Man Of Steel
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Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 29. Juni 2013
Normalerweise mach ich um Comicfilme einen riesen bogen. Und Christopher Nolan wird maßlos überschätzt. Seine Filme werden von mir grundsätzlich ignoriert, wenn er Blockbuster Filme dreht oder produziert. Seit „The Dark Knight“ produziert der gute Mann nur noch Müll. Sein Werdegang erinnert mich sehr stark an Roland Emmerich. Und wohlgemerkt „Man of Steel“ auch. Denn als Vorlage scheint Emmerichs Film „Independence Day“ gedient zu haben. Superman ist eine Kopie davon. Hab den Film nur deswegen im Kino angeschaut, weil Zack Snyder drauf steht. Sein visueller Stil ist nun mal grandios. Außerdem hab ich den Film in 2D gesehen und empfehle allen Zuschauern auch in 2D anzuschauen. Denn der maßlos übertriebene Einsatz von Wackelkamera und Zoom zerstört auf grausame Weise den Filmgenuss. Der Kameramann schein den Film mit 3,0 Promille Alkohol im Blut gedreht zu haben. Wer den Film zusätzlich dazu in 3D anschaut, der sollte dringend eine Kotztüte mitnehmen. Der Film ist beim Action zu schnell geschnitten, zu schnelle Bilder, so dass es schon stresst satt zu unterhalten. Der Film bekommt von mir deswegen eine Schulnote 6. Aber nicht weil der Film schlecht war, sondern wegen der übertriebenen Wackel und Zoomkamera. Jeder Film der ab jetzt in diesem Format gedreht wird, kommt bei mir auf die schwarze Liste und wird ab sofort ignoriert. Außerdem war die Filmmusik aufdringlich und zu laut. Hab beim Sound teilweise das Gefühl gehabt, als ob man mir mit Vorschlaghammer auf den Kopf hämmert. Und jetzt zu den guten Seiten des Films. Charakterzeichnung und Figurenentwicklung von Superman ist optimal gelungen, fast schon perfekt. Nicht zu viel nicht zu wenig. Auch die anderen Figuren und die Bösewichte werden kurz und effektiv eingeführt ohne sich darin zu weiden. Mit Rückblenden wird die Figur Superman einfühlsam erklärt und eingeführt. Teilweise rührende Rückblenden aus seiner Kindheit. In der Schulszene war ich zu Tränen gerührt. Ein Dank an Zack Snyder, der uns Identitätskrisen a la Batman und Spiderman erspart hat. Sinn und Lebenskrisen bleiben uns bei Superman erspart. Der Schmalz hing uns schon aus den Ohren. Noch tiefere Figurenzeichnung und Tiefgründigkeit braucht keine Comicfigur der Welt. General Zod ist stark und wuchtig. Allerdings gibt es zu viele Supermänner und Frauen auf einmal. Das verwässert den Action. Zod alleine hätte hier völlig ausgereicht. Die Story ist solide, gradlinig und gut. Aufbau und Erzählstruktur ist perfekt, keine Logiklücken. Das Ende von Zod überzeugt und somit die Frage für Superman: Töten oder nicht töten, Ja zu Superkräften und anders sein und ja zu den Menschen. Alle Darsteller überzeugen. Visuell Zack Snyder Niveau. Auf die Vorgeschichte wird dermaßen penetrant und mehrmals hingewiesen, dass man als Zuschauer sich blöd vorkommt. Der Prolog auf Krypton am Anfang war daher völlig überflüssig. Die Story und ihre Struktur bekommt von mir daher die Schulnote 2-. Ab der zweiten Hälfte des Films geht es aber rapide bergab. Altbekanntes und so oft gesehenes 08/15 Action. Statt sich auf den Zweikampf von Zod vs Superman zu konzentrieren und deren Zerstörung, verliert der Film sich in „Independence Day“. Das zieht den Film runter. In der Selbstfindung von Superman hätte ich viel lieber und öfter gesehen, dass Superman im Erwachsenalter ohne Anzug den Menschen aus Katastrophen hilf und sich die Frage stellen muss: Muss ich eingreifen, soll ich eingreifen und darf ich eingreifen. Das allerdings wird wahrscheinlich das Thema von Superman 2. Wer also auf hirnlose Krawall und Hau-drauf Filme mit viel Hektik und Stress steht, ist hier genau richtig. Alle anderen sollten vorher eine Tablette gegen Übelkeit nehmen und eine starke Sehhilfe, damit man keine Schielaugen bekommt, vor lauten Zoom und Wackelkamera. Fazit: Der Film hat mich gestresst statt zu unterhalten, daher nur ein Stern.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 2. Juli 2013
"Man of Steel" ist der nunmehr langerwartete Film des Regisseurs Zack Snyder (300, Watchmen!). Die Erwartungen waren unfassbar hoch, nachdem bekannt wurde, dass Christopher Nolan (Batman-Trilogie, Memento, Inception) produziert und zusätzlich an der Story beteiligt war.

Der Film erzählt die Origin-Story des Mannes aus Stahl und lässt ihn sogleich gegen einen seiner bekanntesten Widersacher „General Zod“ („KNEEL BEFORE ZOD!“) antreten. Dabei bleiben die Drehbuchschreiber grundsätzlich der originalen Herkunftsgeschichte treu. Ungewöhnlich kommt bereits der Anfang daher, der dem Zuschauer einen nicht uninteressanten Blick auf den Herkunftsplaneten Krypton gewährt. Dieser bleibt jedoch keine geschuldete Zweckmäßigkeit, sondern wird mit überraschender Sorgfältigkeit ausgestaltet. Mit viel Liebe zum Detail haucht Zack Snyder der Fantasywelt auf dem Planeten Krypton Leben ein.
Danach springt die Handlung zum nunmehr erwachsenen Clark Kent auf der Erde, wo er auf einer Farm in Kansas von seinen Pflegeeltern aufgezogen wird. Die Kindheit und das Jugendalter von Clark Kent wird in Form von Rückblenden erzählt. Im Gedächtnis bleibt dabei vor allem eine Szene in der Schule, bei dem insbesondere Diane Lane (Unfaithful, The Perfect Storm) als Clarks Mutter schauspielerisch überzeugen kann.
Die erste Hälfte des Films bildet den emotionale Kern der Handlung. Die verletzliche, nachdenkliche und verirrte Seele, die Superman/Kal El eingehaucht wird, macht ihn natürlich erst emotional interessant. Wenn auch nicht perfekt, schafft es der Film Superman zu charakterisieren und gibt ihm Menschlichkeit. So wird zumindest in Ansätzen die schwere Aufgabe gemeistert den gottesgleichen Hauptcharakter nahbar und charakterlich interessant zu machen. Da es immer die Schwächen Supermans waren, die die Geschichten letztlich interessant machten, spricht dies sehr für den Film. Schön auch, dass der Film nicht auf die „Generalausrede“ Kryptonit zurückgreifen muss, um den Zuschauer mit bei Laune zu halten.

In der zweiten Hälfte des Films scheint es beinahe so als würde man die eigentlich fundierten Charaktere für reine Schauwerte in einer Materialschlacht verpulvern. Snyder macht deutlich, dass es sich um einen SUPERMAN-FILM handelt und legt die halbe Stadt in Schutt und Asche.
Auf dem Weg zum letzten großen Finale erlauben sich glücklicherweise insbesondere die Storywriter einige gelungene Kniffe. So ist die Motivation des Bösewichts Zod nahezu jederzeit nachvollziehbar und auch wenn Zod wenig aktiv charakterisiert wird, bleibt er dennoch kein oberflächlicher Charakter. Beim genauen Hinsehen gleichen sich Zods und Supermans Motive derart, dass Superman so strahlend gar nicht mehr ausschaut. Den Klimax findet diese Vergleichbarkeit im etwas fragwürdigen Finale. Superman beschränkt sich doch eher auf Zerstörung als auf Rettung. Dies ist natürlich ein interessanter, weil menschlicher, Twist. Jedoch widerspricht das der Comicvorlage und es bleibt fragwürdig, ob Zack Snyder diesen Eindruck tatsächlich vermitteln wollte.

Man of Steel ist eindrucksvoll besetzt. Russel Crowe (Gladiator, The Insider, L.A. Confidential) mimt Supermans „Spacedaddy“ mit gewohnter Qualität. Die Schauspiellegende Kevin Costner (Dances With Wolves) übernimmt den Part des Jonathan Kent, Supermans „Earthdaddy“. Dieser entwickelt sich nicht zu Unrecht zum emotionalen Zentrum des Films. Lois Lane, gespielt von Amy Adams (The Fighter, The Master), wird hier lediglich eingeführt, aber lässt durchaus Potenzial für Fortsetzungen erkennen. Als Glücksgriff erweist sich darüber hinaus Michael Shannon (Bug, Take Shelter). Er schafft es trotz geringer Redeanteile viel aus dem Charakter von General Zod herauszuholen. Antje Traue (Pandorum), als Zod‘s rechte Hand, gibt eine tiefkalte Performance, die aber durchaus im Gedächtnis bleibt. Henry Cavill (Immortals) macht als Kal-El/Superman eine gute Figur und hat einige starke Szenen.
Der Score von Hans Zimmer (The Last Samurai, Gladiator, Inception) ist nicht einzigartig, aber trotzdem pompös, sehr markant und immer angemessen. Wie auch schon in „The Dark Knight Rises“ setzt Herr Zimmer erneut auf simple rohe Rythmen, was einigen Szenen die passende Unruhe verleiht.
Optisch zeigt sich Man of Steel von seiner Schokoladenseite. Der Kampf um das Schicksal der Erde wird von Amir Mokri (Lord of War) in bombastischen Bildern festgehalten. Trotz anfangs leicht störender „Shaky-Cam“ bleiben die Bilder stets klar und selbst in den zuweilen hektischen Kämpfen immer nachvollziehbar.
Was bleibt also abschließend zu sagen? Die erste Hälfte des Films bietet sehr viel Interessantes und funktioniert gut. Die zweite Hälfte verliert sich in einer zuweilen zähen und langwierigen Materialschlacht. Eine längere Szene spoiler: (in der Superman eines von zwei außerirdischen Schiffen „bekämpfen“ muss und die "Tentakeln" versuchen ihn daran zu hindern)
ist beispielsweise etwas zu viel des Guten und so schlicht obsolet. Insgesamt wäre hier weniger mehr gewesen (Stichwort: Cut your Darlings!). Der gefühlt bedeutungsschwangere Anfang und die großen Worten von Jonathan Kent und Jor-El sind bei der nahezu explodierenden Leinwand leider schnell vergessen. Unterstrichen wird, dass dadurch, dass der Film letztlich nicht weiß wohin er den Zuschauer moralisch führen möchte (Anleihen zu aktuellen Themen wie Terrorismus und in dem Zusammenhang das ethische Dilemme des rechtfertigenden Notstands werden letztlich unbefriedigend abgehandelt). Hier lautet meine Empfehlung einfach die Fahrt zu genießen und so wenig wie möglich zu hinterfragen. Dem hält „Man of Steel“ nämlich nicht stand und das muss er auch nicht.

Auch wenn das Level von „Batman Begins“ nicht erreicht wird (diesen Vergleich muss sich „Man of Steel“ gefallen lassen), wird man über weite Strecken sehr gut unterhalten. „Man of Steel“ ist ein gelungener Comic-Actioner, kommt über seine Comic-Herkunft aber selten hinaus. Das ist natürlich nicht notwendig schlecht. Ich gebe dem Film daher 8 von 10 Schmalzlocken.

P.S.: Wer sich die im Film vorkommenden Satelliten und Werbebanner näher anschaut, der wird die eine oder andere interessante kleine Entdeckung machen.

"Man Of Steel" Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 29. Juni 2013
Mir hat Man of Steel insgesamt gut gefallen. Insbesondere die Action-Szenen sind bombastisch und gut gelungen. Größter Kritikpunkt ist allerdings die überzogene Heroisierung von Superman. Der wirkt einfach viel zu glatt und wird damit unglaubwürdig. Seinen "Vater" nur aufgrund seiner Prinzipien einfach sterben zu lassen, macht meiner Meinung nach keinen Sinn. Ohne diese Fehlbarkeit ist Superman damit - insbesondere im Vergleich zu anderen Comichelden wie Batman in den neuesten Verfilmungen- eine zu langweilige Persönlichkeit. Nichtsdestrotz ist der Film aufgrund der tollen Actionsequenzen für Freunde selbiger sehenswert.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 29. Juni 2013
Also ich muß sagen mir hat Men of Steel wirklich sehr gut gefallen, obwohl ich einiges an Skepsis mitbrachte. Als Kind war ich totaler Fan der Donner-Superman Filme. Mit diesen hat aber diese Neuverfilmung nichts mehr zu tun. Und das eigentlich zum Glück, denn gerade durch Filme wie The Dark Knight wurde doch aufgezeigt, wie reizvoll es sein kann, von übertriebenem Fantasy hin zum realistischen Charakterbild bei Comicverfilmungen zu wechseln.
Alleine, dass der Film es irgendwie schafft, die Stärke von Superman und die Herkunft plausibel zu erklären ist schon bemerkenwert. Ebenfalls habe ich mir schon als Kind früher immer gedacht: Wer möchte denn da leben, wo Superman herkommt? Dies sieht bei diesem Film schon ganz anders aus, mit seiner wirklich an Krieg der Sterne erinnernden Geschöpfe und Bauten.
Und während wir einiges über das Hernawachsen des Hauptprotagonisten erfahren, wird die eigentliche Story immer mehr voran getrieben und mündet schließlich in einem Actionfeuerwerk, bei deren zerstörungsorgie die Transformers einpacken können. Und das wohlgemerkt, mit fast nur Faustkämpfen.
Richtig gelungen finde ich auch das Ende, spoiler: bei dem wie in der Robin Hood Verfilmung mit Russel Crowe, dass, was in anderen Verfilmungen längst Teil der Handlung des ersten Teils war, erst passiert: Clark Kent heuert als Reporter beim Daily Planet an.

Für mich eine richtig gelungene Neuverfilmung des Stoffes, interessanter als die Vorgänger mit viel mehr Potential für weitere Teile und auch Comicfans, denen Superman bisher zu allmächtig war, könnten mit diesem Film etwas anfangen.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 3. Juli 2013
Man Of Steel musste gut werden. Oder zumindest gut aussehen. Zack Snyder hat mit seinen bisherigen Filmen immerhin eines bewiesen: Visuelle Feuerwerke sind sein Ding! - vor allem 300, Watchmen und Sucker Punch. Letzterer allerdings hat auch bewiesen, dass eine in sich logische und nachvollziehbare Story nicht zwingend Teil des Snyder Programms sein muss.
Aber dafür haben wir hier ja David S. Goyer und Christopher Nolan, oder?
Wobei die, zumindest nach meinem sehr subjektiven Verständnis, The Dark Knigh Rises massiv in den Sand gesetzt haben.

Was ist nun also mit Man Of Steel?
Der Film dauert lang, wird aber dennoch nie langweilig. Der Anfang hat mich positiv überrascht - der Einstieg auf Krypton mit der Grundlegung der ganzen Problematik um den sterbenden Planeten, die kontrollierten Geburten und die Einführung des Antagonisten sind hervorragend gelungen und vor allem konsequent in ihrer Science-Fiction-artigen Darstellung.
Danach spring der Film in die Gegenwart und zeigt einen Clark Kent auf der Suche nach sich selbst, dessen Persönlichkeit immer wieder in kleinen Rückblenden beleuchtet wird. Nicht jede Frage wird beantwortet, aber das muss auch gar nicht so sein. Man sieht ja direkt wie er sich entschieden hat und was aus ihm geworden ist. Kritisieren könnte man, dass einige Zufälle dazu führen, dass Clark und Lois sich treffen und er infolgedessen etwas über seine Vergangenheit erfährt.
Auch sonst gibt es einige kleinere Logiklücken (SPOILER - warum gibt Superman Lois den kryptonischen Datensatz seines Vaters und warum befindet sich in ihrer Zelle dafür eine Vorrichtung?), aber in der Superheldenwelt muss man dem Schicksal eben manchmal einen kleinen Schubs in die richtige Richtung geben.
Nachdem dann irgendwann alle Fronten geklärt sind, gibt es auch Action satt und das nicht zu knapp.
Die Story tritt im Actionspektakel natürlich etwas in den Hintergrund, aber das stört in keinster Weise.
Es soll nichts weiter verraten werden, aber das Ende zieht nochmal alle Register und macht Superman nochmal sympathischer als er eh schon gewesen ist. An dieser Stelle auch noch ein Extra-Lob an Henry Cavill, der wirklich eine großartige Besetzung für die Rolle ist.

Fazit: Sehr schön anzuschauen, starke Origin Story für einen ja als langweilig (weil Alleskönner) verschrienen Helden und mit viel Potential für zukünftige Filme im DC Universum!

"Man Of Steel" Gewinnspiel
nada-
nada-

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2,5
Veröffentlicht am 29. Juni 2013
Zack Snyder hat ein Talent dafür entwickelt, schöne Bilder auf eine derart hektische Weise aneinanderzureihen, dass sie einen rasch zu langweilen beginnen. Ich schätze, es ist David S. Goyers Verdienst, dass Kevin Costner gelangweilt den Vater spielt, Russell Crowe ein albernes Hologramm für Begriffsstutzige mimt und Michael Shannon sich in Drohgebärden eines Kleinkindes versucht. Wo Christopher Nolan einzuordnen ist, ist schwer zu sagen. Ich schätze, die Anerkennung der Öffentlichkeit bekommt ihm nicht gut. Seine Arbeit wird zunehmends liederlicher. Wenn ich eine Prognose wagen müsste, würde ich sagen, er endet in fünf Jahren in einer Entzugsklinik oder Nervenheilanstalt, gibt dort den Napoleon und kritzelt die Wände mit bedeutungsschwangeren Texten voll, die irgendein pfiffiger Produzent als Drehbücher für Emmerich oder Bay verwendet.

Fazit: Grosse Namen verlieren sich in der Bedeutungslosigkeit schneller Bilder.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 29. Juni 2013
Ich hatte mich beinahe schon auf einen Action-Overkill eingestellt, aber der Film hat dann doch die Erwartungen, die ich beim ersten Trailer hatte, wirklich erfüllt.
Der Film ist eindeutig der beste Superman-Film, ohne Frage. Kritiker nörgeln ja teilweise, dass der Charme der früheren Filme, welchen Superman Returns wieder auferstehen ließ, verloren ging. Aber ganz ehrlich, wir leben auch nicht mehr in den 70ern. Der Handlungsverlauf gefällt mir sehr gut und ließ Spielraum für viele Details, die dann auch eingebracht wurden. Trotz der Erzählstruktur, die oft auf Rückblenden oder anderes setzt, wirkt das ganze sehr organisch und man wird zu keinem Punkt von der Handlung gelöst. Zu den angesprochenen Details: Der Film bietet enorm viel Hintergrund zum Thema Krypton und Superman. Superkräfte werden hier gut eingebunden und mit den ganzen Infos zum Planeten Krypton erschließt sich die Motivation des Antagonisten General Zod (Michael Shannon tritt hier mir einer enorm bedrohlichen Aura auf) sehr gut.
Was mich wirklich faszniniert hat, war die gute Darstellung der Bindung von Superman zu seinen Eltern und seiner Herkunft. Die Bindung zu seinem menschlichen Vater ist einfach schön umgesetzt und lässt einen wirklich mitfühlen in vielen Situationen. Die Entwicklung zum Umgang mit seinen Kräften wird von beiden Vätern beeinflusst und zwar auf unterschiedliche Weise. Diese Unterschiede zwischen beiden Welten und den Glauben seiner beiden Väter sind toll hervorgehoben.
Ich könnt hier locker noch ewig schreiben. Vielleicht schreib ich dem Film auch viel mehr Tiefe zu, als eigentlich zu sehen ist im Film, aber es macht einfach Spaß sich da in dieser Welt zu verlieren.
Mindestens genauso wichtig wie die Story ist natürlich auch die Action und Inszenierung. Hier wird wirklich alles zerhauen, was auch nur geht! Züge, Wolkenkratzer, Satelliten...alles! Man ist hier wirklich ein Risiko eingegangen, mit einer so groß ausgelegten Story den ersten Film zu drehen, aber es hat geklappt! Das ist wirklich Bombast-Kino aller feinster Qualität! Die Kämpfe sind einfach klasse gemacht und man lässt keine Gelegenheit aus, um die Kräfte Supermans und seiner Widersacher zu zeigen.
Zack Snyder haut hier wieder optisch einiges raus! Das Farbbild ist wunderschön gewählt. Das ganze mit den grandiosen Spezialeffekten macht den Film definitiv einen Kinobesuch wert.
Hans Zimmer produziert auch wieder einen enormen Soundtrack, der mit der Größe des Films mithalten kann. Hinzu kommt auch noch der genialen Sound des Films, der wirklich sehr rau und hart ausfällt.
Bah, hier lässt sich soviel zu schreiben.
Einzig negative Punkte: Einige Szenenübergänge gingen mir etwas zu schnell, die Bohrinsel-Szene hätte ich persönlich als eine im Film erzählte Geschichte gelassen und nicht noch gezeigt und ein paar wenige Kleinigkeiten, die in einigen Momenten einfach etwas störend sind.

Ich geb dem Film erstmal 4/5, da da einige Aspekte hätten mehr betont werden können, aber ich mag eigentlich garnicht viel negatives zum Film schreiben. Ich erhoffe mir von der Fortsetzung, dass da ein paar Punkte dann nochmal aufgegriffen werden. Freu mich auf den BR-Release.

"Man Of Steel" Gewinnspiel
Kino:
Anonymer User
3,0
Veröffentlicht am 28. Juni 2013
Man darf diesen Film nicht mit den Batman-Filmen vergleichen. Dieser Vergleich scheitert einfach an der fehlenden Tiefe der Figur des Superman. Superman ist ein Hau-Drauf-Typ. Selbst unzerstörbar, kloppt er, ähnlich wie Hulk, alles um sich herum kaputt. Mit dem Unterschied, dass der Hulk einem eher sensiblen und verwundbaren Banner entspringt und selbst als entfesselte Bestie humorvoll in Szene gesetz werden konnte. An die emotionale Tiefe eines Batman, Iron Man oder Spider Man, kann diese Figur nie herangeführt werden. Eben dies ist für mich die grösste Schwäche.

Grundsolider Film, tolle Bilder, viel Actionkino. Mit der Story werde ich aber nicht richtig warm (war aber auchnoch nie ein Fan von "Supi". Mit 2 1/2 Stunden auch aufgrund der Story-Schwäche schon fast ´ne Stunde zu lang.

Kannste gucken, wirklich keine Zeitverschwendung, aber bitte keine Sensation erwarten.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 28. Juni 2013
Endlich is der langerwartete Man of Steel da. Wird er aber auch seinen hohen Erwartungen gerecht?
Story: Superman wird auf die Erde geschickt und muss dort gegen General Zord kämpfen. Mehr muss mn nicht zur Story sagen ;-)
Zu aller erst, der Film wird den Erwartunge gerecht und ist ein großartiges Reboot zur Reihe. Die 3D Effekte sind auch sehr solide, auch wenn alles deswegen mal wieder etwas dunkel wirkt. Die Darsteller sind durch die Bank weg alle klasse gecastet worden (Kevin Costner, Russel Crowe, Laurence Fishburne etc.). Wer die ersten Filme schon mocht wird den auch mögen und wer sich auch etwas im DC Universum auskennt wird auch schon Anmerkungen zu anderen Charakteren finden, sage nur Batman^^
Also schaut den wenn ihr schon ein Fan der Dark Knight Trilogie seid, Christopher Nolan war hier als Berater tätig, auf jedenfall!!!!
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 28. Juni 2013
Als ich davon erfuhr, dass Zack Snyder den Regieposten vom neuen Superman übernimmt und Christopher Nolan als Produzent fungiert, konnte ich den Film als Superman Fan natürlich nicht erwarten. Also fieberte ich über ein Jahr lang dem Film entgegen. Da die Superman Interpretation aus dem Jahre 2006 meiner Meinung nach überhaupt nicht gelungen war, freute ich mich natürlich erst recht auf eine Neuinterpretation.
Und diese Neuinterpretation hat es in sich. Im Gegensatz zu allen bisherigen Teilen, stand der Ursprung Supermans noch mehr im Vordergrund. So ging es zu Beginn um den Planeten Krypton und die Lebensweise und die Technologien sowie der Untergang des Planeten. Hier war die schauspielerische Leistung von Russel Crowe und Michael Shannon meiner Meinung nach überragend. Als dann die eigentliche Geschichte von Superman selber begann, wurde direkt eines klar: Der Kitsch des Supermans, so wie man ihn kannte war vorbei. Es ging nicht mehr um eine Person, die alle Probleme meistert und die Frisur sitzt trotzdem perfekt. Vielmehr ging es nun um die Probleme eines Individuums, das mit seinen besonderen Fähigkeiten umgehen muss und lernen muss, dass er anders ist als alle anderen Personen auf der Welt, so dass er sich zwischenzeitlich als Außenseiter und "Freak" sehen muss. Dies machte den Film viel realistischer als die Vorgänger, wenn man davon absieht, dass eine Person im Mittelpunkt steht, die z. B. über einen Röntgenblick verfügt. Trotz dieser persönlichen Elemente kam die Action nicht zu kurz. Es gab zwischenzeitlich eine regelrechte Verkettung von Explosionen und Zerstörungen. Die Besetzung des Henry Cavill als Superman ist meiner Meinung nach da perfekt gelungen. Mir würde hier kein besserer Schauspieler einfallen. Alles in allem denke ich, dass Zack Snyder hier eine super Neuinterpretation gelungen ist und man gespannt auf die Fortsetzungen sein darf. "Man Of Steel" Gewinnspiel
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