Alles für den Oscar? Timothée Chalamet trainierte jahrelang heimlich für seine Rolle in "Marty Supreme"
Alena Martens
Alena Martens
-Freie Autorin
Fiebert seit Jahren leidenschaftlich bei den Oscars und Filmfestivals mit und entdeckt gern uralte sowie brandneue Filmperlen aus aller Welt. Binge Watching bei Netflix muss aber auch sein!

Für seine Hauptrolle im Ping-Pong-Drama „Marty Supreme“ von Josh Safdie hat Timothée Chalamet hart gearbeitet – und das schon seit 2018, wie er zur Premiere des Films jetzt verriet.

Bei diesem Film stehen wirklich alle Zeichen auf Erfolg: Unzählige renommierte Namen vor und hinter der Kamera, das Hit-Studio A24, das hier seine bisher größte Summe investiert, der US-Kinostart gerade noch vor Jahresende 2025, um sich für die nächste Award-Saison zu qualifizieren…

Marty Supreme“ ist das erste Solo-Projekt von Josh Safdie, der zuvor mit seinem Bruder Benny Safdie Thriller wie „Good Time“ und „Der schwarze Diamant“ verwirklichte. Für den Start in die Single-Regie hat Safdie eine ganze Menge Stars um sich versammelt – unter anderen Oscar-Gewinnerin Gwyneth Paltrow, die nach 5 Jahren auf die große Leinwand zurückkehrt, Sitcom-Ikone Fran Drescher („Die Nanny“) und US-Rapper Tyler the Creator, der sein Schauspiel-Debüt feiert.

Insbesondere eine Person im Cast könnte sich mit diesem Film aber einen speziellen persönlichen Erfolg, einen Erfolg in Goldjungen-Form, erhoffen – Timothée Chalamet. Und Expert*innen munkeln, dass seine Chancen auf einen Oscar als bester Hauptdarsteller für „Marty Supreme“ sehr, sehr gut aussehen.

Von der Tischtennisplatte zum Dreh, an die Gitarre und zurück

„Marty Supreme“ hat vor wenigen Tagen eine Überraschungs-Premiere beim New Yorker Filmfestival gefeiert. Der Film erzählt vom trickreichen Draufgänger Marty Mauser, der im New York der 1950er als Schuhverkäufer von niemandem respektiert wird und dennoch für seinen Traum, Tischtennis-Weltmeister zu werden, alles riskiert. Die Geschichte soll lose auf dem realen Tischtennis-Profi Martin Reisman basieren.

Die Inspiration kam Regisseur Josh Safdie 2018, als er über eine Biografie Reismans stolperte. Die Idee eines Tischtennis-Films teilte er mit dem damals noch deutlich von seiner heutigen Karriere entfernten Timothée Chalamet (der dem Sportler auf dem Cover erstaunlich ähnlich sah). Chalamet ließ sich nicht lang bitten und begann, obwohl der Film bisher nur als vages Vorhaben existierte, das Tischtennis-Spielen zu trainieren.

Viel in die Vorbereitung seiner Rollen zu investieren, ist für den jungen Schauspieler nichts Neues: Schon für das Bob-Dylan-Biopic „A Complete Unknown“ nahm er fünf Jahre lang Gesangs-, Gitarren- und Mundharmonika-Unterricht, dazu Sprachtraining und intensives Studieren der Interviews und Auftritte der Musik-Legende. Das hat sich gelohnt: Er erntete unter anderem seine zweite Oscar-Nominierung nach „Call Me By Your Name“.

Diese intensiven Vorbereitungen für „Marty Supreme“ und „A Complete Unknown“ geschahen parallel zueinander, und parallel zu diversen Dreharbeiten über die sechs Jahre, wie Chalamet nun in einem Interview mit The Hollywood Reporter verriet: „Alles, woran ich arbeitete, war von diesem Geheimnis begleitet: Während ich ‚Wonka‘ drehte, hatte ich eine Platte in London. Bei ‚Dune 2‘ hatte ich eine Platte in Budapest, in Jordanien. Ich hatte eine Platte in Abu Dhabi. Ich hatte eine Platte bei den Filmfestspielen von Cannes für ‚The French Dispatch‘.“

„Mein Ziel war es, es so groß wie möglich zu machen“

Die bisherigen Kritiken, die nach der Premiere in New York in die Öffentlichkeit gedrungen sind, deuten jedenfalls auf eine außergewöhnliche Performance von Chalamet hin – es ist jetzt schon die Rede von einer Karriere-Bestleistung“ und Safdies Film wird als „beeindruckende filmische Tour de Force“ gefeiert.

Im Interview sagt Safdie selbst: „Mein Ziel war es, es so groß wie möglich zu machen. Ich wollte Marty Mausers Traum würdigen, es zum größten Sport der Welt zu machen. Ich stelle mir gerne einen alternativen Verlauf der Geschichte vor, in dem dieser Sport tatsächlich so groß wie Tennis geworden ist – und ich musste es so behandeln, weil ich aus Martys Sicht erzählte.“

Und was, wenn’s mit dem Oscar für Chalamet jetzt trotzdem nicht klappt? Sein Charakter Marty hat dafür eine Antwort parat. Auf die Frage „Was hast du vor, wenn aus deinem großen Traum nichts wird?“ sagt er im Trailer grinsend: „Darüber mach ich mir erst gar keine Gedanken.“ Und wer weiß, was jetzt gerade schon in geheimen Hinterzimmern trainiert wird.

„Marty Supreme“ kommt am 26. Februar 2026 dann auch in Deutschland in die Kinos. Nachfolgend haben wir noch den englischen Trailer für euch:

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