Im Sommer 2020 wurde bekannt, dass Olivia Wilde für Sony einen Marvel-Film macht. Schnell kam heraus, dass es sich dabei um „Spider-Woman“ handelt. Hinter dem Superhelden-Alias steckt Jessica Drew, die 1977 ihr Comic-Debüt feierte und mittlerweile fester Bestandteil der Marvel-Welt ist. Das Spannende ist, dass sie kein Spider-Man-Abklatsch ist und keine direkte Verbindung zu Peter Parker hat. Sie erhielt ihre Kräfte durch Experimente, war lange gehirngewaschen für Hydra tätig, bevor sie das erkannte und zur SHIELD-Spionin wurde.
Dass es seit der Ankündigung keine Neuigkeiten mehr gab, ließ Fans zuletzt schon skeptisch werden, ob wir den Marvel-Film der „Booksmart“- und „Don't Worry Darling“-Regisseurin noch zu sehen bekommen. Dem ist aber wohl nicht so. Laut dem Insider Daniel Richtman wurde das Projekt komplett beerdigt. Der angebliche Grund: Nach den Flops von „Madame Web“ und „Kraven The Hunter“ überdenke Sony die Pläne für eigene Marvel-Kino-Adaptionen komplett. Das könnte sich am Ende als Geschenk für das MCU und die Fans des großen zusammenhängenden Universums mit den Avengers entpuppen.
Sony und Marvel: Kommt es zu einer neuen Zusammenarbeit?
Ein kurzer Rückblick: Einst kämpfte Comic-Gigant Marvels ums finanzielle Überleben. Um schnell Geld einzunehmen, wurden zahlreiche Rechte für Comic-Adaptionen veräußert. Hollywood-Studio Sony erwarb dabei ein Spider-Man-Paket. Als Marvel dann anfing, selbst Kinofilme zu machen, konnte man so Spider-Man erst einmal nicht nutzen. Erst Jahre später gab es eine Übereinkunft, die dann die Einführung von Tom Holland als Peter Parker ins MCU ermöglichte.
Doch Sony hält weiterhin die exklusiven Rechte an zahlreichen, eng mit Spider-Man verknüpften und daher im ursprünglichen Paket enthaltenen Figuren. So wollte zum Beispiel Ryan Coogler gerne Kraven in „Black Panther“ als Widersacher nutzen, durfte das aber nicht. Dementsprechend musste er das Skript überarbeiten. Die Kraven zugedachte Funktion bekam dann Andy Serkis als Ulysses Klaw.
Laut Daniel Richtman sei Sony aber jetzt im Rahmen der Neuplanung offen, Marvel Zugriff auf einzelne Spider-Man-Figuren zu geben und umfangreicher zu kooperieren.
Sehen wir bald Venom im MCU?
Das passt zu bereits kursierenden Gerüchten, dass es konkrete Pläne gibt, Venom zeitnah im MCU zu nutzen und so endlich an die Abspannszene von „Spider-Man: No Way Home“ anzuknüpfen. Bekanntlich wird Tom Hardys Venom aus den Sony-Filmen dort kurzzeitig ins MCU katapultiert. Dort bleibt ein Stück des Symbionten zurück.
Darauf aufbauend soll es laut den Gerüchten der Plan sein, den Symbionten mit einem neuen Wirt bald im MCU einzuführen. So würde es eine neue Venom-Variante geben. Tom Hardy als Eddie Brock soll derweil nicht zurückkehren. Er spielt angeblich keine Rolle. Denn Marvel hat seinerseits bislang deutlich gemacht, dass man die Sony-Filme wie „Venom“, „Morbius“ und Co. weitestgehend ignoriert und nicht wirklich als Teil der eigenen Marvel-Welt ansieht.
Die nächste Kooperation von Marvel/Disney und Sony kommt übrigens am 30. Juli 2026 in die Kinos. Dann startet nämlich „Spider-Man: Brand New Day“. Dazu machte jüngst ein interessantes Gerücht die Runde. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:
Neuer Freund für MJ in "Spider-Man 4": "Star Wars"-Jedi soll Peter Parkers Nachfolger spielen