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Lemmiblog
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4,0
Veröffentlicht am 30. Juni 2026
SO MACHT MOTORSPORT LAUNE
Die Reifen quietschen, die Motoren heulen auf, es riecht nach verbrannten Gummi. Das ist die Welt von Sonny Hayes, einem ehemaligen Formel 1 Rennfahrer der nun seinen guten Freund Ruben, dem der Apex Rennstall in der Formel 1 gehört, aus der Patsche helfen soll. Zusammen mit Joshua Pierce, dem die Zukunft des Motorsports gehört, muss der Einzelgänger einen Weg finden aus einem Verliererteam einen Sieger zu machen.
F1 geht ca. 150 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Sportstreifen mit Brad Pitt in der Hauptrolle des alten sprücheklopfenden Haudegen der alle retten und dem jungen wilden zeigen muss wo es lang geht. Klingt abgedroschen, ist es vielleicht auch, aber dieses Werk hat Flair, Charme und so viel Energie das es mir nichts ausmachte. Brad Pitt ist eine Bank, seine Figur des Sonney weiss alles und kann alles, fliegt aber dennoch regelmäßig auf die Schnauze und ist dennoch sympathisch. Die anderen Figuren überzeugen ebenfalls, ob es der Newcomer ist der nicht übersehen werden will und eine herrliche Gesellschaftskritik ist oder Javier Badem mit dem man jedesmal mitfiebert ob sein Stall überlebt oder nicht. Die Musik sitzt perfekt, die Rennszenen sind der Hammer und spannend inszeniert, der Blick ins Back Office wie taktiert und konstruiert wird ist hervorragend. Die Charakterentwicklung passt ebenfalls, ist zwar recht oberflächlich aber genügt mir weil ich hier kein tiefgründiges Werk erwartet habe. Einzig die lange Laufzeit störte mich das sie nicht gerechtfertigt ist. Das Finale bietet ein spitzen Rennen mit guten Überraschungsmomenten. Am Ende bleibt ein Streifen der durchweg Spaß macht da Charaktere überzeugen, die Action Spitzenklasse ist und die Story genug Platz für Drama, Spaß und Selbstreflexion bietet.
Von mir bekommt der Film 8,5/10 Punkten. Bin wahrlich kein Motorsportfan, aber jeder kennt Ferrari oder Lewis Hamilton und mehr muss man nicht an Vorwissen haben.
Ja auch wenn ich mich schon in den 90 Jahren zu Zeiten von Michael Schuhmacher so ziemlich von der F1 verabschiedet habe kann der Film mich durchaus ein kleines Stück zurück auf den Asphalt bringen. Pitt als Senior macht mit Garantieschein seine Arbeit ordentlich und ja es ist Top Gun auf vier Rädern. Die Rennszenen fesseln durchaus und der Grundgedanke eine Truppe von Verlierern in die Spur zu bekommen ist auch ein guter Reifen. Aber es ist eben auch nur Sehenswert. Wiedersehenswert ist hier nicht unbedingt der Fall. Warum? Weil ich Junior mit Mama und seinem Manager nicht wirklich überzeugend finde und auch der Investor mit seinem falschen Spiel im Hintergrund mir keine Kälte ausstrahlt. Auch hätte mir es besser gefallen das Teamwork in der Box zu schleifen anstatt joggen zu gehen. Ein paar eklige Szenen mehr hätten mehr Staub aufgewirbelt und eine halbe Stunde weniger Film mehr Tempo gebracht. Wie gesagt F1 ist eine gute Fahrt für einen Abend aber kein Grund das Rennen zu wiederholen. Er schafft es zwar über die Zielgerade aber landet in der Gesamtwertung im Mittelfeld.
Normalerweise würde ich das direkt bejahen. Gefühlt lebt ein jeder Sportfilm von dieser Heldenreise — versteht mich nicht falsch, ich liebe das. Moderne Märchen manchmal mit Happy End, teilweise sogar beruhend auf einer wahren Begebenheit. F1 ist kein Biopic, es handelt sich um reine Fiktion und genau das merkt man.
Sonny Hayes ist ein Mann, der deutlich zu alt für den Spitzensport im Formel-Fahrzeug ist. Wir lernen Ihn jedoch als abgewrackten Rennfahrer der GT-Serie kennen. Eine Sportart in der tatsächlich ältere Fahrer zur Norm gehören. Dort darf er uns dann mit seinem, möglicherweise an James Hunt orientierten leichtfüßigen Lebensstil abholen. Er steigt aus einem 70er Jahre Ford Econoline Van in dem er anscheinend lebt in den Porsche 911 R und verhilft seinem Team zum Sieg. Danach geht er wieder, bleibt auch nicht zur Siegerehrung. Soweit so...Märchenhaft?
Darüber kann man hinwegsehen, Langstrecken-Rennen werden heute im Sprint-Stil gewonnen. Ob jedoch eine der Taktiken von Sonny im Film jemals funktionieren würden, wage ich zu bezweifeln. Und da sind wir schon bei meinem Größten Problem. Hayes soll ein Rennfahrer der alten Schule darstellen, der persönliche Dämonen nach einem Unfall in jungen Jahren mit sich trägt. Spielsüchtig und Lebensmüde... Ein wandelndes Klischee mit dem Charme eines alternden Brad Pitt. Abgesehen von seinem Auftritt als 'Ars*h' im Film, der keinerlei Regeln beachtet und mit Strafen jongliert um erst sich und Achtung! spoiler: Dann seinem Team zu helfen, findet man keine Tiefe. Keine seiner Handlungen ist wirklich nachvollziehbar und die ganze zusätzlich inszenierte Love Story wirkt so unnötig eingestreut. Abgesehen davon scheint der Altersunterschied recht hoch. Aber Who am I? Alter spielt anscheinend keine Rolle, weder am Steuer eines Rennwagens noch in der Liebe. Apropos Rennwagen. Die Fitness die es braucht um einen F1 Fahrzeug im Renntempo bewegen zu können, wird uns nur bei 'JP' wirklich nähergebracht. Ein zwei Szenen zeigen zwar auch Sonnys Trainingsroutinen, hauptsächlich bestehen die wohl aber aus Joggen. Komischerweise scheint unser junger Teamkollege sich deutlich schwerer zu tun in der körperlichen Fitness. Na gut, Menschen sind verschieden. Kann man akzeptieren in einer solchen Fiktion.
'JP', welcher nur von Sonny so genannt wird, präsentiert sich als Selfmade-Man der Wert auf Luxus legt. Ein wenig merkt man bei Ihm die Präsenz von Lewis Hamilton, welcher als Produzent wohl beteiligt war. Man kann die Parallelen der beiden Charaktere deutlich erkennen — was auch nicht schlimm ist. Damson Idris macht seinen Job gut, würde ich sagen. Aber bleibt nicht hängen. Exakt so passiert das auch bei Javier Bardem, der primär durch tolle Anzüge und Sonnenbrillen bestechen darf. Auch hier geht Potential flöten. Doch was kann der Film denn jetzt so richtig gut?
Das audio-visuelle-Erlebnis ist super! Man merkt das echte Autos gefahren wurden. Man kann sich zwar über die Lenkbewegungen von Hayes im Cockpit beömmeln und ich glaube nicht das es mit 'Searching for Grip' zu tun hat, dennoch suchen diese Bilder ihres Gleichen. Die Musik, also der Film-Score von Hans Zimmer macht Spaß. Die ganzen Hip Hop/Pop Songs und auch der ein oder andere Rock-Klassiker wirken wieder super Klischee behaftet. Das erinnert dann mehr an Drive to Survive als an einen ernstzunehmenden Blockbuster. Aber auch damit lässt sich leben. Denn wenn die Action Szenen einsetzen, vergisst man ganz schnell die Schwachstellen des Films und kann sich wirklich berauschen lassen! Diese machen den Film aus und heben ihn für mich auf ein solides und zumindest kurzweiliges Popcorn-Kino Niveau.
Der Film ist spannend, die Schauspieler sind gut, die Handlung auch. Aber der Film ist nicht besser oder schlechter als die bisherigen Rennfahrer Filme die es schon gibt. Die Aufnahmen sind auch nichts besonderes, denn wer schon mal Formel 1 Rennen auf RTL oder so gesehen hat, kennt solche Aufnahmen aus dem Cockpit, oder von oben, oder von den Kameras an den Curbs usw schon.
Und die Vertonung ist für einen Film aus dem Jahr 2025 wahrlich schlecht. Mindestens 80 Prozent kommen aus dem Center. Selten mal hört man Surround Effekte aus den Front Speakern und gar nichts aus den Rear Speakern. Aus den Front Speakern kommt hauptsächlich der Score. Man hört ja noch nicht mal so richtig die Motoren der Autos von links nach rechts. Das ist umso entäuschender da man sogar aus dem TV Sender live beim Rennen Motoren von links nach rechts und Vice versa hört und im TV auch die Motoren in der Box oder den Tunneln dagegen spektakulär laut und aggressiv klingen. Im Film ist das mässig mit Ton aus dem Center zu hören. Und TV Toneffekte würde ich mal als minimal Anforderung ansehen bei einem Blockbuster. Wenn ich testweise von Surround auf Stereoton umschalte höre ich mehr deutliche rechts links Effekte als bei Surround, bemerke aber auch das der Film schon sehr nach Mono-Center-Vertonung klingt. Auch der Bass ist sehr spärlich vorhanden, ausser bei einem Hipp Hop Song in der Mitte des Films. Ich gebe mal eine sehr wohlwollende Sternezahl ab weil die Schauspieler gut gespielt haben.
Also wer F1 als Spielfilm will, der bekommt hier das ganze Paket. Na klar, gibt es hier ein paar „Regelverstöße“, und logisch, dass der alte „Opa“ am Ende sogar noch ein Rennen gewinnt, was soll´s, ist halt Hollywood. Wenn ich ein reales F1- Rennen sehen will, dann gehe ich nicht ins Kino, sondern mach die Glotze an. Handwerklich ist der Film wohl an der Grenze zum möglichen, solides Schauspiel, tolle Musik (Hans Zimmer- eine Bank- wie immer), fand ihn jetzt auch nicht zu lang, zweifelsohne ein Film fürs Kino. Mit viel Fantasie könnte man in die Story auch eine versteckte Hommage hineininterpretieren- gelbe Rennanzüge, Camel-Werbung, das unübersehbare MSC- Logo (ja, ich weiß, das ist auch ein Kreuzfahrtunternehmen- aber eben auch ein Fahrer-Kürzel gewesen), aber das ist jedem selbst überlassen. Überhaupt fand ich, die eine oder andere aktuelle Fahrerbiographie wurde hier durchaus hinzugezogen. „Rush“ und „Le Mans 66“ bleiben unantastbar, aber „F1“ ist durchaus in den Punkterängen.
„Top Gun“, aber dieses Mal mit Autos. Ich bin ja überhaupt kein Fan von Motorsport, auch wenn ein Teil meines Freundes- und Familienkreises großer Verfechter davon ist. Dennoch schaue ich mir in filmischer Form die Thematik doch immer wieder gerne an. Auch von der Formel 1 habe ich keine Ahnung, wenn gleich mich dann doch eine Sache von Beginn an neugierig gemacht hat, nämlich der Mann hinter der Kamera: Joseph Kosinski. „F1“ ist auch genau die Art von Film geworden, die man von Kosinski erwartet, mit all seinen Stärken und auch Schwächen. Wie oben schon erwähnt kann man diesen Film nämlich am ehesten mit seinem letzten Film vergleichen „Top Gun: Maverick“. Nicht nur die Handlung ist Deckungsgleich, auch die Inszenierung und die Figuren finden sich 1:1 im Vorgänger. Der Film dreht sich um APXGP. Ein Rennstall, der kurz davor steht verkauft zu werden, da sie weder einen Sieg errungen haben, noch einen Punkt geholt haben. Deren Vorstand Ruben wendet sich an seinen alten Freund Sonny. Der ehemalige Rennfahrer soll den Laden wieder auf Kurs bringen und ihnen einen Sieg bescheren. Doch im gleichen Team gibt es auch den noch sehr jungen Joshua, der in Sonny zunächst einen Rivalen im eigenen Team sieht. Die Handlung ist hier leider wirklich absolute Standartkost, bietet wenig Wendungen und auch inhaltlich keine neuen Ideen. Wie zuvor zeigt sich einfach, dass Kosinski einfach kein herausragender Autor ist und er oft dafür verantwortlich ist, wieso es vielen seiner Filme am Ende zum Meisterwerk fehlt. Hier kopiert er im Grunde viele Aspekte aus seinen Vorgängern. Besonders „Top Gun“ und „No Way Out“ sind hier stark rezipiert. ABER wie so oft bei seinen Filmen kann ich hier dennoch sehr gut über die dünne Handlung hinwegsehen. Kosinski hat einfach ein großartiges Auge für Ästhetik. „F1“ ist da keine Ausnahme und reiht sich in die visuellen Rausche von „TRON: Legacy“ oder „Oblivion“ ein. Die Nutzung der echten Strecken ist ein großer Gewinn für den Film und lässt die vielen Rennen einfach spektakulär aussehen und zeigt mir auch einfach wieder, dass im Medium Film einfach alles funktionieren kann, egal ob mich das Thema interessiert. Durch Schnitt und Kameraarbeit einstehen hier spektakuläre Bilder. Da verzeiht man auch das extreme Productplacement oder die wenig kritische Auseinandersetzung mit der Formel 1. Auch die Laufzeit ist im Grunde viel zu lange, aber die einzelnen Rennen machen das alles wieder weg. Die Musik von Hans Zimmer ist ebenfalls verdammt gut gemacht und bringt einen treibenden Beat mit, der gut zum Grundton passt. Darstellerisch kann man wenig meckern. Die Figuren sind zu weiten Teilen wenig komplex und wirken wie aus dem Kosinki Lehrbuch. Super maskulin, mit dem Herz am rechten Fleck, dazwischen ein paar freie Oberkörper vor Sonnenuntergängen, eine taffe Dame fehlt auch nicht, echte Männerfreundschaften und die Rivalität zweier Generationen, die am Ende aber zu Freunden werden. Das findet man ebenfalls in all seinen Filmen, funktioniert hier aber wieder und ist auch in keinem Punkt, der oben genannt ist, negativ gemeint. Brad Pitt ersetzt den Tom Cruise, bringt aber das nötige Charisma mit. Damson Idris ersetzt Milles Teller. Kerry Condon kommt der Part der taffen Dame zu, den sie aber wieder hervorragend ausfüllt (allgemein muss ich hier mal anmerken, dass Condon einfach viel zu selten gewürdigt wird) und Javier Bardem hat einfach eine verdammt starke Aura und Ausstrahlung in all seinen Rollen. So mal er hier in seinen schicken Anzügen einfach verdammt se*y ist.. gut aussieht. Am ehesten muss man wenn kritisieren, dass das Verhalten der beiden Protagonisten es sehr lange schwierig macht mit ihnen zu sympathisieren. „F1“ erreicht zwar nicht die Klasse eines „Le Mans 66“, dafür fehlt es an Drama und spannenden Figuren, ist aber (mal wieder) ein großartiger visueller und auditiver Rausch, wie man ihn von Joseph Kosinski erwartet hat. Die Handlung ist zwar im Grunde die selbe wie „Top Gun: Maverick“ funktioniert aber. Trotz all der Schwächen machen die Rennszenen, die das Herzstück sind, einfach extrem viel Spaß und ich konnte mich über zwei Stunden an stylishen Bildern erfreuen, die man zwischen all den CGI Orgien, so nicht mehr für Verständlich sehen darf.
Wer einen Sportfilm möchte, bekommt hier einen. Die Rennszenen sind mitreißend, die Figuren lebendig und reifen im Laufe des Films und die Oneliner sitzen. Nur manche „Zwischenmenschlichen“ Dialoge, die etwas das private Umfeld der Sportler näher bringen sollen bestehen oft aus Klisches. Fazit: Ein Sportfilm der einen mit diesem wunderbaren Gefühl des Wunders (Sieges) aus dem Kino entlässt.
Nicht viel nachdenken und such unterhalten lassen...Popcorn-Kino vom allermeisten. Ohne Superhelden, Außerirdische, Multiversen oder Dinosaurier. Die Aufnahmen sind großartig und Brad Pitt kommt sympathisch rüber. Wie gesagt, bloß nicht viel nachdenken und High-Speed auf der großen Leinwand genießen.
Besser als erwartet. Zwar folgt es dem erwarteten Schema, aber die Charaktere sind trotzdem oft liebenswert und die Idee wie man Schritt für Schritt sich von unten nach oben hoch arbeiten kann ist doch anders als erwartet......lässt euch einfach überraschen und geniesst das nette Popcorn-Kino.