Neben Meg Ryan ist Julia Roberts wohl so etwas wie die ungekrönte Königin der romantischen Komödie. Schließlich bescherte sie dem Genre vor allem in den 1990er-Jahren einige seiner größten Erfolge – von „Pretty Woman“ über „Die Hochzeit meines besten Freundes“ bis hin zu „Notting Hill“. Doch auch später kehrte die heute 57-Jährige immer wieder zur RomCom zurück, zuletzt an der Seite von George Clooney in „Ticket ins Paradies“ (2022).
In den 2010er-Jahren wiederum arbeitete sie noch zwei Mal mit ihrem „Pretty Woman“- und „Die Braut, die sich nicht traut“-Regisseur Garry Marshall zusammen, der seine Karriere mit einer Art inoffiziellen Trilogie beendete – bestehend aus drei episodischen Liebeskomödien mit Feiertagsbezug: „Valentinstag“ (2010), „Happy New Year“ (2011) und „Mother's Day“ (2016). Nur im Mittelteil war Julia Roberts nicht mit von der Partie.
Was die drei Filme abseits des Regisseurs, des übergreifenden Themas und ihrer Struktur (alle drei orientierten sich offensichtlich an dem Festtags-Kultfilm „Tatsächlich... Liebe“) noch gemeinsam hatten: ein ziemlich beeindruckendes Star-Ensemble. Vor allem „Valentinstag“ schöpft in dieser Hinsicht aus dem Vollen. Neben Roberts stehen u. a. Bradley Cooper, Anne Hathaway, Taylor Swift, Shirley McLaine, Jessica Alba, Jamie Foxx, Jennifer Garner, Queen Latifah, Kathy Bates, Jessica Biel, Patrick Dempsey und Ashton Kutcher auf der Besetzungsliste.
Diese Menge an Stars bedeutet aber auch, dass die meisten von ihnen nur für wenige Minuten überhaupt in dem Film zu sehen sind. Julia Roberts spielt Kate Hazeltine, eine im Irak stationierte Offizierin der US-Armee, die in einem Flugzeug auf den frisch getrennten Holden (Cooper) trifft – der ihr prompt eine Mitfahrgelegenheit in seiner Limousine anbietet, nachdem sie nach ihrer Ankunft in Los Angeles kein Taxi bekommt. Die gesamte Screentime von Roberts beläuft sich auf gerade einmal sechs Minuten …
… die sich für die Oscar-Preisträgerin („Erin Brockovich“) aber vollends gelohnt haben: Schließlich erhielt sie für ihren kurzen Auftritt einen Gehaltsscheck über drei Millionen US-Dollar – also etwa 500.000 Dollar pro Filmminute! Kein Wunder, dass Roberts später in „Mother's Day“ erneut mit Marshall gemeinsame Sache machte.
Die Kritiker ließen kaum ein gutes Haar an "Valentinstag"
Während sich „Valentinstag“ mit einem weltweiten Einspielergebnis von 216 Millionen Dollar als ziemlich lukrativ erwies, zerriss ihn die Fachpresse übrigens mehrheitlich in der Luft. Die US-amerikanische Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes zählt so lediglich 18 Prozent an überwiegend positiven Rezensionen. Auch FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen hatte nur zwei müde Sterne für die Komödie übrig. Im Fazit seiner Kritik schreibt er:
„Außer seiner unfassbaren Besetzung, die allerdings hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt, hat ‚Valentinstag‘ wenig zu bieten. Es war halt eine Möglichkeit, aus einem ohnehin schon durchkommerzialisierten Feiertag noch ein paar Dollar mehr herauszupressen – und so eine Chance lässt sich Hollywood natürlich nicht entgehen.“
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"Eine ihrer bedauerlichsten Entscheidungen": Julia Roberts hat einen 90er-Jahre-Hit abgelehnt, der in Deutschland über 4 Millionen Zuschauer hatte*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.