Stephen King hin oder her: Für viele Grusel-Fans ist und bleibt Edgar Allan Poe (1809–1849) noch immer der wahre König der Horrorliteratur. Abgesehen von vielleicht noch dem stark von Poe beeinflussten H. P. Lovecraft hat kein anderer Autor von Schauergeschichten das Genre so nachdrücklich geprägt wie das düstere Genie aus Boston.
Im Laufe der Jahre wurden viele von Poes Kreationen verfilmt, darunter mehrfach „Der Rabe“, „Der Mord in der Rue Morgue“, „Der schwarze Kater“ oder „Der Untergang des Hauses Usher“. Zu den seltener für die Leinwand oder das Fernsehen adaptierten Werken zählt „Das ovale Porträt“. Zu der Kurzgeschichte wurde sein Schöpfer durch die offenbar auch für ihn traumatische Erkrankung seiner Frau an schwerer Tuberkulose inspiriert. Virginia Eliza Clemm Poe starb schließlich 1847, ohne sich wieder erholt zu haben. Zwei Jahre später folgte ihr ihr daraufhin hoffnungslos dem Alkohol und dem Opium verfallener Gatte in den Tod.
Der Grund dafür, dass die Geschichte bisher kaum verfilmt wurde, dürfte in ihrer Kürze zu finden sein. Bisher existierten lediglich ein 1973er-Spielfilm und einige Kurzfilme. Nachdem sie zunächst unter dem Titel „Der Tod im Leben“ (im Original: „Life In Death“) in einer Zeitschrift veröffentlicht wurde, strich Poe die vergleichsweise umfangreiche Einleitung und brachte die Story in der heute bekannten Fassung mit neuem Titel heraus. Als „The Oval Portrait“ umfasst sie in den meisten Sammlungen seiner Arbeiten nur noch zwei bis drei Seiten.
Es dürfte also interessant sein zu sehen, wie der kanadische Drehbuchautor und Regisseur Adrian Langley („Bunker - Angel Of War“) aus einer solch knappen Vorlage abendfüllende 106 Minuten gemacht hat. Der Film startet in den USA am 10. Oktober 2025 in ausgewählten Kinos und parallel auch gleich als Video-on-Demand. Wann und auf welchem Weg „Edgar Allan Poe's ‚The Oval Portrait‘“ nach Deutschland kommt, ist bisher noch unklar.
In den Hauptrollen sind Michael Swatton („Blood And Snow“), Pragya Shail („The Last Consultant“), Paul Thomas („Twisted Metal“), Simon Phillips („The Mouse Trap“) und Louisa Capulet („My Lover, My Grave“) zu sehen.
"The Oval Portrait": Das ist die Story
Ein Kleinkrimineller (Paul Thomas) gerät zufällig in ein Antiquitätengeschäft, in dem bereits eine junge Künstlerin (Pragya Shail) und der eigenwillige Ladenbesitzer (Michael Swatton) in den Bann eines außergewöhnlichen Gemäldes – das Porträt einer schönen, aber bereits vor Jahren verstorbenen Frau (Louisa Capulet) – gezogen sind. Das Bild entpuppt sich bald als weit mehr als lediglich ein einfaches Kunstwerk. Birgt es doch ein düsteres Geheimnis in sich, das eine unheilvolle Kraft entfesselt: einen rachsüchtigen Geist, der das Leben aller bedroht, die dem Gemälde zu nahe kommen…
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