Schon ein Hinweis auf "The Last Of Us" Staffel 3? Dieses Buch liest Abby im Staffelfinale – und das hat es mit "Game Of Thrones" zu tun
Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Seit „Silent Hill“ ihm gezeigt hat, dass es doch auch gute Videospieladaptionen geben kann, hält Gamer Markus sehnsüchtig Ausschau nach weiteren.

Folge 7 aus der 2. Staffel „The Last Of Us“ macht am Ende schon recht deutlich, worauf wir uns in Season 3 der Videospieladaption gefasst machen können. Einen weiteren versteckten Hinweis liefert dabei zudem ein kleines Easter Egg...

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Die zweite Staffel von „The Last Of Us“ endet mit einem massiven Cliffhanger. Doch bevor wir erfahren, wie die Situation zwischen Ellie (Bella Ramsey) und Abby (Kaitlyn Dever) im Theater in der Serie aufgelöst wird, müssen wir uns noch eine ganze Weile gedulden – und das nicht nur weil Staffel 3 wahrscheinlich wieder bis zu zwei Jahre auf sich warten lassen wird.

Wie die letzte Szene nach besagtem Cliffhanger nämlich andeutet, wird man sich weiterhin sehr eng an der Videospielvorlage „The Last Of Us Part II“ orientieren und in der nächsten Season einen Perspektivwechsel vornehmen. Mit einem Sprung zurück an den Tag, an dem Ellie und Dina (Isabela Merced) in Seattle angekommen sind, erfahren wir nun aus Abbys Sicht, was sich in diesem Zeitraum zugetragen hat und bekommen dabei einen tieferen Einblick in ihr Leben, ihre Vergangenheit und ihre Motivation.

Abby wird dann aber wohl nicht die einzige Hauptfigur der dritten „Last Of Us“-Staffel. Das legt nicht nur das zu Grunde liegende Game nahe, sondern auch eine versteckte Anspielung im Epilog von Staffel 2. Als Abby hier aufwacht, sehen wir ein Buch auf ihr liegen, das mehr Bedeutung für das Endzeit-Franchise hat, als man glaubt...

Abbys Buch am Ende von "The Last Of Us" Staffel 2

Wie in einer kurzen Einstellung zu sehen ist, trägt der von einem gewissen Ben Davidoff geschriebene Roman den Titel „Thieves Of The City“ (zu Deutsch: „Diebe der Stadt“). Dabei handelt es sich zwar um ein fiktives Buch, das aber anhand nur leicht verdrehter Wörter und Buchstaben sehr deutlich auf ein reales Stück Literatur verweist, das Abby in der Original-Szene aus dem Videospiel liest. Die Rede ist von „City Of Thieves“ (deutscher Titel: „Stadt der Diebe“), dem zweiten Roman des späteren „Game Of Thrones“-Showrunners David Benioff.

Auch in der „Last Of Us“-Serie liest Abby (Kaitlyn Dever) „Thieves Of The City“ alias „City Of Thieves“. HBO
Auch in der „Last Of Us“-Serie liest Abby (Kaitlyn Dever) „Thieves Of The City“ alias „City Of Thieves“.

Warum Titel und Autor abgewandelt wurden, ist etwas unklar. Zum einen könnte es mit Nutzungslizenzen zu tun haben, die man für die Serie nun womöglich nicht extra erworben hat. Es könnte aber auch daran liegen, dass man auf diese Weise einen zeitlichen Fehler umschiffen wollte. „Stadt der Diebe“ ist nämlich erst 2008 erschienen, während die Pilz-Apokalypse in der „Last Of Us“-Adaption schon 2003 ihren Lauf genommen hat (und nicht erst 2013 wie im Spiel).

Allerdings hat man solche Widersprüche an anderen, für die Handlung sehr essentiellen Stellen ganz bewusst in Kauf genommen, etwa mit der Verwendung des eigentlich erst 2013 veröffentlichten Pearl-Jam-Songs „Future Days“, den Ellie in der Serie anstimmt, oder dem Auftauchen des erst 2012 eröffneten Riesenrads in Seattle, das Ellie den Weg zu Abbys mutmaßlichem Aufenthaltsort weist.

Inspiration für "The Last Of Us" – und Hinweis auf neue wichtige Figur

Fakt ist jedenfalls, dass die „Last Of Us“-Macher Craig Mazin und Neil Druckmann das Buch von David Benioff auf die eine oder andere Weise unbedingt auch in der Serie auftauchen lassen wollte. Einerseits womöglich da Mazin gut mit Benioff, dem kreativen Kopf einer ebenfalls vom US-Sender HBO stammenden Hit-Serie, befreundet ist. Vor allem aber da es so eine wichtige Bedeutung für das Franchise als Ganzes hat. So gilt „Stadt der Diebe“ als eine ganz wesentliche Inspiration für „The Last Of Us“, jedoch weniger in Sachen Story per se, sondern vielmehr hinsichtlich der Figurenkonstellation und Stimmung.

Im Zentrum von „Stadt der Diebe“ stehen zwei Jungs, die inmitten des tobenden Zweiten Weltkriegs den irrsinnigen Auftrag bekommen, zwei Dutzend Eier zu beschaffen, und sich dafür weit hinter die feindlichen Linien begeben. Tatsächlich wurde gar eine ganz zentrale Figur von „The Last Of Us Part II“ nach einem der „Stadt der Diebe“-Protagonisten benannt, nämlich der zu den Scars bzw. Seraphiten gehörende Lev. Und dass das Buch in der Serie nun ebenfalls auftaucht (obgleich mit leicht geändertem Titel), dürfte ein weiterer Hinweis darauf sein, dass wir ebenjenen Charakter in Staffel 3 dann auch dort zu Gesicht bekommen, zumal er im Spiel untrennbar mit der Geschichte von Abby verknüpft ist.

Wer den jungen Lev in der Adaption verkörpern wird, ist noch nicht bekannt, dürfte aber eine der größten Fragen sein, die uns in der Zeit zwischen Staffel 2 und 3 jetzt beschäftigen werden. Im folgenden Artikel haben wir das Finale der jüngst zu Ende gegangenen Season übrigens noch etwas genauer unter die Lupe genommen:

"The Last Of Us": Das Cliffhanger-Ende von Staffel 2 erklärt – und was es für Staffel 3 bedeutet

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