Gene Hackman ist tot. Das berichtet unter anderem die New York Post. Der Schauspieler, der vor wenigen Wochen seinen 95. Geburtstag feierte, wurde ebenso wie seine Ehefrau, die Pianistin Betsy Arakawa, tot in seinem Heim in Santa Fe, New Mexiko aufgefunden.
Nähere Details zur Todesursache sind bis dato nicht bekannt. Neben Hackman und Arakawa sei zudem der Hund des Paares tot aufgefunden worden.
Einer der ganz Großen der Traumfabrik: Das war Gene Hackman
Geboren am 30. Januar 1930 im kalifornischen San Bernardino, trat Hackman bereits im zarten Alter von 17 Jahren dem Marine Corps bei und diente jahrelang als Funker. Es folgte ein Journalistikstudium in New York, bevor er sich schließlich dazu entschied, nach Los Angeles zu ziehen und sich als Schauspieler zu versuchen – bevor er dann doch wieder in der Stadt, die niemals schläft, landete, wo er sich vorübergehend eine kleine Wohnung mit seinen Schauspielkollegen Dustin Hoffman und Robert Duvall teilte.
Hackman stand zunächst auf den Bühnen des Broadway, bis er 1961 (in „Der Tollwütige“) seine erste Kinorolle spielte. Für „Bonnie und Clyde“ (1967) landete er als Nebendarsteller dann auch erstmals eine Oscar-Nominierung, bevor er seinen endgültigen internationalen Durchbruch mit dem mitreißenden Crime-Thriller Meisterwerk „French Connection - Brennpunkt Brooklyn“ (1971) von William Friedkin feierte. Für seine Darbietung des im Dienste des Drogendezernats stehenden Polizisten Jimmy Doyle wurde Hackman dann mit dem Oscar ausgezeichnet. Den zweiten gab es über 20 Jahre später für seine Leistung in Clint Eastwoods Western-Meisterwerk „Erbarmungslos“ (1993).
Jahrzehntelang galt er als allseits gefeierter Charaktermime, der auch im Blockbuster-Kino Spuren hinterließ – etwa mit „Superman“ (1978) oder „Die Höllenfahrt der Poseidon“ (1972). Zu seinen großen Meisterstücken zählen außerdem Francis Ford Coppolas Paranoia-Thriller „Der Dialog“ (1974) sowie das Südstaaten-Drama „Mississippi Burning“ (1988).
In seinen letzten Karrierejahren – sein finaler Film sollte „Willkommen in Mooseport“ (2004) werden – gab es Gene Hackman noch in den Thrillern „Der Staatsfeind Nr. 1“ (1999) und „Im Fadenkreuz - Allein gegen alle“ (2003), in der Komödie „Heartbreakers - Achtung: Scharfe Kurven!“ (2001), in „Mexican“ (2001) mit Brad Pitt und Julia Roberts sowie in Wes Andersons „Die Royal Tenenbaums“ (2001) zu sehen.