Ed Gein gilt als einer der bekanntesten Killer der Geschichte – was nicht bloß an den Morden lag, die ihm nachgewiesen und für die er sonst noch verdächtigt wurde. Für Schlagzeilen sorgte vor allem auch, dass er Gräber und Leichen geschändet und sich aus Körperteilen und menschlicher Haut Möbel und Masken gebaut hat.
Derart verstörende Taten sind natürlich auch ein gefundenes Fressen für Geschichtenerzähler auf der Suche nach Inspiration für Horror- und Thriller-Stoffe. Und so bildeten Ed Gein und seine Machenschaften nicht nur die Grundlage für direkte dramatisierte Aufbereitungen seines Treibens wie nun in der Netflix-Serie „Monster: Die Geschichte von Ed Gein“ (wo er von „Sons Of Anarchy“-Star Charlie Hunnam gespielt wird). Auch sind mehrere fiktionale Killer und die Handlung der Werke, in denen sie vorkommen, an Gein angelehnt.
Norman Bates, Leatherface und Buffalo Bill würde es ohne Ed Gein so nicht geben
Dabei finden sich unter den Geschichten, die Ed Gein und sein Handeln als Inspirationsquellen haben, gleich drei besonders ikonische Beispiele, die wir euch nachfolgend einmal aufgelistet haben:
1. „Psycho“: Psychiater kamen zu dem Schluss, dass sich Ed Geins Gewalttaten ausschließlich gegen Frauen richteten, die seiner herrischen Mutter ähnelten, zu der er ein besonders bizarres Verhältnis hatte. Das nutzte Autor Robert Bloch 1959 für die Charakterisierung des Frauenmörders in seinem Roman „Psycho“, den Regielegende Alfred Hitchcock ein Jahr später dann kongenial mit Anthony Perkins als Gein-Pendant Norman Bates verfilmte.
2. „The Texas Chainsaw Massacre“ aka „Blutgericht in Texas“: Killer-Ikone Leatherface ist nicht nur bekannt für seine tödliche Kettensäge, sondern auch für seine aus menschlicher Haut gebastelte Gesichtsbedeckung. Die Idee dafür hatten Filmemacher Tobe Hooper und sein Co-Autor Kim Henkel, als sie von Ed Geins mörderischem Tun lasen.
3. „Das Schweigen der Lämmer“: Auch Schriftsteller Richard Harris war fasziniert von Ed Geins Faible für Masken aus Menschenhaut, was er in die Figur des Killers Jame Gumb alias Buffalo Bill in seinem Roman-Klassiker „Das Schweigen der Lämmer“ einfließen ließ und dann auch in Jonathan Demmes meisterlicher Verfilmung aus dem Jahr 1991 eine Rolle spielte (wo Gumb von Ted Levine verkörpert wurde).
„Monster: Die Geschichte von Ed Gein“ verschweigt diese Nachwirkungen von Ed Geins Handlungen nicht. So wird einerseits in der Serie selbst der Einfluss auf „Psycho“ thematisiert, inklusive Auftritten von Alfred Hitchcock (gespielt von „Fluch der Karibik“-Bösewicht Tom Hollander). Auf der anderen Seite betonen etwa schon die Poster zur Miniserie die filmhistorische Bedeutung von Ed Gein, indem sie mit ihren Motiven und Taglines direkt auf die oben genannten Werke Bezug nehmen:
Netflix
Netflix
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Übrigens: Schon jetzt steht fest, dass „Monster“ auch eine vierte Staffel bekommen wird, in der erneut Charlie Hunnam mit von der Partie ist. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Welche mörderischen Taten dabei diesmal im Mittelpunkt stehen und wer sonst noch zur Besetzung gehört, erfahrt ihr im folgenden Artikel: