Thriller-Highlight: Heute läuft der vielleicht beste Film von Paul Walker im TV – gnadenlos spannend und voller Twists!
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Berührt und fasziniert zu werden, aber auch etwas über sich selbst lernen – das bedeutete Kino schon immer für Daniel. Darum machte der einstige Sozialarbeiter am Ende seine Leidenschaft auch zum Beruf.

Er schlägt in dieselbe Kerbe wie „Mann unter Feuer“ mit Denzel Washington, wird oft mit Tarantinos Filmen verglichen und ist vielleicht sogar Paul Walkers bester Film überhaupt: „Running Scared“ läuft heute Abend im TV.

Fans, die sich an Paul Walker zurückerinnern, dürfte dabei wohl auf ewig zuallererst die „Fast & Furious“-Saga in den Sinn kommen. Schließlich feierte er als ehemaliger Cop, der schließlich die Seiten wechselt, seine größten Erfolge. Doch der Kalifornier bescherte uns auch abseits der Raser-Reihe einige echte Highlights.

Der Autor dieses Artikels hat so nicht nur den legendären Dino-Trash-Wahnsinn „Tammy And The T-Rex“ besonders ins Herz geschlossen, für den Walker Mitte der 90er vor der Kamera stand, sondern auch den gnadenlos-spannenden Highway-Thriller „Joyride - Spritztour“. Doch wenn es um die wirklich besten Filme in der Karriere von Paul Walker geht, haben – jedenfalls, wenn es nach der IMDb geht – dennoch andere die Nase vorne.

Die Krone teilen sich dort sogar gleich drei Filme, die jeweils auf eine durchschnittliche Bewertung von 7,3 von 10 Sternen kommen: „Fast & Furious Five“, „Antarctica - Gefangen im Eis“ und Running Scared“ – den Tele 5 am heutigen 27. November ab 22.20 Uhr im Programm hat. Alternativ gibt es den Streifen aktuell auch im Abo von Amazon Prime Video:

Einen Blick riskieren sollten nicht nur Fans von Paul Walker, sondern auch, wer Tony Scott zu seinen Lieblingsfilmemachern zählt...

Stylisch, spannend und voller Twists: Das ist "Running Scared"

Joey Gazelle (Paul Walker) hat ein großes Problem: Der Revolver, mit dem ein Polizist getötet wurde und den der Handlanger der Mafia deshalb verschwinden lassen sollte, ist in die Hände seines jungen Nachbarn Oleg (Cameron Bright) gefallen – der im Eifer des Gefechts den Abdruck drückt und damit eine Reihe von Ereignissen lostritt.

Für Joey beginnt so ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit. Einerseits muss er alles daran setzen, um den spurlos verschwundenen Oleg und die mit Perlmutt besetzte Kanone zu finden. Andererseits ist er mittlerweile auch selbst zur Zielscheibe geworden – und wird von zwielichtigen Typen durch die finstersten Ecken der Stadt gejagt…

Running Scared
Running Scared
Starttermin 13. April 2006 | 2 Std. 00 Min.
Von Wayne Kramer (II)
Mit Paul Walker, Cameron Bright, Vera Farmiga
Pressekritiken
3,5
User-Wertung
3,8
Filmstarts
3,5

Eines gleich vorweg: Autor und Regisseur Wayne Kramer stellt Realismus in seinem Thriller nicht an oberste Stelle – und schafft vor allem mit seiner überstilisierten Inszenierung eine gewisse Distanz zwischen dem Publikum und seiner mörderischen Hetzjagd. Doch das Kunstwerk, das der „Running Scared“-Macher dabei vollbringt, liegt darin, die Spannungsschraube nichtsdestotrotz konsequent immer wieder anzuziehen.

Ja, nicht nur die Geschichte eines Mannes, der sich auf die Suche nach einem Kind begibt und dabei eine brutale Unterwelt-Odyssee durchmacht, erinnert an Tony Scotts „Mann unter Feuer“. Auch visuell werden die beiden Filme stets in dieselbe Schublade gesteckt – wo sie mit ihrem anti-naturalistischen Look, der nicht nur verdammt stylisch ist, sondern auch großen Anteil am World-Building der beiden Filme hat, auch hervorragend hineinpassen.

Ob das alles in der echten Welt verankert ist oder überhaupt werden sollte und sich die Geschichte mit all ihren Wendungen und Abzweigungen – und davon gibt es wirklich jede Menge! – tatsächlich so zutragen könnte, ist dabei völlig nebensächlich. Und das ist auch völlig irrelevant. Denn in der Welt von Joey Gazelle fühlt sie sich verdammt real an! Damit erinnert „Running Scared“ nicht nur an klassische Scott-Vehikel wie auch „Unstoppable“ oder „Domino“ (bei dem die starken Kontraste, wilden Kameraeinstellungen und schnellen Schnitte jedoch ein wenig übers Ziel hinausschießen), sondern auch ein Stück weit an die ebenfalls oft realitätsfremden und deshalb nicht minder packenden Filme von Kult-Regisseur Quentin Tarantino. Der sprach Kramer vor einigen Jahren übrigens höchstpersönlich seine Bewunderung für den Film sowie vor allem die Performance von Hauptdarsteller Paul Walker aus.

Übrigens soll Walkers Figur Brian O'Conner im kommenden „Fast & Furious 11“ wieder mit von der Partie sein. Was Vin Diesel dahingehend kürzlich zu sagen hatte, könnt ihr hier nachlesen:

"Fast & Furious 11": Vin Diesel spricht über Rückkehr von Paul Walkers Figur

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