TV-Tipp für heute Abend: In diesem Psycho-Thriller wird "Dexter"-Star Michael C. Hall vom Jäger zum Gejagten
Monta Alaine
Monta Alaine
Bereits jung von ihrem Vater an Klassiker wie "Taxi Driver" und "Clockwerk Orange" herangeführt stand fest: Film sollte es sein. Nach diversen Stops in der Branche gilt ihre Liebe auch heute noch Hollywood-Kino à la Nolan und raffinierten Arthouse-Filmen.

Heute Abend um 20:15 Uhr läuft auf Tele 5 mit „Das Versteck” ein stiller, latent verstörender Mix aus Coming-Of-Age und Psycho-Thriller. Mit dabei: „Dexter“-Star Michael C. Hall!

Den Namen Michael C. Hall verbinden wohl die meisten mit seiner Rolle des seriell mordenden „Dexter” aus der gleichnamigen Serie. Für heute Abend haben wir mit „Das Versteck” eine Filmempfehlung für euch, bei der ihr ihn in einer ungewohnten Perspektive sehen könnt: Aus dem kontrollierenden, berechnenden Monster, das seine Opfer in einem in Plastik gehüllten Raum zerlegt, wird ein Familienvater, der selbst zum Opfer eines „Monsters” wird – und tagelang in einem dreckigen Bunker verharren muss.

Und das Monster, das ihn nebst dem Rest seiner Familie dorthin gebracht hat, ist niemand Geringerer als sein 13-jähriger Sohn John (Charlie Shotwell). Gejagt wird hier nicht etwa mit Messern und Moral, sondern mit Stille, Abwesenheit und Erbarmungslosigkeit. Der ungewöhnliche Mix aus Coming-Of-Age-Film und Psycho-Thriller läuft heute, am 13. Januar ab 20.15 Uhr auf TELE 5. Alternativ könnt ihr den Film auf Amazon Prime Video kaufen bzw. leihen.

Peter Pan in Reverse

John ist privilegiert, aber eigen. Mit seiner Mutter Anna (Jennifer Ehle), seiner Schwester Laurie (Taissa Farmiga) und seinem Vater Brad lebt er in einem stylischen Haus mit Pool, von Garten und Wald umsäumt. Seine Freizeit fristet er mit Tennis spielen, online wie offline – viel mehr scheint den eigenwilligen Teenager nicht zu interessieren. Sein Vater Brad ist präsent, beinahe autoritär, hat alles im Griff … noch.

Denn über Nacht hat John seine gesamte Familie in einen Bunker im Wald verfrachtet, tief unter dem Boden. Und dort lässt der Teenager sie nun, während er zu Hause zwischen Fast Food und Computerspielen sein vermeintlich bestes Leben lebt.

Dabei ist John, der eigentlich auch nur Teil einer Geschichte über das Erwachsenwerden ist, die einem Mädchen erzählt wird, das selbst ins Erwachsenwerden gestoßen wird, sowas wie eine umgekehrte Peter-Pan-Figur: während Peter Pan für immer Kind bleiben will, und sich auf eine Insel flüchtet, will John lieber erwachsen sein – und schickt seine Eltern dafür in die Isolation. Er fährt Auto, hantiert mit Geld, besucht seine Tennis-Stunde – und ist dabei natürlich trotzdem meilenweit davon entfernt, Verantwortung zu tragen.

Wenn Stille zur Bedrohung wird

Auch wenn es in Setting und Stimmung eigentlich bereits angelegt ist, und man jeden Moment darauf wartet, dass die Situation kippt – wer hier Eskalation erwartet, ist fehl am Platz. „Das Versteck” erinnert zwar im Ansatz stark an Filme wie Yorgos Lanthimos „Dogtooth” oder Lynn Ramsays „We Need To Talk About Kevin”, Regisseur Pascual Sisto stellt aber entschieden Atmosphäre über Blut und Gewalt – und geht damit einen äußerst konsequenten, wenn auch zurückhaltenden Weg.

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