Bereits Anfang der 1960er Jahre stand der in Manchester geborene Kenneth Colley das erste Mal vor der Kamera und startete damit eine Karriere, die gut 60 Jahre umfasste – nun aber an ihrem Ende angekommen ist. Kenneth Colley ist am 30. Juni 2025 in seinem Zuhause im englischen Kent an einer Lungenentzündung gestorben.
Entwickelt hatte sich diese aus einer Covid-Erkrankung, die er sich wohl in einem Krankenhaus zugezogen hatte, in dem er wegen eines gebrochenen Arms behandelt wurde. Das gab sein Agent Julian Owen gegenüber dem britischen Sender BBC bekannt. Colley wurde 87 Jahre alt.
Jesus in "Das Leben des Brian" und Admiral Piett in "Star Wars"
Lange Zeit schauspielerte sich Colley als Charakterdarsteller und mit Episodenrollen durch zahlreiche Fernsehserien. Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre folgten dann allerdings seine bis heute wohl bekanntesten Parts. In der Kult-Komödie „Das Leben des Brian“ spielte er niemand Geringeren als Jesus, für den der Protagonist im Laufe des Films immer wieder gehalten wird. Es war nach der Serie „Ripping Yarns“ und dem Film „Jabberwocky“ bereits Colleys dritte Zusammenarbeit mit Mitgliedern der legendären Komiker-Truppe Monty Python.
Nur kurz danach war Kenneth Colley dann als Imperialer Offizier Firmus Piett (siehe Artikelbild oben) im Franchise-Höhepunkt „Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück“ zu sehen. Hier ist er integraler Bestandteil in der Szene, in der Darth Vader Admiral Kendal Ozzel nach einem Fehler per Macht-Würgegriff den Garaus macht und daraufhin Piett kurzerhand zum neuen Admiral und damit Befehlshaber seines Sternenzerstörer-Flagschiffs Executor macht.
Im Nachfolger „Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ segnete Piett dann das Zeitliche, als ein abstürzender A-Wing während der Schlacht von Endor in die Brücke der Executor kracht. Die kleine, aber erinnerungswürdige Rolle des Admiral Piett nahm Colley 30 Jahre später erneut auf, als er der Figur im animierten TV-Film „LEGO Star Wars: Das Imperium schlägt ins Aus“ seine Stimme lieh.
Zuletzt unter anderem in "Peaky Blinders"
Seine Darstellung eines führenden Mitglieds des faschistischen Imperiums war übrigens offenbar so überzeugend, dass er sowohl in der Miniserie „Feuersturm und Asche“ (1988) als auch in der TV-Produktion „Stauffenberg - Verschwörung gegen Hitler“ (1990) als Nazi-Verbrecher gecastet wurde und bleibenden Eindruck hinterließ.
Weitere größere Parts hatte er daneben in Clint Eastwoods „Firefox“ und Aki Kaurismäkis „Vertrag mit meinem Killer“. Eine seine letzten bekannteren Rollen bekleidete er 2016 in zwei Folgen zu Beginn der dritten Staffel der Hit-Serie „Peaky Blinders - Gangs Of Birmingham“ als Gangster-Boss Vicente Changretta.