„So gut war Dwayne Johnson noch nie!“: Mit diesem Versprechen eröffnet FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen seine Kritik zu „The Smashing Machine“, den er gerade erst im Rahmen des Venedig Filmfest 2025 sehen konnte – und in dem er die für kurzweiliges Spektakel-Kino zwischen „Fast & Furious“ und „Jumanji“ bekannte Wrestling-Ikone mal von einer ganz anderen Seite zu sehen bekam. Und er ist keineswegs der Einzige, der sich begeistert zeigt:
Mit starken Einstiegswertungen wie 89 Prozent positiven Bewertungen auf Rotten Tomatoes und einem Metascore von 75/100 machen online bereits Vorzeichen für einen potentiellen Hype bemerkbar, doch bei der Weltpremiere in Venedig sorgte die Euphorie unter den Anwesenden für einen besonders emotionalen Moment: Es gab unglaubliche 15 Minuten stehende Ovationen für den neuen Film von Dwayne Johnson, der sich währenddessen zu Tränen gerührt von den Reaktionen im Publikum zeigte.
Variety spricht von der „emotionalsten Premiere“ in Venedig seit „The Whale“, mit dem „Die Mumie“-Star Brendan Fraser vor wenigen Jahren sein eindrucksvolles Comeback auf der ganz großen Hollywood-Bühne feierte – und schließlich auch mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller bedacht wurde. Einen ähnlichen Weg könnte nun auch Johnson einschlagen.
Wir ordnen den Hype ein
Zunächst einmal gilt es die Viertelstunde Applaus einzuordnen, die „The Smashing Machine“ bekam. Denn während man sich selbst wohl kaum daran erinnern kann, jemals 15 Minuten durchgehend geklatscht zu haben – außer vielleicht im Rhythmus der Musik auf einem Konzert oder den Fangesängen im Fußballstadion –, gehören derartige Reaktionen auf einem Filmfestival wie in Venedig fast schon zum guten Ton. Die Länge ist allerdings durchaus bemerkenswert. So zählen die Standing Ovations zu „The Smashing Machine“ zu „den längsten des Jahres“, wie Variety etwa schreibt.
Hinzu kommt, dass es den Beifall natürlich nicht nur für Johnson, sondern für den Film – und damit natürlich auch für dessen „Jungle Cruise“-Co-Star Emily Blunt sowie Regisseur Benny Safdie – gab. Dennoch: Letzterer ließ ja bereits Adam Sandler in „Der schwarze Diamant“ erfolgreich gegen sein Image anspielen – und könnte nun eben auch Dwayne Johnson zu einem außergewöhnlichen Höhenflug verhelfen.
"The Smashing Machine": Ein ungewöhnliches Kampfsport-Biopic
Der Film basiert auf der Dokumentation „The Smashing Machine: The Life And Times Of Extreme Fighter Mark Kerr“, hat am Ende aber wohl nicht nur gute Chancen, bei den kommenden Oscars eine Rolle zu spielen, weil er eine wahre Geschichte erzählt (die bei der Academy bekanntlich gern gesehen sind). Wie man es von Safdie und „The Iron Claw“-Studio A24 erwartet, bescheren sie uns aber keineswegs ein klassisches, massentaugliches und schlimmstenfalls angestaubtes Biopic. Stattdessen wurde beispielsweise auf analogem 16mm-Material gedreht und für die Musik Experimental-Jazz-Komponistin Nala Sinephro an Bord geholt.
Was so am Ende dabei herausgekommen ist, ist dem Fazit unserer 4-Sterne-Kritik zufolge „genau das, was man sich vom neuen Film des Regisseurs von ‚Der schwarze Diamant‘ gewünscht hat – und überhaupt nicht das, was sich ein unvorbereitetes Mainstream-Publikum womöglich unter einem UFC-Film mit Dwayne Johnson vorstellen würde. Gut so!“
Über all dem strahlt letztlich aber eben doch das Muskelmonster in der Hauptrolle, das als philosophierender Kampfkoloss Maskulinität zur Abwechslung einmal auf weniger brachial-spaßige, sondern auf sanftmütige und melancholische Weise erforscht – und damit nicht nur voll ins Schwarze, sondern auch ins Herz trifft.
„The Smashing Machine“ startet am 2. Oktober 2025 deutschlandweit im Kino. Die Wartezeit bis dahin könnt ihr euch unter anderem mit „Fighting With My Family“ vertreiben. Warum sich das von Johnson produzierte Wrestling-Biopic mit Florence Pugh in der Hauptrolle lohnt, erfahrt ihr hier:
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