Wir dürfen uns dieses Jahr noch über eine ganze Reihe von potentiellen Höhepunkten im Kino freuen – von Paul Thomas Andersons „One Battle After Another“ (Kinostart: 25. September) bis hin zu James Camerons Pandora-Rückkehr in „Avatar: Fire And Ash“ (17. Dezember). Zudem sollten sich Cinephile aber unbedingt auch schon mal den 13. November im Kalender anstreichen – denn dann startet „Anemone“ in den hiesigen Lichtspielhäusern.
Was an dem Film, von dem ihr womöglich noch nie oder erst kürzlich im Zuge der Trailer-Veröffentlichung zum ersten Mal etwas gehört habt, so besonders sein soll? Nun, ganz einfach: Darin gibt mit Daniel Day-Lewis der womöglich beste Schauspieler unserer Zeit sein mit Spannung erwartetes Leinwand-Comeback! Der für seine Darbietungen in „Mein linker Fuß“, „There Will Be Blood“ und „Lincoln“ mit dem Oscar ausgezeichnete Engländer war zuletzt in „Der seidene Faden“ zu sehen, der ihm 2018 die bislang letzte von insgesamt sechs Academy-Award-Nominierungen einbrachte. Anschließend zog er sich zurück – und tätigte in diesem Zusammenhang Äußerungen, die er heute bereut.
"Ich wollte nie in Ruhestand gehen!"
Im Gespräch mit dem Rolling Stone bezeichnete der Ausnahme-Schauspieler seine damaligen Aussagen hinsichtlich seines Rückzugs aus der Filmbranche als „großspuriges Geschwätz“. „Ich hätte besser meinen Mund gehalten“, so Day-Lewis, der seine Kommentare aus dem Jahr 2017 rückblickend erklärt.
„Ich hatte nie wirklich vor, aufzuhören. Ich habe einfach nur mit dieser Art von Arbeit aufgehört, um mich anderer Arbeit zu widmen“, räumt der gebürtige Londoner nun ein – und scheint dabei ein Déjà-vu zu erleben. Denn bereits 1997 hieß es erstmals, dass er die Schauspielerei an den Nagel hängen würde – bevor er fünf Jahre später dann für „Gangs Of New York“ von Meisterregisseur Martin Scorsese doch wieder vor die Kamera zurückkehrte.
Daniel Day-Lewis' Sohn führt Regie
Doch auch nach seiner jüngsten Auszeit scheint klar: Es braucht schon ein ganz besonderes Projekt, um Daniel Day-Lewis aus dem vermeintlichen Ruhestand zu holen. Und viel besonderer als das Spielfilmdebüt seines Sohnes Ronan Day-Lewis, der zunächst gemeinsam mit seinem Vater das Drehbuch zu „Anemone“ verfasste und schließlich auch die Inszenierung übernahm, geht es wohl wirklich nicht mehr.
Der obige Trailer sieht nicht nur vielversprechend aus, sondern bleibt zugleich auch ziemlich kryptisch. Was die konkrete Handlung des Films angeht, gibt es so bislang keine allzu ergiebigen Details. Passenderweise soll sich die Geschichte von Day-Lewis und Day-Lewis aber um die komplexen Beziehungen zwischen Vätern, Söhnen und Brüdern drehen. Ebenfalls Teil des Casts sind Sean Bean („Game Of Thrones“) und Samantha Morton („The Walking Dead“).
Im Kampf um den Oscar als bester Hauptdarsteller könnte es Daniel Day-Lewis in wenigen Monaten übrigens mit keinem Geringeren als Dwayne Johnson zu tun bekommen, dessen jüngster Film gerade für Furore, Box-Office-Hoffnungen und reichlich Oscar-Buzz sorgt:
15 (!!) Minuten Standing Ovations für seinen neuen Film: Darum gilt Dwayne Johnson jetzt als heißer Oscar-Anwärter