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    Martin Scorsese belebt totes Traumprojekt wieder – mit Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence in den Hauptrollen
    Björn Becher
    Björn Becher
    -Mitglied der Chefredaktion
    Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

    Auch mit 80 Jahren denkt Regie-Legende Martin Scorsese nicht an die Rente. Im Gegenteil: Er will nun gleich zwei neue Filme nacheinander drehen – darunter ein starbesetzes Biopic, welches ihn schon sehr lange umtreibt.

    Netflix

    Dass Martin Scorsese an einem neuen Film über das Leben von Jesus arbeitet, ist schon länger bekannt. Doch wie nun das Branchenmagazin Variety berichtet, bereitet er parallel dazu noch einen weiteren Film vor und hat den Plan, beide Werke dann direkt hintereinander zu drehen. Denn Scorsese will nun doch noch ein Biopic über Frank Sinatra machen.

    Sinatra-Biopic lebt wieder – mit einer Netflix-Reunion

    Schon seit weit über 20 Jahren spielt Scorsese mit dem Gedanken, das Leben des legendären Entertainers Frank Sinatra zu verfilmen. 2000 war mal John Travolta für die Hauptrolle und Tom Hanks als dessen Kumpel Dean Martin an Bord. Auch mit der Idee, Robert De Niro und Al Pacino in diesen beiden Parts zu besetzen, spielte der „Killers Of The Flower Moon“-Regisseur zeitweise. Doch viele Jahre lang entwickelte er das Projekt vor allem gemeinsam mit seinem Lieblingsschauspieler Leonardo DiCaprio. Und der soll nun wirklich Sinatra verkörpern.

    An der Seite des Superstars wird voraussichtlich eine nicht minder prominente Schauspielerin agieren. Jennifer Lawrence soll Ava Gardner spielen. Die beiden Stars standen bereits beim Netflix-Hit „Don't Look Up“ (siehe Artikel-Bild) gemeinsam vor der Kamera.

    Hollywood-Legende Gardner war von 1951 bis 1957 mit Sinatra verheiratet, wobei sie sich bereits 1953 trennten und sie 1954 die Scheidung einreichte. Gemeinsam gehörten sie auch zur illustren Besetzung des Kriegs-Dramas „Verdammt in alle Ewigkeit“, für das Sinatra 1954 einen Oscar gewann.

    Die Ehe sorgte für viele Schlagzeilen. Sinatra bekam massive Kritik, dass er für Gardner seine erste Frau Nancy und die drei gemeinsamen Kinder verließ. Zudem waren auch ihre vielen Streitigkeiten ein ständiges Thema in der Öffentlichkeit. Trotz ihrer Differenzen blieben beide nach der Ehe aber befreundet, Sinatra bezeichnete Gardner auch noch danach als seine große Liebe.

    Mit der Besetzung von Lawrence als zweite Hauptdarstellerin dürfte klar sein, dass der Fokus des Biopics auf dieser gemeinsamen Zeit von Sinatra und Gardner liegt. Während der vielen Entwicklungsstufen des Films nahm Scorsese immer wieder andere Abschnitte im Leben des Musikers und Schauspielers für sein Biopic ins Visier. Zeitweise hatte er so den Plan, den alten Musiker am Ende seines Lebens in den Mittelpunkt zu rücken.

    Hollywood reißt sich um "Sinatra" – doch die Tochter des Musikers hat das letzte Wort

    Laut Variety bemühen sich zahlreiche Hollywood-Studios trotz eines garantiert sehr üppigen Budgets und damit verbundener Kosten bereits um das Projekt. Apple sei natürlich interessiert, nach „Killers Of The Flower Moon“ erneut mit der Regie-Legende zu arbeiten. Doch aktuell soll Sony die besten Karten haben.

    Obwohl bereits viel vorbereitet und verhandelt wird, ist das Projekt aber noch immer unsicher. Denn Frank Sinatras Tochter Tina muss Rechte freigeben, ihren Segen geben und kann ein Biopic ganz alleine verhindern. Genau das ist das letzte Mal geschehen, als Scorsese bereits kurz vor der Realisierung stand. 2017 erklärte der Regisseur so das „Sinatra“-Biopic für tot und merkte durchaus verbittert an: Er verstehe, dass bestimmte Sachen schwierig für eine Familie seien: „Wenn ihr aber erwartet, dass ich es mache, dann könnt ihr nicht bestimmte Dinge zurückhalten“.

    Damals machte er aber klar, wenn Tina Sinatra ihre Meinung ändern sollte, sei er sofort wieder da. Womöglich ist das nun passiert.

    "Life Of Jesus" mit Andrew Garfield und Miles Teller

    Als „Sinatra“ vor einem knappen Jahrzehnt kurz vor der Realisierung stand, wollte Scorsese ihn in kurzer Abfolge mit seinem Jesuiten-Drama „Silence“ drehen. Und auch bei diesem Anlauf scheint er ihn mit einem Film verknüpfen zu wollen, der sich ausführlich mit Religion beschäftigt – nämlich mit dem Leben von Jesus. Angeblich will Scorsese sein geplantes Werk „Life Of Jesus“ und „Sinatra“ back to back, also in einem Rutsch, drehen.

    „Life Of Jesus“ wird ein kleinerer Film. Das christliche Drama soll trotz des umfangreichen Themas nur 80 Minuten dauern. Scorsese hat es komplett unabhängig und ohne Hollywood-Studio im Rücken finanziert. Aktuell soll er auch hier bereits mitten im Casting-Prozess sein. Laut Variety werde Andrew Garfield nach „Silence“ voraussichtlich wieder mit an Bord sein. Es ist aber unbekannt, ob er die Titelrolle spielt oder einen anderen Part bekleidet. Auch „Top Gun: Maverick“-Star Miles Teller sei für eine Rolle eingeplant.

    Der aktuelle Plan von Scorsese sehe es laut Variety vor, dass er „Life Of Jesus“ später im Jahr 2024 in Israel, Italien und Ägypten dreht – wobei da der aktuelle Israel-Gaza-Krieg noch einen Strich durch diese Pläne machen kann. Direkt anschließend soll dann „Sinatra“ entstehen. Beide Filme könnten so 2025, spätestens 2026 erscheinen.

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