"Manche Filme sollten einfach in Ruhe gelassen werden": Von diesem Klassiker wollte Robert Redford auf keinen Fall ein Remake sehen
Jaroslav Sebov
Jaroslav Sebov
-Freier Autor
Erholt sich immer noch von der 8. Staffel "Game Of Thrones" und vertreibt sich die Zeit mit allerhand Fandoms wie "Star Wars", "The Witcher" und "Der Herr der Ringe". Findet, kein anderer Film verdient einen zweiten Teil mehr als "Master And Commander".

Für Robert Redford war das Kino immer mehr als nur Unterhaltung. Der Schauspieler und Regisseur kämpfte bis zuletzt für gute Geschichten – und erklärte in diesem Zuge auch, warum bestimmte Filme niemals neu aufgelegt werden sollten.

Universal Pictures

Robert Redford galt nie als Mann großer Gesten. Der am 26. September 2025 verstorbene Star war kein Schauspieler, der sich in Exzentrik oder Method-Acting verlor, sondern einer, der mit stiller Authentizität überzeugte. In seinem letzten Film „Ein Gauner und Gentleman“ (2018) verabschiedete er sich nicht mit einem lauten Knall, sondern mit einem sanften Augenzwinkern – definitiv ein passender Abschied für einen Mann, der immer daran geglaubt hat, dass weniger im Zweifel mehr ist. Doch während seine eigene Karriere in Würde ausklang, blickte Robert Redford auch kritisch auf Hollywood.

Die Branche, die ihn einst groß gemacht hatte, schien sich aus seiner Sicht immer weiter vom Wesentlichen zu entfernen: echten Geschichten. „Während Geld für einen Filmemacher nur ein Mittel zum Zweck ist, ist es für Konzerne das Ziel selbst“, sagte Redford einst. Mit dieser Haltung machte er keinen Hehl daraus, dass er das moderne Studiosystem für den schleichenden Verlust künstlerischer Integrität verantwortlich machte. Für ihn war das Kino ein Ort, an dem sich Menschlichkeit spiegeln sollte: „Storytelling ist wichtig und ein Teil menschlicher Kontinuität“, betonte er immer wieder.

Diese Filme sollten laut Robert Redford unangetastet bleiben

Als Redford 2011 bei dem von ihm selbst gegründeten Sundance Festival auftrat, machten Gerüchte die Runde, er wolle sein eigenes Meisterwerk „Bill McKay – Der Kandidat“ neu auflegen. Seine Antwort war so einfach wie ehrlich: „Das war eine großartige Geschichte zu ihrer Zeit – aber es gibt nichts Neues, das sie uns erzählen könnte.“

Mit dieser Klarheit zog er eine klare Linie. Für Redford gab es Werke, die fest in ihrem zeitlichen und kulturellen Kontext verankert waren – Filme, die vor allem deshalb so stark wirkten, weil sie das Lebensgefühl einer Ära trafen.

Dazu zählte er auch „Butch Cassidy und Sundance Kid“ und „So wie wir waren“. „Es gibt bestimmte Filme, die sollten einfach in Ruhe gelassen werden“, erklärte er damals gegenüber MovieMaker. Diese Werke seien, so Redford, Ausdruck einer Wahrheit, die nur in genau diesem Moment existierte. Versuche, sie neu zu erschaffen, würden ihre Bedeutung verwässern. Ironischerweise wirken diese Filme heute gerade deshalb zeitlos, weil sie eben nicht zeitlos sein wollten.

Wenn ihr übrigens wissen wollt, in welcher kaum bekannten, aber hoch gelobten Western-Serie der Mime seinen allerletzten Aufritt hatte, dann lest doch auch den nachfolgenden Artikel:

In dieser viel zu unbekannten Western-Serie spielte Robert Redford seine letzte Rolle – sie hat 100 Prozent bei Rotten Tomatoes!

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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