Seit einigen Monaten wissen wir, dass die Rechte an der Horror-Kult-Marke „Texas Chainsaw Massacre“ zum Erwerb stehen – und zahlreiche Parteien in Hollywood sie gerne haben wollen. „Yellowstone“-Erfolgsmacher Taylor Sheridan hat seinen Hut in den Ring geworfen. „Get Out“-Macher Jordan Peele wollte den Zuschlag wie auch Streamingdienst Netflix. Dazu machte Indie-Studio Neon gemeinsam mit dem sehr interessierten „Longlegs“-Regisseur Oz Perkins einen Pitch. Doch sie alle mussten sich geschlagen geben.
Das gefeierte Indie-Studio A24, das unter anderem den riesigen Oscar-Erfolg „Everything Everywhere All At Once“ herausbrachte, ging als Sieger aus dem Wettbieten hervor. Was zuerst der Hollywood-Insider Jeff Sneider berichtete, konnten kurz darauf die Branchenmagazine übereinstimmend bestätigen.
A24 überzeugte mit einem Pitch für eine Serie von Regisseur und Autor J.T. Mollner sowie den als Produzenten agierenden Roy Lee und Superstar Glen Powell („The Running Man“). Dass A24 allerdings auch die Filmrechte bekommen soll, macht Netflix Hoffnung, doch noch zum Zuge zu kommen...
Die Pläne für "Texas Chainsaw Massacre" beginnen mit einer Serie
Laut den kursierenden Berichten haben der Serien-Pitch und das finanzielle Angebot von A24 so überzeugt, dass jetzt nur noch exklusive Verhandlungen mit dem Studio geführt werden. Es gehe also momentan noch darum, sich abschließend auf alle Vertragsdetails zu einigen, damit die auch durch Horrorfilme wie „Midsommar“ oder „Bodies Bodies Bodies“ bekannte Firma die kompletten Rechte an dem „Texas Chainsaw Massacre“-Franchise übernimmt.
Danach wird eine „Texas Chainsaw Massacre“-Serie in Produktion gehen. Für die Umsetzung dieser ist J.T. Mollner verantwortlich. Der machte als Regisseur des gefeierten Twist-Horrors „Strange Darling“ auf sich aufmerksam und steckt auch als Drehbuchautor hinter der aktuell in den Kinos laufenden Stephen-King-Adaption „The Long Walk“. Glen Powell soll entgegen früherer Spekulationen an der Serie übrigens nicht als Schauspieler mitwirken, sondern nur eine kreative Position hinter der Kamera bekleiden.
Darum gibt es auch noch Chancen für einen Netflix-Film
Interessant ist, dass der neben Mollner und Powell an dem Projekt beteiligte „ES“-Produzent Roy Lee gleich zwei Optionen im Rennen um die „Texas Chainsaw Massacre“-Rechte hatte. Denn er war auch am Netflix-Pitch für einen Film beteiligt. Und das eröffnet Netflix jetzt die Chance trotz der Niederlage im Bieterwettstreit doch noch beteiligt zu sein.
Wie Deadline berichtet, sei nämlich eine Option, dass A24 und Lee auch das Filmprojekt machen und dieses an Netflix zur exklusiven Auswertung auf dem Streamingdienst verkaufen.
„Texas Chainsaw Massacre“-Fans blicken also einer spannenden Zukunft mit mehr Geschichten aus dieser Welt um Horror-Kult-Ikone Leatherface entgegen. Wer sich für den Originalfilm interessiert, darf sich übrigens auch auf eine sehenswerte Dokumentation freuen. In „Chain Reactions“ blicken so unterschiedliche Leute wie „King Of Queens“-Star Patton Oswalt und „Audition“-Regisseur Takashi Miike auf die Bedeutung des Films. Hier ist ein Trailer: