Es gibt Kinoerlebnisse, die vergisst man nie, und für mich gehört „The Avengers“ auf jeden Fall dazu. Denn das erste große MCU-Crossover war und ist einfach eine unglaubliche Erfahrung, gerade, wenn man so wie ich ein großer Marvel-Fan ist. Die Filmmusik von Alan Silvestri, die unglaubliche Gag-Trefferquote, das Gänsehaut-Finale, das Aufeinandertreffen von verschiedenen Marvel-Figuren: Ich hätte vorher nie für möglich gehalten, dass all das so gut ineinandergreift – und so ist „The Avengers“ bis heute mein zweitliebster Marvel-Film, nur übertroffen von „Avengers: Endgame“.
Wenn ihr aufgrund meiner Schwärmerei auch mal wieder Lust auf „The Avengers“ bekommen habt, braucht ihr nur am 26. September 2025 um 20.15 Uhr ProSieben einschalten, denn das MCU-Crossover läuft heute mal wieder im Free-TV. Alternativ werdet ihr aber natürlich auch bei Disney+ fündig, wo ihr „The Avengers“ (und fast alle anderen MCU-Filme) jederzeit streamen könnt:
Regisseur und Drehbuchautor Joss Whedon führt in „The Avengers“ auf unnachahmliche Weise die vorher etablierten Figuren und Handlungsstränge zu einem Ganzen zusammen, das größer ist als die Summe seiner Teile: Geschickt etabliert er zunächst Bösewicht Loki (Tom Hiddleston) und die von ihm ausgehende Gefahr und bringt dann nach und nach die einzelnen Mitglieder der Avengers zurück – von Black Widow (Scarlett Johansson) über den damals neu mit Mark Ruffalo besetzten Hulk bis hin zu Captain America (Chris Evans) und Iron Man (Robert Downey Jr.).
Doch die Avengers sind sich zunächst keineswegs grün (außer natürlich Hulk) und müssen erst zu einem Team zusammenwachsen, bevor sie Loki gewachsen sind. Das ist die vielleicht größte Stärke von „The Avengers“, bei der Whedon sein unbestreitbares Talent für bissige Dialoge und hervorragende Figurenzeichnung ebenso zum Einsatz bringen kann, wie sein Händchen für überraschende Wendungen (ein persönlicher Favorit: die Konfrontation zwischen Black Widow und Loki) und grandiose Gags.
„The Avengers“ ist mir auch deswegen als eine derart großartige Kinoerfahrung in Erinnerung geblieben, weil der Film so unfassbar lustig ist – vom grandiosen Wort- und Dialogwitz bei den ständigen Kabbeleien der Avengers über die unzähligen Popkulturanspielungen bis hin zum Hulk, der den neben ihm stehenden Thor (Chris Hemsworth) einfach wegboxt, wobei damals das komplette Publikum gegrölt hat.
Dass „The Avengers“ dabei leider größtenteils aussieht wie eine besonders lange und besonders teure Episode einer TV-Serie, weil Whedon den Film im TV-Bildformat 16:9 gedreht hat und inszenatorisch nicht gerade in die Vollen geht, ist für mich der einzige Wermutstropfen an einem sonst rundum gelungenen Superheldenfilm.
Doch auch das ist dann spätestens im Finale vergessen, wenn sich die Avengers endlich zusammengerauft haben und gemeinsam gegen Loki und seine Chitauri-Schergen kämpfen, während dazu Alan Silvestris fantastischer Score aus den Boxen schmettert.
Bleibt zu hoffen, dass das MCU nach der Schwächephase der letzten Jahre mit „Avengers 5: Doomsday“ endgültig wieder an die Stärken des ersten „Avengers“-Films anknüpfen kann. Aber eigentlich bin ich mir da sehr sicher, nach allem, was bisher über den Film bekannt ist:
3 Marvel-Urgesteine treffen in "Avengers 5" aufeinander: Neue Details zur Handlung wohl enthüllt*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.