Als die zehn Folgen umfassende Science-Fiction-Serie im Jahr 2020 erschien, ist sie leider ein wenig untergangen (aber keine Sorge, dass nach einer Staffel schon wieder Schluss war, lag nicht am mangelnden Erfolg, sondern war von Anfang an so geplant, die Handlung ist in sich abgeschlossen, ihr werdet also nicht mit haufenweise halboffenen Enden zurückgelassen). Dabei hat die von „How I Met Your Mother“-Star Jason Segel („Nie wieder Sex mit der Ex“) entwickelte Staffel ziemlich gute Kritiken eingefahren:
Bei Rotten Tomatoes steht „Botschaften von Anderswo“ aktuell bei überzeugenden 84 Prozent positiver Bewertungen von Kritiker*innen. Das Publikum ist mit „nur“ 74 Prozent etwas mehr gespalten – aber das ist bei eher experimentelleren Stoffen, die etwas aus dem Rahmen fallen, ja eher die Regel als die Ausnahme. So schreibt etwa die Kritikerin Caroline Framke in Branchen-Blatt Variety: „Das Ganze kann überwältigend sein, aber Segel flicht genügend Einblicke in das menschliche Sehnen ein, um die Jagd über ihre oft verwirrenden Hinweise hinaus fesselnd zu halten.“
Darum geht’s in "Botschaften von Anderswo"
Täglich das Gleiche: aufwachen, arbeiten, zu Bett gehen. Ein Ablauf ohne Unterbrechung, der keinerlei Unerwartetes bereithält. Für Peter (Jason Segel), einen Datenanalysten, erscheint die Existenz als ein eintöniges Strömen, das sich Tag für Tag durch die gesichtslose Metropole zieht. Gerade als Peter Gefahr läuft, in der Masse unterzugehen, ohne dass es registriert wird, verdichten sich in seinem Umfeld seltsame Vorzeichen. Diese leiten ihn in ein wundersames Abenteuer. Er folgt den Spuren und stößt auf das geheimnisvolle Jejeune Institut, dessen Leitung bei Octavio (Richard E. Grant) liegt.
Peter beginnt eine schrittweise Odyssee durch seine Stadt, die sich fortan wie eine einzigartige Schnitzeljagd anfühlt. Gemeinsam mit seinen neu gewonnenen Begleitern Janice (Sally Field), Fredwynn (André Benjamin) und Simone (Eve Lindley) versucht Peter, die mysteriöse Aufgabe zu entschlüsseln. Dabei enthüllt er auf seiner außergewöhnlichen Expedition sein eigenes Dasein aus einer völlig neuen Perspektive. Handelt es sich hierbei lediglich um eine Inszenierung, oder markiert dies den Startschuss für eine tiefgreifendere Erfahrung?
Erstmals auf Netflix
Nachdem die in den USA zunächst unter dem Titel „Dispatches From Elsewhere“ auf dem Sender AMC ausgestrahlte Serie ihre Deutschlandpremiere im Mai 2020 bei Amazon Prime Video feierte, wechselt sie hierzulande nun ihre Streaming-Heimat: Ab heute ist „Botschaften von Anderswo“ in eurem Netflix-Abo verfügbar – und wenn euch die Serie zu experimentell erscheint, haben wir hier auch noch einen Sci-Fi-Tipp für euch, der zwar ebenfalls nicht 08/15 ist, aber trotzdem sehr viel handfester daherkommt: