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    Nur für Filmfans mit starkem Magen: Die abgefahrenste Kotzorgie des Jahres kommt ins Heimkino
    Daniel Fabian
    Daniel Fabian
    -Redakteur
    Zu verrückt? Gibt es nicht! Wo Neues entsteht, beginnt für Daniel Kino, das sich ins Gedächtnis brennt. Je schräger und verrückter, desto besser!

    Ruben Östlund macht mit „Triangle Of Sadness“ da weiter, wo er mit „The Square“ aufgehört hat. Das Ergebnis: eine bitterböse Satire inklusive jeder Menge Kotze – die als standesgemäße Edition ins Heimkino kommt.

    Ob nun in „Play - Nur ein Spiel?“, „Höhere Gewalt“ oder „The Square“: Ruben Östlund liebt es, gesellschaftliche Rollenbilder vor dem Hintergrund von Ausnahmesituationen zu demontieren – und nimmt sich in den satirisch-überspitzten Szenarien mit Vorliebe die „oberen Zehntausend“ vor. Und genau da macht er nun auch mit „Triangle Of Sadness“ weiter.

    Die bitterböse Abrechnung mit den Reichen und Schönen wurde in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet, dürfte Ruben Östlund demnächst eine weitere Oscarnominierung einbringen und landet knapp fünf Monate nach seinem Kinostart demnächst im Heimkino – in einer Version, die dem Film absolut gerecht wird:

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    Neben handelsüblichen Editionen auf DVD und Blu-ray* erscheint „Triangle Of Sadness“ am 24. März 2023 nämlich auch als streng limitierte, durchnummerierte Collector's Edition in 4K – die nicht nur mit bester Bild- und Tonqualität überzeugen soll, sondern vor allem auch mit einer besonderen Aufmachung: Die Edition kommt nämlich obendrein in edler Mediabook-Verpackung daher, inklusive dem wohl passendsten Covermotiv, das es für diesen Film nur geben kann: eine wohlhabende Dame, die flüssiges Gold kotzt – wie es die Reichen nun mal tun…

    "Triangle Of Sadness": Eine bitterböse Holzhammer-Satire

    Im Zentrum von „Triangle Of Sadness“ stehen Model Carl („The King's Man“-Star Harris Dickinson) und Influencerin Yaya (die im August verstorbene Charlbi Dean), die eine Einladung für eine Luxuskreuzfahrt erhalten – und an Bord der dekadenten Megayacht auf russische Oligarchen, skandinavische IT-Mogule, britische Waffenmagnate und gelangweilte Ehefrauen treffen. Und auf einen stets besoffenen Captain (Woody Harrelson), der den Luxusdampfer mitten in einen Sturm manövriert. Mit verheerenden Folgen.

    Denn gerade als Kaviar, Champagner und Co. gereicht werden, nimmt die Seefahrt eine tragische Wendung. Die Yacht fällt dem Sturm zum Opfer, einigen Passagieren gelingt es aber immerhin, sich auf eine naheliegende Insel zu flüchten – wo ausgerechnet Putzfrau Abigail (Dolly De Leon) das Kommando übernimmt…

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    Sobald die See rauer wird und die Reichen und gar nicht mehr so Schönen beginnen, sich das sündhaft teure, exorbitante Buffet einzuverleiben – koste es, was es wolle –, ist das alles andere als subtil, aber doch irgendwie ganz treffend. Manchmal muss eben der Dampfhammer ausgepackt werden, um eine Message zu vermitteln. Oder eben der Kotzstrahl.

    Wer einen schwachen Magen hat, sollte sich jedenfalls gut überlegen, ob er sich auf Seefahrt begeben will – oder ob das Ganze letztlich darin endet, gemeinsam mit den Protagonisten sein Inneres nach außen zu kehren. Zur Sicherheit kann es jedenfalls nicht schaden, einen Eimer bereitzuhalten…

    Im Großen und Ganzen lässt Östlund trotz einiger pointierter Momente allerdings die Präzision vermissen, mit der er gewisse Rollenmuster noch in seinen Vorgänger-Filmen aufbrach. Von einer „scharfen Analyse gesellschaftlicher Zustände“ ist seine am Ende erstaunlich banal geratene „Herr der Fliegen“-Version leider ziemlich weit weg, wie auch unser Kritiker Michael Meyns feststellt. In der FILMSTARTS-Kritik gibt es für die bedauernswerterweise nur zeitweise „bitterböse Farce“ so am Ende nur durchschnittliche 2,5 von 5 möglichen Sternen.

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