Phantastische Tierwesen“-Reihen. Alles im Wizarding-World-Universum kann miteinander verknüpft werden und wird von Warner und J.K. Rowling kontrolliert. Die Wizarding-World-Website ersetzte 2019 dann auch Rowlings Potter-Portal Pottermore.

    Mehr zur Vereinheitlichung des Looks von Theaterstück und Filmreihe könnt ihr hier nachlesen:

    "Harry Potter": Das steckt hinter J.K. Rowlings mysteriöser Ankündigung

    2. Die literarische Vorlage ist vorhanden

    Ein weiterer Grund, warum „Harry Potter und das verwunschene Kind“ geradezu danach schreit, verfilmt zu werden: J.K. Rowling hat einen Großteil der Arbeit bereits erledigt. Sie hat ein komplettes Theaterstück geschrieben, die Geschichte müsste also nur noch in ein Drehbuch umgewandelt werden. Solches Gold will kein Studio der Welt einfach liegenlassen, zumal das Theaterstück seine Fans hat.

    Außerdem erlebt Warner mit der „Tierwesen“-Reihe gerade, dass selbst die beliebteste Marke an einer fehlenden Vorlage kranken kann. Zu „Phantastische Tierwesen“ schreibt Rowling zwar die Drehbücher, es gibt aber keine Geschichten, auf denen die Filme basieren – als Inspiration diente lediglich das fiktionale Hogwarts-Schulbuch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, das Rowling dann auch als echten Sammelband über die unglaublichen Tiere des Potterversums veröffentlicht hat.

    3. "Tierwesen" schwächeln – ist die fehlende Vorlage schuld?

    Eine Handlung hat das Buch allerdings nicht… und die daraus gesponnene Geschichte gleich auf fünf (!) Filme auszuwalzen, scheint sich für Warner ebenfalls nicht als geniale Idee herausgestellt zu haben. Dass man für die Abenteuer von Newt Scamander (Eddie Redmayne) und die damit verquickten Schicksale von Albus Dumbledore (Jude Law) und Gellert Grindelwald (Johnny Depp) nicht einfach eine Trilogie wählte, scheint eher finanzielle als kreative Gründe gehabt zu haben.

    Nachdem auch schon das dünne „Der Hobbit“-Büchlein auf drei Filme ausgewalzt wurde, die nicht an den Erfolg von „Der Herr der Ringe“ anknüpfen konnten, dürfte Warner spätestens jetzt gelernt haben, dass eine bekannte Marke das Publikum trotzdem ermüden kann, wenn man das kaum (bis gar nicht) vorhandene Ursprungsmaterial zu sehr streckt.

    Will man bei Warner aber weiterhin aufs „Potter“-Pferd setzen, könnte die Schlussfolgerung nun sein: Nach (oder parallel zu) der „Tierwesen“-Reihe verfilmt man endlich wieder was Handfestes, nämlich das bereits existierende Theaterstück!

    4. Ein garantiert Hit – erst recht mit dem Original-Cast

    Und wer, der mit Harry Potter aufgewachsen ist, würde nicht ins Kino stürmen, um den Zauberer wieder auf der großen Leinwand zu sehen? Harry Potter wäre dann erwachsen geworden, genauso wie es die Menschen wären, die einst als Kinder für die neuen Romane vor den Buchläden Schlange standen und/oder ins Kino gingen.

    Es gibt fast nichts, was die Kinogänger auf der Leinwand lieber sehen als bereits bekannte und ins Herz geschlossene Figuren, und das weiß auch Warner. Der Clou: Die Darsteller könnten so gut wie alle zurückkehren, denn sie sind mit ihren Rollen mitgewachsen. Daniel RadcliffeEmma Watson und Rupert Grint erreichen in den kommenden Jahren das Alter, das ihre Figuren in „Das verwunschene Kind“ haben, nämlich Mitte 30.

    Das Datum, an dem Harry und Co. ihre Kinder im Epilog von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ in ihrer fiktionalen Welt in den Hogwarts-Express setzen, wurde in der Realität sogar schon erreicht: Es war der 1. September 2017. Die Realität hat die Fiktion ein- und überholt, die Darsteller sind nun im passenden Alter, müssten für den Film nicht älter geschminkt werden, wie es noch in „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2“ der Fall war.

    5. Daniel Radcliffe und Co. für Rückkehr offen

    Natürlich wurden die „Harry Potter“-Darsteller in den vergangenen Jahren immer wieder gefragt, ob sie sich vorstellen könnten, ihre ikonischen Rollen noch einmal einzunehmen. Und bislang zeigten sie sich alle offen. Für Severus Snape müsste aber natürlich ein neuer Schauspieler gefunden werden, nachdem dessen Darsteller Alan Rickman 2016 verstarb.

    Worauf wartest du also noch, Warner?

    Wir legen uns fest: „Harry Potter und das verwunschene Kind“ wird noch verfilmt. Und wir tippen sogar schon das Jahr des Kinostarts: 2026, zum 25. Jubiläum des „Harry Potter und der Stein der Weisen“-Films.

    Zieht Warner seine „Tierwesen“-Reihe durch, wäre die dann nämlich auch abgeschlossen…

    "Phantastische Tierwesen 3" offiziell angekündigt: Kinostart steht fest

    Übrigens: Wer sich noch einmal ins Gedächtnis rufen mochte, wie die „Harry Potter“-Filmreihe endet und wie die Epilog-Szene an Gleis Gleis 9¾ aussieht, hat am Samstag, den 18. Januar 2020 mal wieder die Gelegenheit dazu: „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2“ läuft um 20.15 Uhr auf SAT.1.
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    Kommentare
    • Gold Kreis
      ne meinte das er tot ist! der starb im letzten teil
    • BLSwagger
      Bitte nicht, ich liebe die Harry Potter Bücher abgöttisch aber The Cursed Child ist ganz großer Bockmist
    • CineTin
      In ein paar Jahren sicher denkbar, sofern J.K. Rowling sich umstimmen lässt. Warner Bros. dürfte jedenfalls starkes Interesse daran haben eine seiner erfolgreichsten IPs weiter auszubauen. Ich finde das Theaterstück super und eine filmische Umsetzung mit dem Originalcast wäre interessant. Ich kann aber auch damit leben, wenn es exklusiv auf der Bühne bleibt.
    • Questor
      Mit den Originaldarstellern sind Watson, Grint und Radcliffe gemeint ;-)
    • Julia Heuken
      Ich wünsche sehr , das das verfilmt wird, ist ein tolles Script Buch und der achte Teil, das wird super, ich kann nicht verreisen, weil ich krank bin und kann auch nicht nach Hamburg und man möchte den 8 Teil haben, ich wünsche ganz von Herzen, das das verfilmt wird, im Kino, DVD/Blue-Ray, die Disc, wie die Bücher besonders wichtig, damit es hat und immer sehen kann, ist ein ganz besonderer Wunsch von mir.
    • André McFly
      Niemand will das verwunschene Kind sehen. Es ist eine schlechte Fanfiction.
    • Cirby
      Volle Zustimmung!
    • Cirby
      Der wird animiert, vielleicht ist er dann auch endlich ein Animagus 😂.
    • Cirby
      Vom Finanziellen ganz sicher. Vom Qualitativen eher schwierig. Da fällt ja die HP-Reihe selbst sehr unterschiedlich aus.
    • Cirby
      Und ich nenne euch einen Grund, warum Warner zögern wird: Die Story des Theaterstücks ist totaler Schrott! Rowling (Thorne) spinnt da ein Zeitreisegespinnst zusammen, dass Marvel neidisch würde, und natürlich darf jeder Charakter nostalgisch nochmal vorbeischauen, das DisneyStarWars neidisch würde.Fantastische Tierwesen ist dagegen super.
    • Gold Kreis
      ein neuer 7teiler mit dem erwachsenen 3er gespann und deren kindern wäre wohl ein größerer erfolg geworden als die nicht so phantastischen tierwesen.
    • Quentino
      Mit der fragwürdigen Entscheidung, dass Hermine im Theaterstück unbedingt eine ethnische Schwarze sein muss, hat man sich den Weg zu einer Verfilmung mit den Originaldarstellern schlichtweg verbaut.
    • Pändabar
      Punkt 2 und 3 sind aber zusammengenommen Schwachsinn hoch fünf.Zunächst also hat Rowling das Theaterstück ja gar nicht geschrieben - aber kreativ sicher genauso viel Schuld wie der eigentliche Autor Jack Thorne -, und ich für meinen Teil finde es auf vielen Ebenen grottig, mir wäre da auch kein ernstzunehmender HP-Leser bekannt, der das anders sieht - oder doch?Und dann den Gegensatz zur FB-Reihe zu ziehen, die ja keine Vorlage hat, aber als Original von Rowling begonnen wurde - eben direkt als Drehbuch und nicht als 'Theaterstück' oder dergleichen, ist literarischer Irrsinn. Also das Drama fürs Theater kann als eine literarische Vorlage für ein Drehbuch genommen werden, aber ein Originaldrehbuch ist keine gute Arbeitsgrundlage für einen Film? Da platzt einem womöglich der Schädel, wenn man da länger drüber nachdenkt.
    • Phil
      Randy Newman hatte Ende der Achtziger mal einen Hit, der hieß It's Money That Matters... Guter Mainstream-Rocksong und ein passendes Video gibt's auch dazu.
    • Sentenza93
      Ich kann Euch etwa 7 Milliarden Gründe nennen.
    • Rockatansky
      Ob der Originalcast zurückkommen würde, da wäre ich mir garnicht so sicher. Klar haben die bisher eine Rückkehr nie ausgeschlossen, jedoch war diese bisher doch auch eigentlich nie eine wirkliche Option und dann kann man viel sagen um Fans nicht vor den Kopf zu stoßen. Ausserdem sind Emma Watson und besonders Radcliffe ja gerade dabei sich von Ihren Potter-Rollen zu emanzipieren.
    • V_ossi
      Als einmaliges Fanservice Event kann ich mir das durchaus vorstellen. Ein 130 Minuten langer, die nostalgischen Gefühle der Zuschauer bedienender Film mit dem original Cast, einigen bekannten Orten und einer abgeschlossenen Handlung.Das könnte, wie Star Wars 7, ein riesiger Erfolg werden.Wenn man das aber als Sprungbrett für eine neue Welle Wizarding World Filme mit eskalierenden noch böseren Bösewichten nehmen will, dann wird den Film das Star Wars 7 bis 9 Schicksal treffen und die Fans werden es als seelenloses Cash Grab ablehnen.
    • Dennis Beck
      Gerade, weil ich Fan der Harry-Potter-Filme und vor allem der Romane bin, sage ich einfach nein, nein, nein. Die Kuh muss nicht immer bis zum letzten Tropfen gemolken werden. Bereits die Tierwesen-Reihe sehe ich kritisch und ist Cash Grab, selbst wenn der erste Teil mich positiv überrascht hat. Das verwunschene Kind ist als Theaterstück akzeptiert, aber eine Verfilmung lehne ich kategorisch ab. Kein Fan der Welt wird auf so etwas warten. Und wenn es jemand tut, ist dieser kein Fan.
    • Gold Kreis
      ach für Severus Snape muss kein neuer schauspieler gefunden werden.🤦‍♂️
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