"Du verdienst mehr an einer Folge ‚The Walking Dead‘!": So wenig Geld bekam der "Deadpool"-Regisseur für seine Marvel-Verfilmung
Chantal Neumann
Chantal Neumann
-Redakteurin
Chantal liebt das große Kino genauso wie das Binge-Watching auf dem heimischen Sofa – Hauptsache der Film oder die Serie ist gut.

Mit „Deadpool“ gab Tim Miller 2016 sein Langspielfilm-Debüt. Von den etwa 783 Millionen Dollar, die der Film einspielte, sah der Regisseur selbst nur eine geringe Summe. Wie viel er für den Blockbuster bekam, erzählte er nun in einem Interview.

Mit einem Einspielergebnis von über 1,3 Milliarden Dollar weltweit hat „Deadpool & Wolverine“ in diesem Jahr die Kinowelt im Sturm erobert. Damit ist der Film nicht nur der zweiterfolgreichste des Jahres 2024 – hinter „Alles steht Kopf 2“ –, sondern auch der bislang erfolgreichste Teil dr „Deadpool“-Reihe. Dieses Ergebnis übertrifft sogar den bisherigen Rekordhalter der Reihe, „Deadpool 2“, der 2018 knapp 786 Millionen Dollar einspielte. Doch die Erfolgsgeschichte dieses außergewöhnlichen Superhelden begann bescheiden – und mit erheblichen Herausforderungen.

In dem X-Men-Ableger „X-Men Origins: Wolverine“ verkörperte Ryan Reynolds 2009 erstmals den selbstironischen Anti-Helden – damals allerdings nur in einer Nebenrolle. Kurze Zeit später konnte man den Schauspieler dann in der Hauptrolle in einer Comicverfilmung sehen: „Green Lantern“. Da diese dich letztlich aber als großer Flop entpuppte, wurde auch „Deadpool“ mit Reynolds bei seiner Ankündigung mit Skepsis betrachtet.

Der Film übertraf schließlich die Erwartungen um Längen und konnte weltweit etwa 783 Millionen Dollar einspielen – und das bei einem Budget von gerade einmal 58 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Die meisten Superheldenfilme aus dieser Zeiten kosteten über 150 Millionen Dollar oder mehr. Während „Deadpool“ die Kinokassen klingeln ließ, profitierte einer kaum vom finanziellen Erfolg: der damalige Regisseur.

So viel verdiente Tim Miller an "Deadpool"

Auf der Comic Con Experience in Brasilien, wo er seine neue Serie „Secret Level“ vorstellte, sprach Tim Miller kürzlich mit dem Collider darüber, wie viel er damals für die Inszenierung von „Deadpool“ bekam. Mit dem Blockbuster gab der Regisseur 2016 sein Langspielfilm-Debüt. „Es ist nicht wirklich lukrativ, in Hollywood zum ersten Mal Regie zu führen [...]. Ich habe 225.000 Dollar für die Regie von ‚Deadpool‘ bekommen. Ich weiß, das hört sich nach viel Geld an, aber für zwei Jahre Arbeit ist das nicht gerade viel“, erklärte er. Hauptdarsteller Reynolds soll übrigens gut 22 Millionen Dollar für den Film bekommen haben.

Der spätere „Terminator: Dark Fate“-Regisseur schätze sich glücklich, Teil eines so erfolgreichen Franchises zu sein, dennoch fügte er hinzu: „Dann ist mein zweiter Gedanke, dass ich mir wünschte, meine Regieverträge hätten einen Anteil am Merchandising, damit ich etwas Geld von all dem bekommen könnte“. Er fuhr fort: „Nicht, dass ich nicht dankbar wäre, ich bin verdammt dankbar, so ist das nun mal, wenn man zum ersten Mal als Regisseur tätig ist.“ Humorvoll bemerkte er: „Mein Agent sagte: ‚Alter, du verdienst mehr an einer Episode von ‚The Walking Dead‘“.

Übrigens: Laut aktuellen Aussagen von Ryan Reynolds wird es keinen vierten „Deadpool“-Film mehr geben. Dennoch müssen MCU-Fans wohl nicht ganz auf den vorlauten Söldner verzichten. Welche Pläne es für die Marvel-Figur gibt, erfahrt ihr in dem nachfolgenden Artikel.

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