Ihr kennt ihn auch aus "Tulsa King" und dem "Yellowstone"-Universum: "Der mit dem Wolf tanzt"-Star Graham Greene ist tot
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

Er feierte einst mit Kevin Costners „Der mit dem Wolf tanzt“ seinen großen Durchbruch und stand schließlich neben Tom Hanks, Bruce Willis und Sylvester Stallone vor der Kamera. Am 1. September ist Graham Greene nun im Alter von 73 Jahren gestorben.

Orion Pictures

Graham Greene ist tot. Der Kanadier, der einst mit seiner Darbietung in Kevin Costners Western-Epos „Der mit dem Wolf tanzt“ für indigene Schauspielerinnen und Schauspieler die Tür in Hollywood aufstieß, ist am 1. September 2025 nach langer Krankheit verstorben.

„Er war ein großer Mann mit Moral, ethischen Werten und Charakter und wird uns ewig fehlen“, so der Agent des Schauspielers, Michael Greene, via Deadline. „Du bist endlich frei. Susan Smith erwartet sich an der Himmelspforte“, fügt dieser in seinem Statement außerdem hinzu – und verweist damit auf die langjährige, 2013 verstorbene Agentin des Schauspielers. Greene wurde 73 Jahre alt.

Das war Graham Greene

Greene wurde am 22. Juni 1952 im Six Nations Reservat im kanadischen Ohsweken geboren und begann in den 70ern, für Theaterproduktionen auf der Bühne zu stehen. Vor die Kamera trat er erstmals für eine Episode der kanadischen TV-Serie „Inspektor Cameron, Toronto“ (1979), bevor mit „Running Brave“ (1983) schließlich sein Spielfilmdebüt folgte.

Seinen großen Hollywood-Durchbruch feierte Graham Greene mit „Der mit dem Wolf tanzt“. In dem fast vierstündigen Western-Abenteuer von und mit Kevin Costner mimte Greene mit Strampelnder Vogel nicht nur eine der zentralen Figuren – er wurde für seine Darbietung auch für einen Oscar nominiert. Vor allem ermöglichte er damit aber auch vielen weiteren indigenen Schauspielerinnen und Schauspielern den Sprung in die Traumfabrik.

Seiner eigenen Karriere schadete der Erfolg des insgesamt für zwölf Academy Awards nominierten und in immerhin sieben Kategorien ausgezeichneten Klassikers ebenfalls nicht: In den 90ern etablierte sich Greene in Film und Fernsehen – nicht zuletzt in weiteren Western wie etwa „Maverick“ (1994) mit Mel Gibson, aber auch mit Nebenrollen in bis heute geschätzten Kultfilmen und Publikumshits wie „Stirb langsam 3 - Jetzt erst recht“ (1995) oder „The Green Mile“ (1999).

War zuletzt auch mit Sylvester Stallone in Paramount+
War zuletzt auch mit Sylvester Stallone in "Tulsa King" zu sehen: Graham Greene.

Auch nach der Jahrtausendwende arbeitete er an einem buntgemischten Mix aus Kinoproduktionen, Fernsehfilmen und TV-Serien. Von Kaiju-Trash à la „Atlantic Rim“ (2013) über die „Twilight“-Saga (2009 - 2013) bis hin zum oscarnominierten Justizdrama „Molly's Game“ (2017). In der jüngeren Vergangenheit avancierte er zudem zum Stammkollaborateur von Taylor Sheridan – sowohl im Kino („Wind River“) als auch im Streaming, beispielsweise mit dem „Yellowstone“-Spin-off„1883“ und der Mafia-Serie „Tulsa King“ mit Sylvester Stallone.

Graham Greene hatte noch zahlreiche Projekte wie etwa Stefan Ruzowitzkys Thriller „Ice Fall“ in der Pipeline, sodass wir den Schauspieler post mortem wohl noch das eine oder andere Mal zu sehen kriegen werden.

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