Die Auflagen von DVDs und Blu-rays gehen regelmäßig zur Neige – das ist wahrlich nichts Neues. Im Gegensatz zu vor einigen Jahren allerdings stellt sich heutzutage immer öfter die Frage, ob es überhaupt noch zu einer Neuauflage kommen wird. Denn auch leidenschaftliche Sammler physischer Medien müssen sich eingestehen, dass Streaming weiter auf dem Vormarsch ist, die Produktion von Discs weiter zurückgeht. Während so manche aktuelle Filme gar nicht mehr auf Disc ausgewertet werden, ist so auch nicht gesagt, dass es bereits veröffentlichte Scheiben ewig zu kaufen gibt.
Gehen Filme Out Of Print (OOP), ist mittlerweile nicht mehr ganz so fest davon auszugehen, dass noch einmal Nachschub folgen wird. Umso erfreulicher ist es, wenn ein Verleiher dann doch mal jene Sparte bedient, die bei Media Markt, Saturn und Co. immer weniger Regale in Anspruch nimmt. So nun auch im Falle von Tobis. Im Vertrieb über LEONINE wird man am 13. Juni 2025 zahlreiche starbesetzte Film-Highlights neu auf DVD und Blu-ray in den Handel bringen!
Und wenn wir „starbesetzt“ schreiben, meinen wir Hollywoods Crème de la Crème – von Johnny Depp und Denzel Washington bis hin zu Filmemachern wie Wes Anderson und Denis Villeneuve.
"The Book Of Eli", "Prisoners" & mehr bald wieder auf DVD & Blu-ray
Unter anderem betroffen ist der bis zur letzten Sekunde nervenaufreibende Entführungsthriller „Prisoners“ mit Jake Gyllenhaal, Hugh Jackman und Paul Dano, der zu den besten Filmen von „Dune“-Macher Denis Villeneuve zählt – und das will schon was heißen!
Fans von Gyllenhaal dürfen sich darüber hinaus auch gleich über „End Of Watch“ freuen. In dem rauen, realistischen Thriller im Mockumentary-Stil von David Ayer („Suicide Squad“) gibt er gemeinsam mit Michael Pena ein charmantes, ungleiches Duo – auch wenn euch hier am Ende statt launiger Buddy-Action eher ein packend-intensiver Cop-Reißer erwartet.
Bei dem dritten Film im Bunde, den ihr ab sofort auch schon bei Amazon vorbestellen könnt, umfasst das Ensemble schlicht zu viele Stars, um es an dieser Stelle aufzulisten. Das größte Verkaufsargument von „Moonrise Kingdom“ ist ohnehin sein Regisseur: der für einmalig-symmetrische, malerisch-verträumte Bilderwelten bekannte Wes Anderson („Grand Budapest Hotel“).
Alle weiteren Titel sind bis dato nur bei JPC verfügbar, dürften aber auch schon in Kürze bei Amazon gelistet werden. Darunter etwa der stylische „The Book Of Eli“, in dem Denzel Washington durch die Postapokalypse streift und eine bedeutende Mission zu erfüllen hat – der sich ein wie immer stark aufspielender Gary Oldman in den Weg stellt.
Noch mehr Science-Fiction gibt es in „Transcendence“, in dem Johnny Depp Künstliche Intelligenz erforscht – und dabei schon bald auf dunklen Pfaden wandelt. Regie führte übrigens kein Geringerer als Wally Pfister, der Kameramann von zahlreichen Christopher-Nolan-Hits wie „Prestige“, „The Dark Knight“ und „Inception“!
Von der Zukunft in die Vergangenheit: Wer „12 Years A Slave“ in seiner Sammlung hat, macht damit nichts falsch. Das dreifach oscarprämierte Sklavendrama von Regiemeister Steve McQueen ist der markerschütternde Gegenentwurf zu Quentin Tarantinos kurz zuvor erschienenem Spektakel „Django Unchained“ – und geht auch über zehn Jahre später noch ganz schön unter die Haut.
Ein Literaturklassiker in neuem Gewand erwartet euch indes in der ebenfalls sehenswerten und sowohl vor (Mia Wasikowska, „Alice im Wunderland“) als auch hinter der Kamera (Cary Joji Fukunaga, „True Detective“) stark besetzten Neuverfilmung von „Jane Eyre“ aus dem Jahr 2011:
Groß bebildertes Historien-Kino gibt es auch in „Die Gärtnerin von Versailles“. Das romantische Drama mit Kate Winslet und Matthias Schoenaerts blieb die letzte Regiearbeit des aus „Stirb langsam“ und „Harry Potter“ bekannten, 2016 verstorbenen Kult-Mimen Alan Rickman.
Nominiert für zehn Oscars und ausgezeichnet mit den vollen fünf Sternen in der FILMSTARTS-Kritik: „American Hustle“ ist ein ganz besonderes Stück Gangster-Kino – absurd komisch und wunderbar satirisch sowie schlicht herausragend besetzt (u.a. mit Christian Bale, Amy Adams, Bradley Cooper, Jennifer Lawrence und Robert De Niro).
Trotz eines herausragenden Christian Bale, der hier eine seiner besten Leistungen überhaupt abruft, kann „Auge um Auge“ mit dem eben erwähnten Meisterstück von David O. Russell zwar nicht ganz mithalten. Sehenswert ist der stylische Crime-Thriller aber dennoch. Regie führte Scott Cooper, der Bale später auch in „Feinde - Hostiles“ und „Der denkwürdige Fall des Mr Poe“ in Szene setzte.
„The American“ schlug weder im Kino noch danach allzu hohe Wellen, macht als ironiefreie Variation von Martin McDonaghs „Brügge sehen… und sterben?“ letztlich aber nicht nur bei uns mächtig Eindruck. Wer sich auf das Tempo des gemächlich erzählten Psychogramms mit George Clooney einlässt, wird am Ende mit einer bemerkenswert emotionalen Wucht belohnt.
Übrigens: Im kommenden Mai werden gleich zwei Grusel-Klassiker, die zu den prägendsten Horrorfilmen der 2000er zählen und dennoch vergleichsweise unbekannt sind, nicht nur ihr Heimkino-Comeback feiern, sondern obendrein auch erstmals auf Blu-ray erscheinen. Die wichtigsten Infos dazu gibt's hier:
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