Nachdem James McAvoy viele Jahre lang als Charles Xavier in den „X-Men“-Filmen zu sehen war, scheint er sich mittlerweile vor allem in der Rolle des Psychokillers wohl zu fühlen. Schon in „Split“ faszinierte er uns als Kidnapper mit gespaltener Persönlichkeit, der im selben Körper ein unschuldiges Kleinkind, eine fürsorgliche alte Dame und eine an der Wand krabbelnde Bestie beherbergte.
Erst kürzlich spielte der Schauspieler im US-amerikanischen Remake von „Speak No Evil“ erneut einen eiskalten Psychopathen, der sich vor einer Touristenfamilie zunächst als charmanter Gastgeber ausgab, bevor er sie dann seiner mentalen Folter aussetzte. Sehr ähnliche Gefilde wie in „Speak No Evil“ betritt McAvoy auch in seinem neuen Horror-Thriller „Pose“. Die erste Vorschau zeigt ihn einmal mehr als überfreundlichen Gastgeber, der es aber insgeheim auf eine Familie abgesehen hat.
James McAvoy wird in "Pose" zum obsessiven Fotografen
„Pose“ handelt vom Künstlerpaar Peter und Patricia, das ein luxuriöses Herrenhaus besucht, um dort Fotos für Patricias neues Pop-Album aufzunehmen. Dort angekommen stoßen sie aber überraschenderweise auf den von James McAvoy gespielten Star-Fotografen Thomas Alexander, der hier schon viele seiner größten Bilder geschossen hat. Patricia fühlt sich in dessen Anwesenheit zunehmend unwohl – auch weil Thomas immer akribischer darum bittet, Fotos von ihr machen zu dürfen, da sie ihn an eine verstorbene Bekannte erinnert. Als dann plötzlich noch weitere Menschen auf dem Anwesen eintreffen, entfesselt sich ein gefährliches Katz- und Mausspiel...
Abseits von McAvoys Star-Power handelt es sich bei „Pose“ um ein sehr kleines Projekt. Regisseur Jamie Adams hat zwar schon eine beachtliche Menge an Filmen gedreht, allerdings stets im extremen Low-Budget-Bereich. Seine Art des Filmemachens ist aber durchaus spannend, denn er setzt seine Geschichten meist ohne ausformulierte Drehbücher um und improvisiert den Großteil der Szenen noch am Set. So auch bei „Pose“, dem als roter Faden nur eine lose Story-Idee diente und der innerhalb von nur sechs Tagen abgedreht wurde.
Das hat in diesem Fall aber wohl nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis geführt, denn die ersten Stimmen zu „Pose“ sind überwiegend negativ. Auf der Filmdatenbank IMDb steht das Werk zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels bei einer miserablen Publikums-Durchschnittswertung von rund 3 von 10 Sternen. Viele beschrieben die Handlung dabei als wirr und zusammenhangslos – was zur improvisierten Machart des Films ganz gut passt.
Wer nach dem ersten Trailer aber trotzdem angefixt ist, muss sich hierzulande wahrscheinlich noch etwas gedulden. Zwar erschien der Film in Amerika bereits am 5. Dezember 2025, doch wann „Pose“ in Deutschland startet, ist bisher noch nicht bekannt. Und bei einer so kleinen Produktion kann sich dies auch noch um einige Zeit verzögern.
Übrigens: Ein weiterer brutaler Horror-Thriller erwartet uns demnächst auch mit „Lookout – Der Turm“. Dazu ist nun ebenfalls ein erster Trailer erschienen, den ihr euch im folgenden Artikel anschauen könnt:
Mystery-Thriller trifft Psychohorror: Brutaler deutscher Trailer zu "Lookout - Der Turm"