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3,5
Veröffentlicht am 6. Mai 2026
Eigentlich haben wir bei „Passengers“ zwei Filme in einem, die auch nur bedingt ein rundes Ganzes ergeben. Der erste Teil präsentiert uns eine schöne Romanze mit Jennifer Lawrence, die eigentlich gar nicht schlecht schauspielern kann und Chris Pratt, der hier ebenfalls extrem passend besetzt ist. Das erste Kapitel des Films muss Pratt auch alleine bestreiten und etabliert sich hier als der sympathische, hemdsärmelige, coole Typ, den wir auch schon in „Jurassic World“ gesehen haben. Diese Rolle ist einfach ideal für ihn. Nach einer folgenschweren Entscheidung verbringt er dann mit Jennifer Lawrence eine schöne gemeinsame Zeit auf dem Raumschiff, dass cool gestylt ist und wie ein Luxus-Kreuzfahrtschiff daherkommt. Die sich zart entspinnende Romanze zwischen den beiden ist schön und auch glaubhaft inszeniert.
Als echter Szenendieb entpuppt sich aber der Barmann Michael Sheen in einer lässigen Shining-Hommage. Er ist am Ende auch der Auslöser für die weitere tragische Entwicklung der Liebesgeschichte, wofür man ihm noch nicht mal richtig böse sein kann, immerhin ist er auch nur eine KI. Relativ kurz danach kippt dann der Film auch und wird zu einem aufregenden SciFi-Action-Abenteuer, dafür muss die Liebesgeschichte dann auch mal kurz ausgesetzt werden. Hier ist die Story aber dann tatsächlich hochdramatisch und richtig spannend. Allerdings wirkt es eben so, als ob hier zwei Filme getrennt voneinander existieren, oder Regisseur Moretn Tyldum konnte sich nicht entscheiden, in welche Richtung er galoppieren will. Dennoch sind sowohl die Lovestory als auch die SciFi-Action wirklich gut gelungen, nur die Verbindung der beiden Teile will nicht so recht gelingen.
Schauspielerisch sind die beiden Protagonisten selbstredend über jeden Zweifel erhaben, vor allem Jennifer Lawrence ist wieder mal einfach umwerfend. Über Michael Sheen als Scene-Stealer haben wir schon gesprochen, dann gibt es noch in einem kleinen aber auch sehr dramatischen Gastauftritt Laurence Fishburne und Andy Garcia mit einer Screentime von etwa 20 Sekunden. Das Kernstück von „Passengers“ bildet aber ganz eindeutig die Optik. Was Kameramann Rodrigo Prieto hier veranstaltet ist schlichtweg atemberaubend, allein die Szene im Schwimmbad, wenn die künstliche Schwerkraft ausfällt, ist absolut fantastisch und schon jetzt legendär.
[/spoiler] Der Film verschenkt eine ganze Menge Potenzial, indem die moralischen und ethischen Implikationen, die James‘ Entscheidung, Aurora aufzuwecken, mit sich bringen, komplett ausgeblendet werden. Sie sagt zwar mehrfach „Dun hast mir mein Leben genommen“, was ja faktisch auch eigentlich so ist, aber mehr wird daraus nicht gemacht. Es passiert keine Aufarbeitung und keine Auseinandersetzung, das schwächt den emotionalen Impact des Films spürbar ab und ist auch der Grund, warum es bei mir deshalb zu einem Downgrading von mindestens 1 Punkt kommt. [/spoiler]
FAZIT: Eindrucksvoll inszenierter SciFi-Film, der erst als wunderschöne Romanze beginnt, dann aber in ein krachendes Abenteuer-Spektakel abbiegt. Visuell fantastisch, handwerklich top! Von mir gibt’s eine klare Empfehlung, nicht nur für Science Fiction-Fans.
Passenger ist einer der schönsten und perfektesten Since Fiction Filme, welchen ich jemals genießen durfte!!! Da gibt's wirklich überhaupt garnichts negatives zum kritisieren! Auch das Ende passt SUPI !!!♥️
Passengers wird oft für seinen Umgang mit moralischen Dilemmata kritisiert, doch gerade als Liebesfilm funktioniert er sehr gut. Der zentrale Konflikt Jims (Chris Pratt) Entscheidung, Aurora (Jennifer Lawrence) aus ihrem Kälteschlaf zu wecken, weil er die Einsamkeit nicht mehr erträgt verleiht der Geschichte eine emotionale Tiefe, die weit über eine typische Romanze hinausgeht. Der Film zeigt, wie sich Liebe unter extremen, moralisch komplexen Umständen entwickeln kann, und stellt die Frage, ob Vergebung und Zuneigung selbst in scheinbar unverzeihlichen Situationen möglich sind.
Thomas Newmans Musik unterstreicht dabei meisterhaft die emotionale Bandbreite der Geschichte. Seine Kompositionen verbinden die Einsamkeit und Melancholie der Isolation mit der Hoffnung und den Gefühlen, die sich zwischen den Figuren entfalten. Der Score ist ein wesentlicher Faktor dafür, dass die romantischen und dramatischen Momente gleichermaßen intensiv und berührend wirken.
Nicht so meins. Wer auf Since Fiction Liebesfilm steht mit ein bisschen Action, für den ist dieser Film genau das Richtige. Ich bleibe da lieber bei guter Since Fiction mit durchgängiger Action.
Wobei natürlich die ganzen Szenen im All und auch die wenigen Actionszenen gut gemacht sind.
Bleibt dennoch dabei. Leider nicht mein Geschmack.
Obwohl der norwegische Regisseur Morten Tyldum (*The Imitation Game*) das psychologische Potenzial der Geschichte nicht ganz ausschöpft, ist das Sci-Fi-Kammerspiel vor allem optisch eine Wucht. In Hälfte zwei wird es dann romantisch, gegen Ende hin sogar actionreich.
Der Film fängt wirklich mit einer guten Idee an, humorvoll und einfallsreich erzählt, mit einem intressanten moralischen Twist und toller Umgebung. Spätestens ab der Hälfte verliert sich das ganze dann leider in eine ziemlich schlechten Erzählung mit schon fast parodistisch wirkenden Klischees. Leider kann so nicht mal das Ende, das nochmal berühren hätte können, richtig Ernst genommen werden. Da hat man ein riesiges Budget und versemmelt dann die eigentlich gute Geschichte. Schade.
Der Film war im Großen und Ganzen relativ gut, jedoch nicht wirklich das, was ich erwartet hatte. In der ersten Hälfte empfand ich den Film als Thriller/Horror, was sich wahrscheinlich die meisten auch erhofft hatten. Nun ja, schon ziemlich geschwind neigte sich der Film in Richtung Romanze. Ein Paar Logiklücken kamen ebenfalls dazu. Wenn man mich fragt, ist der Film nicht übel, die Idee sogar grandios, man merkt jedoch, dass nicht das Beste rausgeholt wurde, was ging. 3 Sterne von mir.
Ich fand den Film echt fesselnd und spannend, echt gute Story mit guten Schauspielern, spoiler: was ich irgendwie voll traurig fand, das sie nicht mehr auf ihren Planeten gekommen sind (was aber eigentlich klar war)