Update (3. November, 19.30 Uhr): Der Film ist entgegen der offiziellen Ankündigung von Prime Video leider doch (noch) nicht im Abo des Streaming-Anbieters enthalten. Es scheint sich hier um einen Fehler zu handeln. Nachfolgend der Original-Artikel:
Amazon Prime Video hat „Wunderschön“ ab sofort für alle Abonnent*innen im Flatrate-Programm. Wer kein Abo hat, bekommt den Film aber natürlich auch weiterhin für ein paar Euros an selber Stelle als Video-on-Demand:
Der Filmtitel ist Programm
Der Episoden- und Ensemble-Film „Wunderschön“ wurde geschrieben und inszeniert von Schauspielstar Karoline Herfurth („Fack ju Göhte“) und ist einer der erfolgreichsten deutschen Filme der Post-Corona-Ära. Herfurth, die auch eine der Hauptrollen übernahm, ist hier – wie wir es in unserer FILMSTARTS-Kritik analysieren – „der perfekte Wohlfühlfilm“ gelungen.
Intelligent, sensibel und doch enorm unterhaltsam behandelt das Werk nicht gerade einfache, aber gerade deshalb wichtige Themen wie angekratztes Selbstwertgefühl oder gesellschaftlichen Schönheitsdruck und seine Auswirkungen. Dafür präsentiert uns Herfurth fünf „ganz normale“ Frauen in Berlin unterschiedlichen Alters, mit abweichenden Lebensumständen und teilweise sogar gegensätzlichen Wünschen oder Zielen. In loser Folge erleben wir ihren individuellen Alltag mit seinen Aufs und Abs. Verkörpert werden sie auf wunderbar einfühlsame Weise von Martina Gedeck („Das Leben der Anderen“), Emilia Schüle („Ku’damm 56“), Dilara Aylin Ziem („Hübsches Gesicht“), Nora Tschirner („No Hit Wonder“) und Herfurth selbst.
Einige dieser Frauen kennen einander, andere haben bis zum Ende kaum einen echten Berührungspunkt mit den anderen. Trotz der collagehaften Erzählweise wirkt alles wie eine große zusammengehörige Geschichte. Herfurth arbeitet Parallelen zwischen ihnen heraus, beleuchtet auf den ersten Blick sehr kontrastreiche Einzelschicksale, um dann auf erzählerisch wie visuell elegante Weise zu zeigen, dass sich die meisten von ihnen im Kern doch sehr ähneln und die Figuren dieselben Sehnsüchte teilen.
Wenn ihr euch auf den Film und seine Geschichte(n) einlasst, werdet ihr im Verlauf von gut zwei Stunden eine Vielzahl von Emotionen durchmachen. Ihr werdet lachen, weinen und verzweifeln, Wut und Rührung, Freude und Erleichterung empfinden.
Und falls ihr danach gleich weiterschauen wollt, ist die 2025 immens erfolgreich in die Kinos gekommene Fortsetzung „Wunderschöner“ – von und mit Karoline Herfurth – als kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:
"Wunderschön": Das ist die Story
Mit 60 findet sich Frauke (Martina Gedeck) einfach nicht mehr schön. Ihr Mann Wolfi (Joachim Król) ist dabei keine echte Hilfe. Ihre gemeinsame Tochter Julie (Emilia Schüle) hingegen will als Model groß durchstarten und versucht krampfhaft, sich dem Schönheitsideal der Branche anzupassen. Schülerin Leyla (Dilara Aylin Ziem) ist ein Fan von Julie und mit ihrem eigenen Erscheinungsbild alles andere als zufrieden. Sie glaubt, ihr Aussehen macht sie zur Außenseiterin. Ein Leben wie das von Julie ist für sie das Idealbild. Wenn sie wüsste, wie dieses jenseits der euphorischen Social-Media-Postings in Wirklichkeit aussieht …
Währenddessen kämpft Julies Schwägerin Sonja (Karoline Herfurth) mit den Folgen ihrer Schwangerschaften. Ihr Gatte Milan (Friedrich Mücke) unterschätzt routinemäßig, welchem Stress sich die junge Mutter aussetzt. Sonjas beste Freundin, die Lehrerin Vicky (Nora Tschirner), hingegen ist Single aus Überzeugung. Doch dann ist da plötzlich ihr Kollege Franz (Maximilian Brückner)...
Fans von Karoline Herfurth werden den Film, um den es im folgenden Artikel geht, bestimmt schon kennen. Aber wusstet ihr von seiner faszinierenden Hintergrundgeschichte?
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Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.