Dwayne Johnson hatte in diesem faszinierenden Sci-Fi-Thriller eine seiner ersten Rollen – kommt jetzt die Fortsetzung?
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

„Donnie Darko“-Macher Richard Kelly ist ein echter Ausnahmeregisseur. Sein letzter Film liegt nun allerdings schon ganze 16 Jahre zurück. Aktuell arbeitet Kelly aber an seiner Rückkehr – inkl. einer Fortsetzung zu seinem größten Flop.

Wild Bunch

Anfang der 2000er-Jahre war man sich einig, was Richard Kelly anging: Wer mit zarten 26 Jahren ein lebenskluges Meisterwerk wie „Donnie Darko“ abliefert, ist ein Ausnahmeregisseur, dem eine mehr als rosige Zukunft bevorsteht. Nun ja, die Realität sah ein wenig anders aus. Mit „Southland Tales“ sollte sich Kelly bereits mit seinem zweiten Film die Karriere verbauen. Der Sci-Fi-Thriller mit Dwayne Johnson in einer seiner ersten Rolle wurde bei den Filmfestspielen in Cannes fast schon bösartig verrissen und scheiterte im Anschluss an den regulären Kinokassen krachend.

Mit „The Box“ folgte 2009 dann die bislang letzte Regiearbeit von Richard Kelly. Ein Mystery-Thriller mit Cameron Diaz, dessen Ausgangslage eigentlich vielversprechend klang, aber letztlich niemanden wirklich gejuckt hat. Im Kino ging der Film unter – und Kelly verabschiedete sich aus dem Filmgeschäft. So schnell kann ein kometenhafter Aufstieg in der Filmbranche sein Ende finden. Wobei es im Falle von Richard Kelly noch nicht das Ende gewesen sein muss.

Kommt es zum großen Comeback?

Der „Donnie Darko“-Macher war kürzlich zu Gast im Podcast The Movie That Made Me und hat dort offenbart, dass er aktuell an einem großen Comeback arbeitet: „Ich habe so viel zu tun. Ich arbeite buchstäblich an zehn verschiedenen Dingen und warte nur darauf, welches dieser Projekte die Filmgötter mit grünem Licht segnen werden. […] Ich bin sehr aufgeregt deswegen.“

Mal ehrlich, wer hätte nach gut 16 Jahren Abwesenheiten damit gerechnet, dass Richard Kelly noch einmal einen Versuch wagt, zurück in die Filmindustrie zu kehren? Umso schöner, dass er den Mut nicht verloren hat. Das zeigt übrigens auch der Umstand, dass er „Soutland Tales“ ebenfalls weiter ausbauen möchte:

„Ich hoffe wirklich, mehr ‚Southland Tales‘ machen zu können. Es ist nur eine Frage, wie viel es kostet und ob ich die Schauspieler zurückhole. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie es passieren könnte.“

Gelingt es Richard Kelly wirklich, sich ein Comeback zu ermöglichen – und dann auch noch mit einer Fortsetzung (oder einem Prequel, wie Kelly selbst vor Jahren andeutete) zu „Southland Tales“, wäre das wirklich erstaunlich. Noch einmal: Der Film gilt als desaströser Misserfolg und künstlerisches Himmelfahrtskommando. Das kann man ablehnen, man kann die Ambitionen aber auch wertschätzen und „Soutland Tales“ als faszinierendes Auteur-Kino sehen – so wie FILMSTARTS-Redakteur Stefan Geisler in seinem Streaming-Tipp.

Ob Richard Kelly es wirklich gelingen sollte – und wir bewegen uns hier auf dünnem spekulativen Eis – die Schauspieler von damals für einen neue „Southland Tales“-Film zu begeistern, bleibt abzuwarten. Schließlich waren hier neben Dwayne Johnson auch weitere namhafte Stars wie Seann William Scott, Justin Timberlake und Sarah Michelle Gellar mit von der Partie. Der massive Gegenwind dürfte auch an ihnen nicht spurlos vorbeigezogen sein. Das Potenzial, sich erneut zu verheben, ist jedenfalls mehr als gegeben.

Und wo wir schon bei Dwayne Johnson sind: Wo bleibt eigentlich „Fast & Furious 11“?! Eine Antwort auf die ziemlich verdächtige Verzögerung hat nun „Reacher“-Star Alan Ritchson geliefert. Mehr dazu im nachfolgenden Artikel:

Warum dauert es so lange mit "Fast & Furious 11"? Jetzt liefert "Reacher"-Star Alan Ritchson die Erklärung

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