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    Dieser fast vergessene Horror-Thriller bescherte "Iron Man"-Star Robert Downey Jr. vor 20 Jahren ein Comeback
    Michael Bendix
    Michael Bendix
    -Redakteur
    Ob psychologischer Horror, Slasher-Film oder obskures Kleinod: Michael liebt das Horrorkino, seit er nach dem Schauen von „Blair Witch Projekt“ eine halbe Stunde lang wie versteinert auf dem Sofa saß.

    Robert Downey Jr. war nicht immer Iron Man – und erst recht kein Star, der für einen einzigen „Avengers“-Film astronomische Summen von bis zu 75 Millionen Dollar verlangen konnte. Auf seinem Weg dahin spielte auch ein Horrorfilm eine Rolle...

    Der heutige Ruhm von Robert Downey Jr., den er vor allem durch seine Rolle als „Iron Man“ gewonnen hat, ist alles andere als selbstverständlich. Zwar hat der 58-Jährige damals Hochkaräter wie Tom Cruise ausgestochen, das lag aber vor allem daran, dass Downey Jr. schlicht billiger war als alle anderen – weil sich seine Karriere in einem Tief befand und er einen Flop an den anderen reihte. Eine Zeitlang war der Schauspieler sogar überhaupt nicht mehr auf der Leinwand zu sehen, nachdem er 1999 wegen illegalen Drogenbesitzes zu drei Jahren Haft verurteilt worden war (von denen er immerhin ein Jahr absitzen musste).

    Der Wiedereinstieg in die Welt des Films war nicht einfach. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis spielte Downey Jr. zunächst im Musikvideo zu „I Want Love“ von Elton John mit, die erste Hauptrolle in einem Kinofilm folgte 2003 in „The Singing Detective“, einer heute nahezu vergessenen Leinwand-Adaption der gleichnamigen BBC-Serie aus den 80er-Jahren. Downey Jr. stand dafür unter anderem mit Mel Gibson (der den Film auch produzierte), Robin Wright, Katie Holmes oder Adrien Brody vor der Kamera, doch sein ohnehin spärliches Budget von ca. 8 Millionen US-Dollar konnte der Film nicht annähernd wieder einspielen: Das Box-Office-Endergebnis belief sich auf nicht mal 500.000 Dollar.

    Mit diesem Horror-Thriller gelang Robert Downey Jr. ein kleines Comeback

    Von einem großen Comeback kann man in diesem Fall also kaum sprechen. Der erste Film, der Downey Jr. wieder etwas Aufmerksamkeit einbrachte, kam allerdings im selben Jahr – und obwohl er heute ebenfalls ein Schattendasein fristet, war er vor 20 Jahren ziemlich erfolgreich: „Gothika“, ein von Mathieu Kassovitz („Hass“) inszenierter Horror-Thriller, in dem eine Kriminalpsychologin (Halle Berry) nicht nur des Mordes an ihrem Mann beschuldigt wird, sondern sich auch mit übernatürlichen Ereignissen in einer psychiatrischen Klinik konfrontiert sieht. Downey Jr. spielt ihren Kollegen Pete Graham, während in einer weiteren Rolle auch Penélope Cruz zu sehen ist.

    Der Film erhielt durchwachsene bis negative Kritiken (auch für FILMSTARTS kam er seinerzeit mit 2,5 von 5 Sternen über Mittelmaß nicht hinaus), erwies sich aber als Achtungserfolg: Sein Budget von etwa 40 Millionen Dollar konnte er mehr als verdreifachen. Produzent Joel Silver („Stirb langsam“, „Matrix“) hielt zunächst übrigens 40 Prozent der Gage von Robert Downey Jr. zurück, die er erst nach erfolgreichem Abschluss der Produktion erhalten hat – eine Art Versicherung für den Fall, dass der ehemals drogensüchtige Schauspieler am Set rückfällig werden würde.

    Doch dazu kam es nicht, und fünf Jahre später folgte mit dem ersten Auftritt als Tony Stark alias Iron Man dann schließlich die Rolle, die ihn endgültig in Hollywoods A-Liga zurückkatapultieren sollte. Für seinen Part in Christopher Nolans „Oppenheimer“ gilt er zurzeit als möglicher Oscar-Anwärter.

    Heute kaum zu glauben: Robert Downey Jr. wurde nur deshalb zum Marvel-Star, weil das Studio Geld sparen wollte!

    Dieser Artikel ist in ähnlicher Form bei unserer spanischen Schwesternseite Sensacine erschienen.

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