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    Wenn das "Dunkirk"-Poster die Wahrheit sagen würde: Seht die ehrlichen Plakate zu den oscarnominierten Filmen
    Von Robert Laubenthal — 24.01.2018 um 19:30

    Kurz nach Bekanntgabe der Oscarnominierungen wurden auf der Webseite The Shiznit sogenannte „Honest Poster“ veröffentlicht – die Filme werden also auf ehrliche und lustige Art auf den Punkt gebracht…

    Honest Poster zu "Dunkirk" von Christopher Nolan
    1. Honest Poster zu "Dunkirk" von Christopher Nolan +

    Die Honest Poster thematisieren, was auf den echten Plakaten gerne totgeschwiegen wird. Nachdem am gestrigen 23. Januar 2018 von der Academy Of Motion Picture Arts And Sciences in Los Angeles die Oscarnominierungen bekanntgegeben wurden, waren wenige Stunden später auf The Shiznit sogenannte ehrliche Poster zu einigen der bekanntesten nominierten Titel online, darunter „Shape Of Water - Das Flüstern des Wassers“ von Guillermo del Toro (13 Nominierungen, unter anderem als Bester Film, Beste Regie und Bestes Originaldrehbuch) sowie „Dunkirk“ von Christopher Nolan (acht Nominierungen, unter anderem Bester Film und Beste Regie).

    Aktuelle Probleme auf den Punkt gebracht

    Auf den lustigen Postern soll die ungeschönte Wahrheit über einen Film zum Ausdruck kommen oder pikante Details zur Produktionsgeschichte. So erklären die Honest-Poster-Gestalter Christopher Nolans Kriegsfilm-Epos „Dunkirk“ zu einem Sinnbild für den anstehenden/drohenden Brexit. Das abgewandelte Plakat zu „Alles Geld der Welt“ von Ridley Scott spielt darauf an, dass Kevin Spacey in letzter Sekunde durch Christopher Plummer ersetzt wurde (der für seine Darstellung des J. Paul Getty eine Nominierung in der Kategorie Bester Nebendarsteller einheimsen konnte). Die im Vergleich zu Co-Star Mark Wahlberg viel geringere Bezahlung von Michelle Williams für die nötigen Nachdrehs mit Plummer wird ebenso thematisiert wie auch die Vorwürfe gegen Kevin Spacey. 

    Und auch die Debatten über Feminismus (#metoo) und Rassismus (#oscarsowhite) werden auf den ehrlichen Postern aufgegriffen: „Lady Bird“ von Greta Gerwig (fünf Nominierungen für unter anderem Bester Film, Beste Regie und Bestes Originaldrehbuch) sei ein Film „geschrieben und inszeniert von EINER FRAU“. Auf dem Poster zu Jordan Peeles „Get Out“ (vier Nominierungen, unter anderem Bester Film und Beste Regie) wird auf vermeintlichen Rassismus innerhalb der (überwiegend weißen und männlichen) Academy angespielt. Dann wird noch ein humoriger Bogen zur Technik-Dystopie-Serie „Black Mirror“ inklusive Wortspiel geschlagen. 

    Seht euch die anderen Poster auf Theshiznit.co.uk an, wir haben hier nur mit Genehmigung der Schöpfer eine Auswahl zusammengestellt.

     

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