"Rush Hour 4" mit Jackie Chan soll endlich kommen – das fordert jetzt wohl Donald Trump!
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

2007 kam „Rush Hour 3“ in die Kinos. Wird 2026 endlich „Rush Hour 4“ für einen Kinostart 2027, also exakt 20 Jahre später, gedreht? Das Comeback von Chris Tucker und Jackie Chan wird jetzt angeblich ausgerechnet von Donald Trump vorangebracht.

Warner Bros. / Briarcliff Entertainment

Dass einige der wichtigsten Beteiligten hinter der „Rush Hour“-Reihe einen vierten Teil machen wollen, ist bekannt. Vor allem die beiden Hauptdarsteller Chris Tucker und Jackie Chan erklärten mehrfach öffentlich, dass sie Interesse an einem Sequel hätten. In den vergangenen Jahren soll es auch Arbeiten an einem Drehbuch gegeben haben und dazu Gespräch mit Finanziers. Doch es gibt ein Problem….

Brett Ratner ist der Regisseur aller bisherigen „Rush Hour“-Filme und will auch „Rush Hour 4“ unbedingt selbst machen. Doch nachdem vor einem knappen Jahrzehnt mehrere Anschuldigungen bezüglich sexueller Übergriff bis hin zu einer Vergewaltigung gegen den Filmemacher bekannt wurden, schmiss ihn das Studio Warner 2017 raus. „Hercules“ aus dem Jahr 2014 ist so der bislang letzte Kinofilm von Ratner. Doch jetzt hat der Filmemacher womöglich einen prominenten Fürsprecher: Donald Trump!

Donald Trump und "Rush Hour"-Macher Brett Ratner: Das ist die Verbindung

Ratner feiert dank der Trump-Familie aktuell ein kleines Comeback. Wohl auch um sich die Gunst des mächtigen US-Präsidenten zu sichern, beauftragte nämlich Amazon Prime Video einen ausführlichen Dokumentarfilm über „First Lady“ Melania Trump. Regie bei dem angeblich satte 40 Millionen Dollar teuren Film führte Brett Ratner. Die Dokumentation kostete übrigens so viel, weil Melania Trump als Produzentin laut Medienberichten angeblich rund 28 Millionen Dollar selbst für ihre Beteiligung erhalten soll. In den USA wird „Melania“ Ende Januar 2026 in die Kinos kommen, bevor es dann weltweit eine Auswertung über Streamingdienst Prime Video geben wird.

Donald Trump scheint glücklich mit der Arbeit zu sein, die Ratner geleistet hat. Laut einem Bericht des Portals Semafor nutze der Präsident deswegen persönlich seine neuesten Verbindungen in die Filmindustrie, um Druck zu machen, dass „Rush Hour 4“ umgesetzt wird. Eine Stellungnahme vom Weißen Haus dazu gibt es aber noch nicht.

Schnappt sich Paramount für Donald Trump "Rush Hour 4"?

Der US-Präsident sei laut dem Semafor-Bericht bei Paramount vorstellig geworden. Das Hollywood-Traditionsstudio wurde kürzlich von Milliardärssohn David Ellison übernommen – mit der Hilfe des Geldes seines Vaters. Larry Ellison ist hinter Elon Musk der zweitreichste Mensch der Welt und ein enger Vertrauter von Trump. Der amtierende US-Präsident will angeblich, dass die Ellisons bzw. Paramount sich die „Rush Hour“-Rechte kaufen, um dann den vierten Teil in Angriff zu nehmen.

Verfügbar sind die Rechte an „Rush Hour“ wohl zeitnah. Paramount plant zwar ohnehin Konkurrent Warner zu übernehmen, aber müsste gar nicht darauf warten. Warner hat nach unserem Kenntnisstand kein Interesse mehr an der „Rush Hour“-Reihe und schon vergangenes Jahr Ratner und Produzent Arthur Sarkissian die Erlaubnis gegeben, sich einen neuen Partner für „Rush Hour 4“ zu suchen. Damals handelte sich das Duo aber nur Absagen ein – angeblich auch von Paramount.

Beschert uns ausgerechnet Donald Trump einen vierten Warner Bros.
Beschert uns ausgerechnet Donald Trump einen vierten "Rush Hour"-Film?

Mit Trumps persönlicher Verbindung zu Paramount denkt die neue Führungsriege womöglich anders. Zudem will man sich bei Paramount auch jenseits der persönlichen Freundschaft von Larry Ellison momentan weiter die Gunst der aktuellen US-Regierung sichern. Eine mögliche Übernahme von Warner müsste nämlich genehmigt werden. Viele Insider vermuten, dass Paramount ebenfalls interessierte Firmen wie Netflix und Comcast ausstechen könnte, weil das Studio mit dem Berg-Logo als einziges grünes Licht der US-Behörden bekommen würde.

Trumps angebliches Interesse, ausgerechnet „Rush Hour 4“ voranzubringen, dürfte übrigens nicht nur mit der Personalie Brett Ratner zusammenhängen. Auch dessen Mitstreiter, der Produzent Arthur Sarkissian, ist gut mit dem US-Präsidenten bekannt. Sarkissians Firma machte 2024 mit „The Man You Don’t Know“ einen Dokumentarfilm über Donald Trump, in welchem dieser im besten Licht erscheint. Der heutige Präsident war davon so begeistert, dass die Premiere auf seinem eigenen Anwesen Mar-a-Lago stattfand.

Wie auch das Weiße Haus gab allerdings auch Paramount noch keinen Kommentar zu den Berichten. Sie sind aktuell als Gerücht einzustufen. Es bleibt abzuwarten, ob etwas dran ist und dann 2027 wirklich – dank Donald Trump – doch noch „Rush Hour 4“ in die Kinos kommt. Garantiert sehen könnt ihr Jackie Chan derweil in einem neuen Film, der bald nach Deutschland kommt. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

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