200-Millionen-Dollar-Blockbuster heute im TV: XXL-Materialschlacht von DEM Krawallmeister Hollywoods
Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Filme, Serien, Videospiele. Markus brennt schon seit Kindertagen für so ziemlich alles, was über Bildschirme und Leinwände flimmert.

Mit seiner Live-Action-Adaption der kultigen „Transformers“-Marke sorgte Michael Bay für ein überraschend spaßiges Action-Abenteuer. Heute Abend läuft die erste Fortsetzung „Transformers 2: Die Rache“ im Fernsehen. Lohnt sich das Einschalten?

Michael Bay hatte sich mit Filmen wie „Bad Boys“ und „Armageddon“ schon längst einen Namen als Regisseur für leicht konsumierbaren Hochglanz-Action-Bombast gemacht, als er 2007 mit „Transformers“ eine Live-Action-Verfilmung der gleichnamigen Spielzeuge in die Kinos brachte, die bereits in den 80ern eine beliebte animierte Adaption bekommen hatten.

Und auch in seinem neuen Werk blieb sich Michael Bay damals mit seinen gewohnten Zutaten wieder treu. Unter Aufsicht von Produzent und Blockbuster-Guru Steven Spielberg konnte er die Mischung aus bombastischer Action mit spektakulären Effekten, augenzwinkerndem Humor und nahbaren Figuren aber ganz besonders unterhaltsam zu kurzweiligem Popcorn-Spaß verbinden.

Das wurde an den Kinokassen dann auch honoriert, spielte „Transformers“ weltweit doch stattliche 710 Millionen Dollar ein. Und nach diesem durchschlagenden Erfolg wollte man möglichst schnell für Nachschub sorgen – womöglich etwas zu schnell, wie sich dann herausstellte und man jetzt einmal mehr im Fernsehen nachprüfen kann: Die erste Fortsetzung Transformers: Die Rache“ läuft am heutigen 1. September 2025 auf Kabel eins. Eine Wiederholung gibt es dann einen Tag später ab 23.50 Uhr.

Daneben steht der Film – wie die meisten anderen Teile der Reihe – derzeit aber auch zum flexiblen Streamen auf gleich mehreren Plattformen bereit – von Amazon Prime Video über Disney+ bis hin zu Paramount+ und WOW:

Darum geht's in "Transformers 2"

Eigentlich dachte Sam Witwicky (Shia LaBeouf), dass er durch die Zerstörung des Allspark die Erde dauerhaft gerettet hat. Doch ganz so einfach ist die Sache nicht. Ein Splitter des mächtigen außerirdischen Artefakts ist zurückgeblieben und seine Geheimnisse nisten sich bei Berührung plötzlich in Sams Hirn ein. Und so bleibt dem Teenager keine Zeit, sich im College einzuleben.

Nicht nur bittet Autobots-Anführer Optimus Prime (Stimme im Original: Peter Cullen / deutsche Fassung: Reiner Schöne) Sam als Botschafter zwischen den gutmütigen Robo-Aliens und der US-Regierung zu vermitteln. Auch die bösen Decepticons um Megatron (Hugo Weaving / Hans-Jürgen Wolf) wollen Sam unbedingt in die Finger kriegen, um mit den in ihm eingebrannten Informationen die Erde zu vernichten...

Zu viel des Guten

Auch in „Transformers 2“ fährt Michael Bay wieder eine wahre Materialschlacht auf, die – getreu der ungeschriebenen Hollywood-Sequel-Gesetze – darum bemüht ist, den Vorgänger zu toppen, dabei aber letztlich über das Ziel hinaus schießt. Oder wie es FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen in seiner 2,5 von 5 Sternen vergebenden Kritik auf den Punkt bringt: „Es knallt doppelt so laut und drei Mal so häufig wie im Vorgänger, aber es interessiert den Zuschauer nur noch halb so sehr.“

Dem reinen Krawall wurde hier noch stärker Vorzug vor den Figuren gegeben und der nicht erst im Nachhinein stark angestaubte Witz zündet längst nicht so sehr wie in Teil 1. Zwar kann man immer mal wieder auch hier noch seinen Spaß mit Michael Bays gewohnter Over-the-Top-Ästhetik haben. Nicht zuletzt aufgrund der stolzen Laufzeit von zweieinhalb Stunden wird das Ganze dann aber irgendwann schlichtweg ermüdend.

Transformers 2: Die Rache
Transformers 2: Die Rache
Starttermin 24. Juni 2009 | 2 Std. 31 Min.
Von Michael Bay
Mit Shia LaBeouf, Megan Fox, Josh Duhamel
Pressekritiken
1,9
User-Wertung
2,7
Filmstarts
2,5
Auf Paramount+ streamen

Nicht ohne Grund gab es damals drei „Auszeichnungen“ bei der Goldenen Himbeere, nämlich für den Schlechtesten Film, den Schlechtesten Regisseur und das Schlechteste Drehbuch. Drehbuch ist allerdings auch ein gutes Stichwort, das ein Stück weit erklärt, was mit „Transformers: Die Rache“ schiefgelaufen ist.

In Folge des damaligen Autorenstreiks in Hollywood stand Bay bei Drehbeginn nämlich nur ein unfertiges Skript (laut eigener Aussage lediglich 14 Seiten stark) zur Verfügung. So mussten viele Aspekte der Geschichte und der Fortlauf der Handlung erst noch nebenher entwickelt werden, während die Kameras schon liefen. Dem Erfolg tat das schließlich zwar keinen Abbruch (weltweites Einspiel: 836 Millionen Dollar bei einem Produktionsbudget von rund 200 Millionen Dollar), allerdings war sogar Bay selbst nicht mit dem Endergebnis zufrieden. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:

"Das war Mist": Diesen Sci-Fi-Action-Blockbuster bereut Michael Bay zutiefst – obwohl er ein Mega-Erfolg war!

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