„Todesschlaf“ ist ein norwegischer Thriller mit „Dune“- und „Star Wars: Andor“-Star Stellan Skarsgård aus dem Jahre 1997, der in Deutschland nicht in den Kinos lief. Eine zumindest gewisse Bekanntheit erlangte der Film dadurch, dass „Inception“-Genie Christopher Nolan 2002 unter dem Titel „Insomnia - Schlaflos“ ein Remake mit Al Pacino, Robin Williams und Hilary Swank in den Hauptrollen anfertigte.
Wer dieses kennt, wird wissen, dass es sich dabei um ein exzellentes, sehr intensives und spannendes Werk handelt. Die bei Rotten Tomatoes mit einer beeindruckenden Quote von 95 Prozent positiver Kritiken (Stand: 2. Juli 2025) gelistete Vorlage steht der Neuverfilmung diesbezüglich allerdings in nichts nach, wie ihr am Abend im Free-TV sehen könnt.
„Todesschlaf“ läuft am heutigen 7. Juli 2025 um 21.50 Uhr auf arte. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli um 1.10 Uhr. Zudem steht der Film bereits jetzt als Gratis-Stream in der Mediathek des Senders zur Verfügung.
Eine dieser Gelegenheiten solltet ihr bei Interesse unbedingt nutzen, denn „Todesschlaf“ läuft nur sehr selten im hiesigen Free-TV. So fand die bis heute letzte Ausstrahlung im April 2009 statt. Zudem ist der Film hierzulande offiziell weder als Video-on-Demand noch als Blu-ray oder DVD, sondern lediglich als knackig teurer US- beziehungsweise UK-Import zu haben:
Es wird einfach nicht dunkel
Christopher Nolans „Insomnia – Schlaflos“ wurde vom Briten im Anschluss an seinen globalen Durchbruch mit „Memento“ und direkt vor dem Aufstieg zum Regie-Megastar mit „Batman Begins“ gemacht. Dabei handelt es sich um den bis heute einzigen Titel in seiner Filmografie, für den er nicht auch am Drehbuch beteiligt war. Es handelt sich um ein Remake des norwegischen Spielfilms „Todesschlaf“.
Dieser wurde von Nolans skandinavischem Kollegen Erik Skjoldbjærg geschrieben und inszeniert. Beeindruckenderweise war es das Langfilmdebüt des Mannes aus dem innerhalb des Polarkreises liegenden Tromsø. Da die Arbeit international für einiges an Aufsehen sorgte, konnte er im Anschluss nach Hollywood gehen und realisierte dort das Psychodrama „Prozac Nation“ mit Christina Ricci und Michelle Williams. Zuletzt machte Skjoldbjærg mit dem exklusiv auf Netflix veröffentlichten Weltkriegs-Thriller „Narvik“ auf sich aufmerksam.
Falls ihr euch die Nolan-Version gern auch (nochmal?) anschauen wollt, könnt ihr diese für ein paar wenige Euros als Video-on-Demand bei den üblichen Anbietern streamen. Aber schaut unbedingt auch das Original „Todesschlaf“. Gerade jetzt im Sommer, wo es auch bei uns in Deutschland am Abend noch recht lange hell ist, ist es faszinierend, sich vorzustellen, wie es sein muss, wenn es – wie in Tromsø, dem Schauplatz der Handlung – dank der Mitternachtssonne wochenlang überhaupt nicht dunkel wird. Da kann man schon verstehen, dass der eine oder andere Mensch sich da nervlich ganz schön herausgefordert oder gar am Ende fühlt.
„Todesschlaf“ ist nicht besser, aber tatsächlich auch nicht schlechter als Nolans recht originalgetreuer „Insomnia - Schlaflos“. Nach Ansicht des Verfassers dieses Artikels ist das Remake visuell zwar um einiges stärker, dafür ist Stellan Skarsgårds Performance im Original einfach herausragend. Dank ihr kommen die Handlungen seiner Figur deutlich nachvollziehbarer rüber als die ihres von Al Pacino schnell etwas zu übertrieben manisch dargestellten Pendants in Nolans Version. Aber urteilt selbst – das Einschalten dürfte sich für jeden Fan intensiver, atmosphärischer Suspense-Filme sicher lohnen.
"Todesschlaf": Das ist die Story
In der norwegischen Stadt Tromsø wird bei der Fahndung nach dem Mörder eines 17-jährigen Mädchens Kommissar Jonas Engström (Stellan Skarsgård) aus Schweden hinzugezogen. Als Experte für verzwickte Verbrechen wie dieses soll er seinem lokalen Kollegen Erik Vik (Sverre Anker Ousdal) bei den Ermittlungen helfen.
Dem Duo gelingt es, dem ihm unbekannten Mörder eine Falle zu stellen. Bei der Verfolgung im dichten Nebel erschießt Engström allerdings versehentlich seinen neuen Partner. In Panik schafft er es gerade noch, die Tat dem geflüchteten Killer in die Schuhe zu schieben.
Der war allerdings selbst Zeuge des Unfalls und nutzt dieses Wissen nun, um Engström zunehmend unter Druck zu setzen. Seine Schuldgefühle und die helle Mitternachtssonne lassen den Kommissar zudem nicht mehr schlafen und bringen ihn an den Rand eines Nervenzusammenbruchs …
Ihr fragt euch, wie es mit Christopher Nolans nächstem Film, dem Historien-Epos „The Odyssey“, vorangeht? Dann lest den folgenden Artikel von FILMSTARTS-Redakteur Markus Trutt:
"Trotze den Göttern": Das erste Poster zu Christopher Nolans "The Odyssey" ist da – doch wann kommt der Trailer?*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.