Jan Schlichtmann (John Travolta) ist einer von jenen abgebrühten und zynischen Juristen, wie man sie aus den Gerichten kennt. Profit ist alles, Erfolg ist alles, was man verteidigt oder gegen wen man zu Felde zieht, ist absolut beliebig. Das ändert sich, als er mit einem neuen Fall beauftragt wird. Zwölf Kinder aus einem Ort mussten an Leukämie sterben, weil es zwei Konzernen gefiel, ihr Abwasser in die Wasserversorgung abzuleiten. Schlichtmann beginnt ganz gegen sein übliches Verhalten, wirklich um die Sache zu streiten. Ob ihm das angesichts der mächtigen Gegner Glück bringen wird, bleibt allerdings fraglich. Aber Schlichtman scheut auch nicht den eigenen finanziellen Ruin, um auf der moralisch richtigen Seite zu stehen. Seine Kanzleipartner haben jedoch immer größere Zweifel, ob der Weg weiter gegangen werden soll.
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Kritik der FILMSTARTS-Redaktion
3,0
solide
Zivilprozess
Von Carsten Baumgardt
Jan Schlichtmann (John Travolta) ist ein Anwalt, der nahezu jedes Klischee erfüllt, das es von seinem Berufsstand gibt. Aber vor allem ist er aalglatt und zynisch. Auf Schadensersatzklagen spezialisiert, scheffelt er mit seiner kleinen Kanzlei Millionen. Moral steht allerdings bei dem findigen Winkeladvokaten nicht an erster Stelle. Doch dies soll sich im Verlauf von Steven Zaillians Gerichtsdrama „Zivilprozess“ ändern.In einem kleinen Ort in New England sterben acht Kinder an Leukämie. Die Eltern sind davon überzeugt, dass zwei heimische Unternehmen in dieser Gegend ihre giftigen Lösungsmittel in den Fluß der Ortschaft Woburn gekippt haben. Die beteiligten Familien wollen die Verantwortlichen für den Tod ihrer Kinder zur Rechenschaft ziehen und bitten Schlichtmann, den Fall zu übernehmen. Seine Kanzlei wendet große Geldsummen auf, um Gutachten erstellen zu lassen, die das Umweltverbrech