Schneller als der Tod
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3,5
Veröffentlicht am 6. Juli 2026
Hach, was für ein cooler Film! Damals an den Kinokassen gnadenlos gefloppt, heute einfach nur Kult! Die Besetzung ist aus heutiger Sicht der Hammer: Sharon Stone in einer ungewöhnlichen Rolle, mysteriös, einfach nur „The Lady“ genannt, nach außen hin knallhart, mit eiserner Miene, aber im Verlauf wird deutlich, dass sie im Grunde tief traumatisiert ist und auf einem eiskalten Rachefeldzug ist (das ist jetzt kein Spoiler, steht so auch auf der DVD-Hülle). Gene Hackmann ist die Idealbesetzung für den wahnsinnige Despoten, herrlich bösartig und ein richtiges Arschloch. Dann noch Russell Crowe in seiner ersten großen Rolle, noch richtig jung und auch sehr undurchschaubar. Und dann kommt „The Kid“, Leonardo di Caprio, den das Studio gar nicht besetzen wollte, aber Sharon Stone seine Gage direkt aus eigener Tasche zahlte, weil sie ihn unbedingt dabeihaben wollte. Er spielt seine Rolle auch herrlich überzogen, „Verdammt bin ich schnell!“.

Überhaupt sollte man den Film nicht allzu ernst nehmen, wir haben hier halt einen echten Sam Raimi, das merkt man fast in jeder Szene. Die Story an sich ist ja schon so bescheuert, da geht’s ja schon los. Aber Raimi schafft es, jedes Duell anders zu inszenieren, es wird niemals langweilig, jedes Mal ist irgendetwas anders, vor allem ist es die Kamera, die mitunter wilde Fahrten unternimmt, das ist ein Riesenspaß. Und das große Finale ist dann natürlich auch entsprechend hochdramatisch und maximal spektakulär, das will ich aber nicht verraten.

FAZIT: Sam Raimis Version eines klassischen Westerns mit Sharon Stone mit ihrer Version des Eastwoodschen „Mann ohne Namen“ ist einfach ein verdammt vergnüglicher und unterhaltsamer Film. Man darf das alles nicht wirklich ernst nehmen und auch nicht alluvial hinterfragen, dann kann man eine tolle Zeit haben. Es sind vor allem die skurrilen Figuren, die uns Sam Raimi hier präsentiert, die den besonderen Reiz ausmachen. Ein Klassiker und im besten Sinne ein Kultfilm!
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.857 Follower 5.069 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 9. September 2017
Ein wenrk von Sam Raimi in seiner „Zwischenphase“: das war nachdem er sich mit Filmen wie „Tanz der Teufel“ als Kultregisseur für Horror erwisen hat und ein paar Jahre bevor er solide Blockbuster Ware mit den „Spiderman“ Filmen ablieferte. Hier war es ein bestreben einen Zeitgemäßen Western hinzukriegen – was aber eigentlich nur in Maßen gelungen ist. Eigentlich ist der Film eine endlose Abfolge von Duellen und einigen recht bizarren Kamerafahrten – drum herum wird eine sehr gängige Rachestory erzählt. Pech dabei ist allerdings: der Film war als Starvehikel für Sharon Stone gedacht. Leider nur sind die weiteren Rollen mit dem da noch aufstrebenden Leonard DiCaprio, Gene Hackman und Russel Crowe so vorzüglich besetzt dass Mrs. Stone nur zur Nebenfigur wird. Trotzdem dürfte der Film für keinen der Mitwirkenden das Highlight der jeweiligen Karriere darstellen.

Fazit: Etwas eigensinniger Rachewestern, im Grunde aber nur eine schnurgerade Rache-Story die ein Duell an das nächste reiht!
niman7
niman7

931 Follower 616 Kritiken User folgen

3,0
Veröffentlicht am 17. September 2014
In Sam Raimis Western "Schneller als der Tod" geht es um Wettbewerb was der skrupelosse Bürgemeister Heron (Gene Hackman) in einem kleinen Städtchen veranstaltet. Dieser Wettbewerb zieht allerlei skurrile Typen aus dem ganzen Land an. Unter anderem die schöne Lady (Sharon Stone), welche ein Geheimnis mit sich schleppt und einen Hass gegen Herod hegt...Die Tatsache, dass Raimis Western eine Heldin hat, macht den Film äußerst reizvoll. Werden Western bekanntlich oft mit harten und brutalen Männern bestückt. Ansonsten ist bietet der Film von der Geschichte her nicht viel interessantes was man nicht schon gesehen hat. Der Hass der Lady ist schnell erklärt und keine all zu große Überraschung. Dagegen ist er das Finale und das Finale-Finale eine große Überraschung.
Trotz dessen ist Raimis Film anders als die meisten Western. Ich habe viele Western gesehen aber so einen noch nicht. Was ihn hervorhebt. Die einzelnen Figuren sind verrückt und cool und sehr eigenständig. Selbst kleinere Figuren sind keine 0815 Menschen die nur dazu dienen um den Wettbewerb aufzufüllen. Da hat sich Raimi sehr viele Gedanken gemacht. Die einzelnen Darsteller machen auch einen sehr guten Job. Anderseits sind seine Figuren aber oft zu verrückt um ernst genommen zu werden.
Viele der Dialoge könnte man noch Monate später zitieren. Sie sind witzig und hipp aber auch übertrieben und wiederum nicht ernstzunehmen. Bei der einen oder anderen Unterhaltung musste ich schon den Kopf schütteln oder die Augen verdrehen. Unsere weibliche Revolverheldin schlägt sich zwar tapfer durch diese harte Männerwelt aber man entwickelt einfach keine Sympathie für sie. Sie nervt er einen. Ständig mies gelaunt, redet kaum und immer wieder der Dackelblick. Sieht man ihren Gegenpart an, glaubt man keine Sekunde, dass sie gegen ihn ankommt. Nicht nur von der Figur her sondern auch darstellerisch kommt Stone gegen den überaus brillanten Gene Hackman null an. Der Mann macht einen einfach angst! Was für eine Figur und was für eine Schauspielkunst. Wenn er seine harten Worte an das eigene Volk richtet, könnte man meinen der Satan persönlich stehe da. In einer Nebenrolle finden wir auch jungen Leonardo DiCaprio. Er spielt den schnellen Kid. Überraschenderweise hat er sehr viel Leinwandzeit. Er gefiel mir ebenfalls sehr gut auch wenn seine Rolle mehr als nervig war. Der ebenfalls junge Russell Crowe gibt sich auch die Ehre und spielt den gefangen Prister. Er wird von Herod festgehalten und seine Nächte verbringt er im Schlamm. Was auch zur Belustigung führt. Zum Beispiel wenn er versucht mit seine Handschellen an ein Glas ran zukommen. Visuell ist der Film auch sehr gut anzusehen. Die Kameraeinstellungen können überzeugen. Auch wenn Raimi mit dem reingezoomer doch etwas übertreibt.
FAZIT: Raimi bringt einen Western mit einer Heldin auf die Leinwand. Was den Film reizvoll macht da es kaum solche Filme gibt. Der Film macht Spaß und er wird auch nicht langweilig. Zwar sind die Dialoge cool aber oft auch unpassend gewählt. Stone passt nicht in die Rolle rein und sie war mir als Zuschaue völlig egal. Dagegen spielt Hackman allesamt an die Wand. Er macht richtig Spaß ist für mich auch zur Kultfigur geworden.
Kino:
Anonymer User
2,5
Veröffentlicht am 17. März 2010
Meiner Meinung nach eher ein sehr mittelmäßiger Film. Die große Anzahl an bekannten Schauspielern hat eher irritiert, die Story hat gelangweilt und die handwerkliche Umsetzung der Schusswechsel hat mich auch nicht überzeugt.

Unterhaltsam genug war er trotz alledem sodass er als 20.15 Film im TV genügt.
Kino:
Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 19. März 2010
Wieder einer dieser Filme, die eigentlich unterhaltungsmäßig alles richtig machen, aber leider zur falschen Zeit auf das falsche Publikum treffen. Beziehungsweise auf gar kein Publikum, wie 1995 mit diesem Werk geschehen. Die Hauptkritik unterschreibe ich in allen Punkten - warum ich ihn unterm Strich dann aber noch besser bewerte? Einfach weil ich bei diesem "Shoot `em Up" auf der Mainstreet eine 107-minütige "Rockin` good time" hatte. Der einzige Minuspunkt ist Sharon Stone, die ein wenig zu stark zwischen dem saucoolen "Bad Ass" (hey, hier jetzt aber keinen Sexismus unterstellen) Benehmen einerseits und dann zitterndem "Damsell in distress"-Klischee hinundher wechselt. Manchmal ist der Bruch da einfach zu hart und wirkt etwas aufgesetzt lächerlich. Dafür wird man mit einer Vielzahl von Stars erfreut, die sich in Kleinstrollen (Genreveteran Lance "millennium" Henriksen als großmäuliger Revolverschwinger im feschen Lederoutfit), bzw. wirklichen gastrollen - wie unser mittlerweile als "Jigsaw" bekannt gewordener Tobin Bell als Dummbeutel der direkt zu Beginn von Mrs. Stone ruhiggestellt wird - die Schwingtür des Saloons in die Hand geben. Alan Silvestris Instrumentalmusik (mit Peitschenknall im Hauprthema) ist einer der besten Scores, die der Mann je abgeliefert hat, die Kameraarbeit ist ein optischer Genuß und vielleicht gibt es dann auch irgendwann mal einen Directors Cut in der auch die verlorengegangene Szene mit Raimi-Spezi und unser aller Liebling Bruce "Groovy Baby" Campbell als "Wedding Chimp" (so wird er zumindest im Abspann bezeichnet) mal reingetackert wird. Alles in allem sehr zu empfehlen - als richtig wilder Jungsfilm (denn Mädels dürften den zu vermutlich 89,9 % "total Macho und Banane" halten), bei dem das Dosenbier so richtig knallt!
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