"Das funktioniert einfach nicht": Schauspielikone hält nichts von einer weiblichen James-Bond-Version – selbst als Feministin
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

James Bond ist Teil der Popkultur. Und während die Suche nach dem nächsten 007-Darsteller läuft, kommt eine altbekannte Diskussion in Gang: Könnte Bond von einer Frau gespielt werden? Schauspiel-Legende Helen Mirren hat eine klare Meinung dazu.

MGM

Eleganz, der Einsatz hochmoderner Technik, britischer Humor und eine ordentliche Portion Charme. Das alles zeichnet James Bond aus. Die Agentenfilm-Reihe ist mittlerweile über 60 Jahre alt und gewissermaßen Welt-Kulturgut, so erfolgreich und so einflussreich waren und sind die Filme bis heute. Seit dem Start mit „James Bond 007 jagt Dr. No“ (1962) sind bereits weit über 20 Bond-Abenteuer entstanden – und die Rolle des Agenten ging bislang ausschließlich an männliche Schauspieler.

Immer wieder gibt es Anregungen und Diskussionen darüber, endlich mal eine weibliche 007-Version zu etablieren. Die vormalige verantwortliche Produzentin hinter den James-Bond-Filmen, Barbara Broccoli, erteilte diesen Forderungen stets eine Absage. Und auch viele prominente Schauspieler*innen, darunter ein ehemaliges Bond-Girl, äußerten sich kritisch zu einer weiblichen 007. Mit Helen Mirren („Excalibur“, „Gosford Park“) wurde jüngst eine echte Schauspiel-Ikone zu dem Thema befragt. Und auch sie hat eine klare Haltung.

"James Bond muss ein Mann sein"

„Man kann keine Frau als James Bond haben. Das funktioniert einfach nicht“, sagte die Oscar-Preisträgerin nun in einem Interview mit dem Magazin Saga. Mirren sieht sich selbst zwar als engagierte und überzeugte Feministin. Aber eine Frau als Bond? Für die 80-Jährige ist dies nicht vorstellbar. „Er muss ein Mann sein. James Bond muss James Bond sein, sonst wird es etwas anderes.“

Mirren wurde im Rahmen der Promotion von „The Thursday Murder Club“, Netflix' Antwort auf „Only Murders In The Building“, nach 007 gefragt. Passenderweise, denn sie spielt in dem Krimi über eine Gruppe rüstiger Rentner-Detektive an der Seite von Ex-Bond-Darsteller Pierce Brosnan. Nicht unwahrscheinlich also, dass sich Mirren und Brosnan am Set durchaus über die Zukunft von James Bond ausgetauscht haben. Brosnan selbst äußerte sich ebenfalls zum künftigen 007-Film, den „Dune“-Regisseur Denis Villeneuve inszenieren wird, und sagte gegenüber Saga: „Ich wünsche ihnen alles Gute. Ich bin so gespannt darauf, den nächsten Mann auf der Bühne zu sehen und eine ganz neue Ausgelassenheit und Lebendigkeit für diese Figur zu erleben.“

Bisher gibt es kein offizielles Startdatum für „Bond 26“. Nachdem die Amazon MGM Studios Anfang 2025 die kreative Kontrolle übernahmen, müssen zuerst die letzten Posten vor und hinter der Kamera besetzt werden. Und der Wichtigste ist bekanntlich noch unbesetzt: die des titelgebenden Geheimagenten.

Die Diskussionen über einen weiblichen Bond reichen schon sehr weit zurück. Und sind sogar älter als der allererste Bond-Film. Wer in den 50er-Jahren als erstes diese Idee hatte und welche Frau die weibliche 007-Variante verkörpern sollte, erfahrt ihr hier:

Ein weiblicher James Bond? Dieses Szenario wäre schon vor 70 (!) Jahren beinahe Realität geworden

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