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Roland Emmerich

Familienstand

Nationalität Deutsch
Geburtstag 10. November 1955 (Stuttgart - Deutschland)
Alter 62 Jahre alt

Biographie

Regisseur Roland Emmerich lehrt seinem Publikum die Angst vor der großen Katastrophe, aber auch den Mut, alle Widrigkeiten im Angesicht der drohenden Vernichtung zu überwinden. Der "Schwabe in Hollywood" steht für fulminantes Effektkino zwischen Endzeit und Science-Fiction. Zu seinen zentralen Werken zählen der Alien-Kracher „Independence Day“, das Monsterfilm-Remake „Godzilla“ sowie der Katastrophenfilm „The Day After Tomorrow“. Dabei wirkt Emmerich nicht nur als Regisseur, sondern produziert und schreibt seine Geschichten häufig selbst.

Die Stille vor dem Sturm

Roland Emmerich wurde am 10. November 1955 in Stuttgart geboren und wuchs in einem behaglichen Elternhaus in Sindelfingen auf. Nach dem Besuch des Gymnasiums in den Pfarrwiesen spielte Emmerich mit dem Gedanken, Kunst zu studieren, absolvierte dann aber zunächst ein dreimonatiges Volontariat beim Süddeutschen Rundfunk. Anschließend begann er ein Studium an der Münchener Hochschule für Film und Fernsehen im Bereich Szenenbild, entschied sich später aber für die Regie. Seine Schwester Ute Emmerich sollte im weiteren Verlauf seiner Karriere eine wichtige Mitarbeiterin in der eigenen Produktionsfirma werden.

Ein erstes Ausrufezeichen

Noch während des Studiums machte Roland Emmerich mit dem Drama „Franzmann“ (1979) auf sich aufmerksam, in dem sich ein junger Mann im Jahre 1937 entscheiden muss, ob er dem Rat seiner Mutter folgend das heraufdämmernde Nazi-Deutschland in Richtung Frankreich verlässt, oder ob er in der Heimat bleibt und ins familiäre Unternehmen einsteigt. Der 47-minütige Film wurde auch auf den Hofer Filmtagen gezeigt. Seiner Passion für das Gigantische frönte der Regisseur erstmals ins einem Abschlussfilm „Das Arche Noah Prinzip“ an der Münchener Filmhochschule. Der Film sprengte den üblichen Budgetrahmen um ein Vielfaches und ging als bis dahin kostspieligstes Abschlusswerk in die Geschichte der Hochschule ein. Für den Science-Fiction-Thriller, in dem eine für die Wetterkontrolle installierte Weltraumstation zu militärischen Zwecken missbraucht werden soll, trieb Emmerich damals 1,2 Millionen D-Mark auf - üblich waren etwa 20.000 D-Mark. Schon damals also legte der Filmemacher viel Wert auf verblüffende Effekte. 1984 nahm Emmerich mit "Das Arche Noah Prinzip" außerdem am Wettbewerb der Berlinale teil. Der Film wurde dabei auch international ausgewertet und so konnte Emmerich einen ersten Achtungserfolg verbuchen.

Mit schwäbischer Tugend nach Hollywood

Der Erfolg ermutigte Emmerich für den eingeschlagenen Pfad. Gemeinsam mit seiner Schwester Ute, die inzwischen als Geschäftsführerin der von Roland Emmerich gegründeten Produktionsfirma Centropolis agierte, realisierte der Schwabe Genrebeiträge im Geiste seiner Vorbilder Steven Spielberg und George Lucas, dessen „Krieg der Sterne“ Emmerich seinerzeit mächtig beeindruckt hatte. In „Joey“ erzählt Emmerich von einem Jungen mit telekinetischen Kräften, der sich gegen einen düsteren Geist aus dem Jenseits beweisen muss; im 1989 erschienen „Moon 44“ hingegen entbrennt ein Kampf um Rohstoffvorkommen auf Monden außerhalb unseres Sonnensystems. Die technische Virtuosität der beiden Filme wurde von den Kritikern gelobt. Gleichzeitig warfen sie Emmerich aber vor, seine Filme würden zu keiner Zeit die Magie von Vorbildern wie Spielbergs „E.T.“, Hoopers „Poltergeist“ oder Lucas' „Krieg der Sterne“ erreichen. Trotz kritischer Stimmen wurde Emmerich bald von Hollywood engagiert, vor allem auch deshalb, weil der Schwabe aus verhältnismäßig geringen Budgets - „Moon 44“ kostete beispielsweise 7 Millionen D-Mark - stets das Optimum herausholte.

Keine halben Sachen

Emmerichs Einstieg ins Big Business war der Science-Fiction-Action-Film „Universal Soldier“ mit Jean-Claude Van Damme und Dolph Lundgren. Der Streifen handelt von zwei Soldaten, die nach ihrem Tod tiefgefroren und Jahre später genmanipuliert wieder aufgetaut werden, um als Kampfmaschinen Aufträge zu übernehmen. Die von Van Damme gespielte Figur erinnert sich jedoch ungewollter Weise an die eigene Vergangenheit und rebelliert gegen das Programm. Auch in Amerika funktionierte Emmerichs Action-Formel: Dem Film war ein kommerzieller Erfolg beschieden. Es folgte „Stargate“ mit Kurt Russell und James Spader, in dem Emmerich ägyptische Mythologie mit Science Fiction verwob. Der Film stieß bei den Kritikern auf geteiltes Echo, avancierte aber unter den Fans zum Kult. Sein kommerzielles Meisterstück lieferte Emmerich schließlich 1996 mit "Independence Day" ab: Zwar fiel auch dieser Film um eine Alieninvasion alles andere als bescheiden aus und wartete mit jeder Menge Pathos auf. Darüber hinaus konnte Emmerich dieses Mal aber auch mit seinen Figuren überzeugen. „Independence Day“, der mit Will Smith, Jeff Goldblum, Bill Pullman zudem hochkarätig besetzt war, spielte das zig-fache seiner Produktionskosten ein und katapultierte Emmerich in die Champions League der Hollywood-Regisseure.

Never change a winning team?

Mit seinem bewährten Team, bestehend aus seiner Schwester Ute als Mitproduzentin, Co-Autor Dean Devlin und diversen weiteren Mitstreitern, inszenierte Roland Emmerich in den folgenden Jahren eine Reihe erfolgreicher Blockbuster mit wechselnden Themen, aber immergleichem Schema: Ende der 90er Jahre schickte er in „Godzilla“ das gleichnamige Riesenmonster auf Zerstörungstour durch New York, machte in „Der Patriot“ aus Mel Gibson einen amerikanischen Widerstandskämpfer zu Zeiten des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, und gab dem Klimawandel mit „The Day After Tomorrow“ ein scheußliches Gesicht. Nebenher produzierte Emmerich eine Vielzahl fremder Werke. So betreute er unter anderem den Cyber-Thriller „The 13th Floor“ (1999) und die Monster-Komödie „Arac Attack“ (2002). Nachdem Emmerich 2009 mit der Endzeitvision „2012“ sein Schreckensszenario aus "The Day After Tomorrow" noch einmal um ein Vielfaches überboten hatte, indem er kurzerhand die komplette Erde dem Erdboden gleichmachte, ließ er verlauten, dass er der Action nun überdrüssig sei und in Zukunft auch ruhigere Werke inszenieren wolle. Damit reagierte er nicht zuletzt auch auf die anhaltende "Style over Substance"-Kritik an seinen Werken, die nach "2012" in besonderem Maße aufgebrandet war. Sein Versprechen machte Emmerich 2011 schließlich mit dem Historiendrama "Anonymus" wahr: Mit einem für seine Verhältnisse bescheidenen Budget von 30 Millionen US-Dollar im Rücken, geht Emmerich darin einer provokanten These nach, wonach die Werke von William Shakespeare nicht von diesem selbst, sondern von einem adligen Ghostwriter verfasst worden sind.

Der bekennende Homosexuelle Roland Emmerich lebt in Los Angeles, London und Berlin. Im Jahr 2005 war er Präsident der Internationalen Jury bei der Berlinale, 2009 wurde ihm neben Florian Henckel von Donnersmarck, Michael Ballhaus, Oliver Hirschbiegel und Caroline Link ein Ehrenbambi unter dem Titel „Deutsche in Hollywood“ verliehen.

Die ersten Filme und Serien

Wilde Witwe
Wilde Witwe
1979
Altosax
Altosax
1980
Das Arche Noah Prinzip
Das Arche Noah Prinzip
1984
Joey
Joey
1985

Die besten Filme und Serien

Independence Day
Independence Day
1996
Der Patriot
Der Patriot
2000
Stargate
Stargate
1994

Die Karriere in Zahlen

41
Karrierejahre
0
Preis
40
Filme
2
Serien
0
Nominierung
0
Kinostart

Bevorzugte Genres

Sci-Fi : 42 %
Action : 31 %
Thriller : 15 %
Historie : 12 %

Seine FILMSTARTS-Statistiken

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