Heute im TV: Adam Sandler & ein dreifacher Oscargewinner in einem wahren Gag-Feuerwerk – ohne Werbung!
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kubes Lieblingsfilme mit Adam Sandler sind "Punch-Drunk Love", "Der schwarze Diamant" und "Die Liebe in mir". Trotzdem hat er auch an vielen der eher albernen Slapstick-Komödien immer wieder seinen Spaß.

Am späten Abend läuft ein Film mit Adam Sandler, den FILMSTARTS-Autor Oliver Kube vielleicht nicht zu den besten des Stars zählt, aber ganz sicher zu den witzigsten. Einen sehr großen Teil der „Schuld“ daran trägt Sandlers Co-Star in „Die Wutprobe“!

Die Wutprobe“ läuft am heutigen 17. Januar 2026 um 22.05 Uhr auf ZDFneo. Eine Wiederholung folgt noch in derselben Nacht um 2.55 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-12-Titel aktuell auf Netflix streamen. Zudem ist er als Blu-ray, DVD und kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:

Sandler & Nicholson: ein tolles Duo

Ja, unter den Adam-Sandler-Filmen mag ich die ernsten Titel am liebsten. Doch auch viele der zahlreichen Komödien haben Charme. Diesbezüglich entscheidend sind für mich da größtenteils die Co-Stars, mit denen der New Yorker jeweils blödeln darf. So funktioniert seine Art von zugegebenermaßen oft recht plattem Humor etwa mit Kevin James („Chuck und Larry“) oder Steve Buscemi („Billy Madison“) prima, während ich Szenen mit Rob Schneider („Leg dich nicht mit Zohan an“) oder David Spade („Jack und Jill“) meist als eher anstrengend bis geradezu nervig empfinde.

Das ist natürlich Ansichts- oder Geschmackssache – schon klar! Trotzdem möchte ich euch hier empfehlen, in „Die Wutprobe“ reinzuschauen und zu sehen, wie euch Sandlers Zusammenspiel mit einem der größten Schauspieler der Farbfilm-Ära gefällt: dem dreifachen Oscargewinner Jack Nicholson („Einer flog über das Kuckucksnest“). Die komödiantische Chemie zwischen den beiden Stars ist nicht nur umwerfend witzig, sondern auch emotional berührend.

In der FILMSTARTS-Kritik gab es für „Die Wutprobe“ lediglich solide 3 von 5 möglichen Sternen. Rezensent Carsten Baumgardt bemängelt etwa, dass die Realität der Story schnell in den Hintergrund und ein moderner Märchencharakter ins Zentrum rückt. Die Handlungen der Hauptcharaktere sind so überzogen, dass sich jegliche Glaubwürdigkeit schnell verabschiedet und das Ganze eher albernes und anspruchsarmes sowie immer wieder formelhaftes Mainstream-Kino in Reinkultur bietet.

Das ist alles korrekt. Und doch machen die so unterschiedlichen Stars hier richtig Spaß. Sandler nimmt sich immer wieder sehr zurück, um den „Chinatown“- und „Departed“-Star voll aufdrehen zu lassen. Nicholson hingegen hat offensichtlich jede Menge Spaß an seiner durchgeknallten Figur als psychopathischer Psychiater und gibt dem Affen reichlich Zucker. Bei den von ihm fast im Minutentakt servierten Gags und trockenen Sprüchen beweist der Edelmime exzellentes komödiantisches Timing. So harmoniert er nicht nur mit Sandler, sondern auch in Szenen mit unter anderem John Turturro („The Big Lebowski“), Luis Guzmán („Wednesday“), Marisa Tomei („Spider-Man: Homecoming“), Woody Harrelson („Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“) und John C. Reilly („Magnolia“).

Die Wutprobe
Die Wutprobe
Starttermin 8. Mai 2003 | 1 Std. 41 Min.
Von Peter Segal
Mit Adam Sandler, Jack Nicholson, Marisa Tomei
User-Wertung
3,5
Filmstarts
3,0
Im Stream

Während sein berühmter Kollege die große Show abzieht, avanciert Adam Sandler dabei zum emotionalen Herz des Films, mit dem wir uns als Zuschauende identifizieren. Dass er das durchaus drauf hat, wissen wir aus diversen seiner Slapstick-Filme wie „Waterboy“ und es klappt auch hier wieder ganz famos. Schade, dass Sandler und Nicholson nie wieder zusammengearbeitet haben. Wenn ihr also Lust habt, mal wieder richtig abzulachen, dann ist „Die Wutprobe“ von Regisseur Peter Segal („Der Spion von nebenan“) prima dafür geeignet.

"Die Wutprobe": Das ist die Story

Nach einem außer Kontrolle geratenen Missverständnis an Bord eines Flugzeugs steht der eigentlich sanftmütige Dave Buznik (Adam Sandler) vor Gericht. Er wird dazu verurteilt, an einer Therapie zur Aggressionsbewältigung unter der Leitung von Dr. Buddy Rydell (Jack Nicholson) teilzunehmen. Der an dem Vorfall im Flieger nicht ganz unschuldige Buddy hat einen eher unorthodoxen, konfrontativen und aggressiven Therapieansatz – was Dave völlig verwirrt.

Nach einem dadurch verursachten weiteren Zwischenfall ordnet die Richterin (Lynne Thigpen in ihrer leider letzten Rolle) an, die Therapie noch zu intensivieren – sonst landet Dave tatsächlich im Knast. Also zieht Buddy kurzerhand bei ihm ein, um zu helfen, die inneren Dämonen zu besiegen. Der Seelenklempner selbst hat keine solchen Probleme. Er zeigt bei jeder Gelegenheit seine Gefühle – was unter anderem bedeutet, dass er sich ganz ungeniert an Daves Freundin Linda (Marisa Tomei) ranmacht…

Welchen Film Jack Nicholson selbst als den besten seiner Karriere einstuft, lest ihr im folgenden Artikel:

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