TV-Premiere: Vor "Das Kanu des Manitu" hat uns Bully mit einem echten Skandal seine andere Seite gezeigt
Chantal Neumann
Chantal Neumann
-Redakteurin
Chantal liebt das große Kino genauso wie das Binge-Watching auf dem heimischen Sofa – Hauptsache der Film oder die Serie ist gut.

Michael „Bully“ Herbig verbinden die meisten sicherlich mit Komödien, wie etwa „Das Kanu des Manitu“. Dass der Regisseur auch anders kann, zeigte er unter anderem mit der Satire „Tausend Zeilen“, die heute ihre TV-Premiere feiert.

Im Sommer kam wohl kaum jemand an „Das Kanu des Manitu“ vorbei – die Fortsetzung des Kultfilms zog auch über 20 Jahre nach dem Original noch einmal Massen in die Kinos. Dass das Interesse groß sein würde, war zu erwarten, doch wie gigantisch der Erfolg tatsächlich ausfiel, überrascht dann doch: Im vergangenen Monat setzte sich der Film sogar an die Spitzenposition der deutschen Kino-Jahrescharts 2025. Regisseur Michael „Bully“ Herbig ist dabei einmal mehr seinem Rufes als begnadeter Komödienmacher gerecht geworden.

Dass der „Bullyparade“-Star jedoch auch abseits des Comedy-Genres ein Gespür für starke Geschichten hat, hat er bereits vereinzelt gezeigt – so etwa 2022 mit der Satire „Tausend Zeilen“, die am heutigen 3. November 2025 ihre TV-Premiere bei SAT.1 feiert.

Der Film nimmt sich eines echten Medien-Skandals an: 2018 wurde bekannt, dass Claas Relotius, damals gefeierter „Spiegel“-Reporter, in einem Großteil seiner preisgekrönten Reportagen massiv gelogen und erfundene Inhalte als Wahrheit verkauft hatte. Aufgedeckt wurde die Geschichte von seinem Kollegen Juan Moreno, der bei einer gemeinsamen Recherche Unstimmigkeiten bemerkte und Relotius schließlich überführte. Moreno hielt das Geschehen später in seinem Buch „Tausend Zeilen Lüge“ fest – der Vorlage für Herbigs Film.

Das ist "Tausend Zeilen"

In „Tausend Zeilen“ heißt der Protagonist Lars Bogenius (Jonas Nay). Der Starreporter begeistert sein Publikum mit emotionalen, bewegenden Texten und sammelt Journalismuspreise wie am Fließband. Auch sein Verlag verlässt sich auf ihn – schließlich retten seine Geschichten die sinkenden Verkaufszahlen des Blattes. Doch für den freien Journalisten Juan Romero (Elyas M’Barek) klingt das alles irgendwann zu perfekt, um wahr zu sein. Er beginnt, Ungereimtheiten aufzudecken – und bringt damit einen gefährlichen Stein ins Rollen, der sich als größter deutscher Journalismusskandal entpuppt.

Wir können euch den Film absolut empfehlen: In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gab es sehr ordentliche 3,5 von 5 möglichen Sternen. Im Fazit von Karin Jirsak heißt es:

„Wahrheit und Fake in der Medienwelt – Michael ‚Bully‘ Herbig erkennt den Geist der Zeit und erzählt den Fall Relotius, pardon, Bogenius in ‚Tausend Zeilen‘ als unterhaltsamen Mix aus Satire und Familienkomödie. So hält er nicht zuletzt auch uns Medienkonsument*innen den (Eulen-)Spiegel vor – und wir haben auch noch mächtig Spaß dabei.“

Übrigens: Wenn ihr riesige Bully-Fans seid und nicht genug von ihm bekommen könnt, solltet ihr auch einen Blick in folgendes Format werfen:

Ab sofort streamen: Noch mehr "Das Kanu des Manitu" – für alle, die von Michael Bully Herbig & Co. einfach nicht genug kriegen!

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